Kommissionierung eines Krieges mit China: Die Vorstellung des Unvorstellbaren

John Pilger (6. Dezember 2016). Wie viele Menschen sind sich eigentlich bewusst, dass ein neuer Weltkrieg begonnen hat? Zunächst handelt es sich noch um einen Propagandakrieg mit Lügen und Ablenkungen; aber das kann sich nach einem falsch verstandenen Befehl – der ersten Rakete – sehr schnell ändern.

Heute wird China von mehr als 400 Militärbasen mit Raketen, Bombern, Kriegsschiffen und Atomwaffen umkreist.  (HIER)

Präsident Obama stand im Jahr 2009 in Prag vor einer anhimmelnden Menge im Herzen Europas. Er verpflichtete sich, „die Welt frei von Atomwaffen“ zu machen. Die Menschen jubelten und schrien. Aus den Medien ergoss sich das Füllhorn der Plattitüden. Und Obama wurde anschließend mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Die größte Militärmacht und die weltweit schnellste Wirtschaftsmacht sind auf dem Weg in den Krieg. (HIER)

Doch all das war ein Fake. Er hatte gelogen. Die Obama-Administration hat noch mehr Atomwaffen, mehr atomare Sprengköpfe, mehr Kernkraftwerke und mehr Kernfabriken gebaut. Allein die Ausgaben für Atomsprengköpfe sind unter Obama höher gestiegen als unter allen anderen Präsidenten. Die Kosten über 30 Jahre gerechnet liegen mittlerweile bei mehr als einer Billion Dollar.

Eine Studie der RAND-Corporation, die seit Vietnam Amerikas Kriege geplant hat, trägt den Titel „Krieg mit China“. Durchdenken wir das Undenkbare. Beauftragt von der US-Armee beschwören die Autoren den Kalten Krieg herauf, in dem sie den Schlachtruf ihres Chefstrategen, Herman Kahn, ausriefen: „Denken wir das Undenkbare“. In Kahns Buch „Über den Atomkrieg“ erarbeitete er einen Plan für einen gewinnbaren und dadurch siegreichen thermonuklearen Krieg gegen die einstige Sowjetunion.

Im Jahr 2015 absolvierte die USA unter strengster Geheimhaltung ihr größtes Manöver seit dem Kalten Krieg. Die Übung hieß: Talisman Sabre; eine Armada von Schiffen und Langstreckenbombern probte eine Luft- und Seeschlacht mit einer Blockade in den Seestraßen von Malacca, um Chinas Zugang zu Öl, Gas und anderen Rohstoffen aus dem Nahen Osten und Afrika abzuschneiden.

Es ist eine unerhörte Provokation und aus Angst vor einer Blockade durch die US-Marine baut China emsig strategische Landebahnen auf den umstrittenen Riffen und kleinen Inseln der Spratly-Insel-Gruppe im südchinesischen Meer.

Krieg mit China: Das Undenkbare durchdenken (HIER)

Letztes Jahr im Juli sprach das Ständige Schiedsgericht der Vereinten Nationen den Souveränitätsanspruch Chinas über diese Inselgruppe ab. Obwohl diese Aktion von den Philippinen ins Rollen gebracht wurde, kann seine Spur über führende amerikanische und britische Anwälte bis in das Sekretariat von Hillary Clinton zurückverfolgt werden.

Die Aufmerksamkeit und das Schicksal der Welt verlagern sich ostwärts und die Dominanz Amerikas endet genau HIER. Einst unterjocht, geächtet und verarmt, steigt China unaufhaltsam als Bankier, Hersteller und Erbauer der Welt auf.

Wird das alles friedlich geschehen? “Wir müssen Amerika wieder stärken“, sagte Donald Trump. „Wir müssen Amerika wieder groß machen … und wir brauchen Siege“.

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Foto: Pixabay/ CC0 Public Domain

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