Wie die Moslembruderschaft Schweden unterwandert

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In Schweden sorgt ein Bericht über die Moslembruderschaft für Aufsehen. In dem Report, der im Auftrag der Behörde Swedish Civil Contingencies Agency gefertigt wurde, heißt es, dass sich die Moslembruderschaft in Schweden tief verankert hat. Nun erhebt sich eine Welle des Protests – nicht etwa gegen die Moslembruderschaft – sondern gegen die Autoren des Berichts. Zwanzig schwedische Akademiker, allesamt sogenannte Experten auf dem Gebiet Moslems und Islam, widersprechen heftig. Sie nennen den Report „unterirdisch“.

Übersetzt von Marilla Slominski

Laut des Berichts hat die Moslembruderschaft seit den späten 1970er Jahren in Gestalt vieler schwedischer mslemischer Organisationen, die in der Islamischen Verband Schweden (IFIS) vereint sind, im Land Fuß gefasst hat.

Der IFIS gründete in Schweden Organisationen unter anderem auch Islamic Relief, Ibn Rush und Sweden young muslims (SUM), die unter dem Verdacht stehen, mit den Moslembrüdern zu kooperieren. Diese ermöglichten sie der Moslembruderschaft nicht nur eine starke Position innerhalb der sogenannten „moslemischen Zivilgesellschaft“, sondern bekamen auch Zugang zu beträchtlichen Summen an schwedischen Steuergeldern.

Die Autoren des Berichts kommen zu dem Ergebnis , dass die Moslembruderschaft “parallele soziale Strukturen aufgebaut hat, die langfristig eine Herausforderung für Schwedens sozialen Zusammenhalt bedeuten“ und beschreiben damit ein herannahendes Horrorszenarium noch sehr diplomatisch.

Die Moslembruderschaft strebt laut den Autoren ein „kulturelles pluralistisches System an, in dem jede Minderheit auf gleicher Ebene wie die Mehrheit stehen soll. Das Ziel ist ein Schweden, in dem unterschiedliche Gruppen leben, die alle nach ihren eigenen Regeln leben können. Die Schweden, auch wenn sie die Mehrheit bilden, sollen nur noch eine Gruppe unter vielen sein, die alle denselben Status haben.“

Die verbreitete Idee des Multikulturalismus und die begleitende Politik spielen der Moslembruderschaft nach Meinung der Autoren direkt in die Hände. Ein Video, das von der schwedischen Regierung unterstützt wird, gibt einen Einblick in dieses Denken. Unter dem Titel „Etwas Neues. Das neue Land“ wird den Schweden mitgeteilt: „Schweden wir nie mehr das sein, was es war. Schweden muss ein sicherer Ort für Flüchtlinge sein… Es ist Zeit, zu realisieren, dass die neuen Schweden ihren Platz beanspruchen. Und sie bringen ihre eigene Kultur, Sprache und ihre Gewohnheiten mit. Es ist Zeit, anzuerkennen, dass das eine positive Kraft ist…Es ist Zeit, ein Land zu gestalten, dass stolz, inklusiv und nachhaltig ist. Ein Neues Land.“

Der letzte Satz wird den Zuschauern von einer jungen Frau mit Kopftuch präsentiert.

Es gibt eigentlich keinen Grund für die Hysterie der schwedischen Akademiker. Sie könnten ganz leicht die Fakten des Berichts überprüfen, in dem sie auf die Webseite der Islamic Association in Sweden (IFSI) gehen. Dort steht ganz klar, dass die IFIS ein Mitglied der Federation of Islamic Organisations in Europe (FIOE) ist, die wiederum als Dachverband für die Moslembruderschaft in ganz Europa allgemein bekannt ist.

In einem Interview mit dem Wall Street Journal im Jahr 2005, sagte der damalige Präsident der FIOE, Ahmet al-Rawi ganz klar: „Wir sind mit der Moslembruderschaft durch gemeinsame Standpunkte verknüpft. Wir pflegen eine enge freundschaftliche Beziehung.“

Wenn die protestierenden sogenannten Islam-Experten die Nachrichten aus dem Nahen Osten verfolgen würden, wüssten sie auch, das der ehemalige ägyptische Präsident  Muhammed Mursi der Vorsitzende der Moslembruderschafts-Partei Freiheit-und Gerechtigkeit war, und der Generalsekretär  der FIOE, Ayman Ali zu seinem Beraterstab gehörte.

Auch für britische Regierungs-Experten ist klar, dass „sich die Moslembruderschaft seit ihrer Gründung in verschlossenen Zellen organisiert. Diese heimliche, zentralistische und hierarchische Struktur hat bis heute überdauert“, stellten sie in einem Bericht im Dezember 2015 fest.

Diese undurchsichtige und geheime Form der Organisation stiftet Verwirrung und macht es den Behörden schwer gegen sie vorzugehen. Eine Taktik, die der ehemalige führende Kopf der Moslembruderschaft und des Islamischen Centers München Mohammed Akif in einem Interview im Jahr 2005 so beschrieb: “Wir haben keine internationale Organisation. Unsere Organisation besteht aus unseren gemeinsamen Vorstellungen. Wir sind in jedem Land präsent. In jedem Land gibt es Moslems, die die Ziele der Moslembruderschaft teilen. In Frankreich gehört die Union of Organization (UOIF) zum Beispiel nicht zu der Organisation. Sie folgen ihren eigenen Gesetzen und Regeln. Es gibt viele Organisationen, die nicht direkt zur Bruderschaft gehören. Zum Beispiel Shaykh al-Qaradawi, er gehört nicht zur Bruderschaft, folgt aber ihren Regeln.“

Solche Organisationen arbeiten nicht mit Mitgliedsausweis und jährlicher Spendenquittung, um die westlichen Gesellschaften zu unterwandern und sie nach ihrem islamischen Weltbild zu formen.

Auch wenn ihr ägyptischer Ableger immer wieder betont, friedfertig zu sein, sprechen die mörderischen Aktionen z.B. der Hamas eine deutlich andere Sprache.

Die schwedische Gesellschaft wäre gut beraten, den Bericht extrem ernst zu nehmen und ihn nicht einfach zu verwerfen. Das erklärte Ziel der Moslembruderschaft ist einen islamischen Staat zu errichten, ein Kalifat unter den Regeln der Scharia und das, wenn nötig mit Hilfe des Dschihad.

Aus der Moslembruderschaft sind bisher unzählige Terrororganisationen hervorgegangen, u.a  al Qaida und der IS.

Eine Nachricht, die im März die schwedischen Tageszeitungen beherrschte, war die Rückkehr von 150 IS-Kämpfern nach Schweden. Ein schwedischer Minister hatte gleich den passenden Vorschlag. Wenn es nach ihm geht, sollen sie nach ihrem mörderischen Ausflug nun wieder in die „schwedische Gesellschaft integriert werden“.

Die Schweden sollten gut auf den wachsenden Einfluss der extremistischen Gruppen wie den Moslembrüdern achtgeben, sonst könnte das Ergebnis langfristig eines sein, dass vielen Schweden nicht gefallen wird.

https://www.gatestoneinstitute.org/10135/muslim-brotherhood-sweden

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