Techno-DJ auf der Flucht, weil er aus „Allahu akbar“ einen Song gemixt hat!

Foto: Anthony Mooney/ Shutterstock

Ein britischer in Berlin lebender Techno-DJ ist auf der Flucht vor den tunesischen Behörden. Sein Vergehen: Er hatte am vergangenen Wochenende in einem Nachtclub beim Orbit Musikfestival aufgelegt und in seinem Mix den muslimischen Gebetsruf verwendet. Daraufhin brauchte ein Sturm der religiösen Empörung die Behörden in Gang. Sie ermitteln gegen den in London geborenen DX J nun wegen „Verstoß gegen die gute Moral und wegen öffentlicher Schandtat gegen die Sittsamkeit“.

Ein Sprecher der örtlichen Strafverfolgungsbehörde bestätigte, dass DX J am Wochenende aus Tunesien geflohen ist und sagte, dass die Behörden ihn als „Flüchtigen“ betrachten, wenn er sich nicht umgehend bei ihnen zur Vernehmung einfindet.

Ausser ihm sind auch der Clubmanager und ein Organisator des Festivals angeklagt.

Der Club in der nordöstlichen Stadt Nabeul wurde auf unbestimmte Zeit geschlossen, nachdem bekannt wurde, dass die Feiernden nach dem Remix mit dem islamischen Gebetsruf getanzt hatten.

„Wir werden keine Attacken gegen religiöse und heilige Gefühle erlauben”, drohte der Bürgermeister Mnaouar Ouertani.

Die Organisatoren des Orbit Festivals üben sich derweil in Schadensbegrenzung. „DX J ist Engländer und hat den Track schon überall in Europa gespielt. Ihm war nicht klar, dass er damit in einem muslimischen Land so einen Aufruhr verursachen könnte. Das Festival war für uns eine Möglichkeit zu zeigen, dass wir jungen Tunesier das Leben lieben und durstig nach Freude sind. Und das wir in einem Land leben, mit wenig Terrorbedrohung“, posteten sie auf Facebook.

Auch DX J entschuldigte sich. Es sei nie seine Absicht gewesen, mit seiner Musik jemanden anzugreifen oder zu verletzen.

http://www.express.co.uk/news/world/788409/British-DJ-on-the-run-playing-Muslim-call-prayer-dace-remix-tunisia

Foto:  Anthony Mooney/ Shutterstock

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