Ich bin der Hass!

Berichtet unkritisch: FAZ (Foto: Collage)
Häßlich, ich bin so häßlich, so gräßlich häßlich:
Ich bin der Haß!
Hassen, ganz häßlich hassen, ich kann's nicht lassen:
Ich bin der Haß! (D.Ö.F. "Codo"

Deutschland mutiert immer mehr dank unserer Regierung zu einer geschlossenen Heilanstalt, in der die Gesinnungswächter die eigentlichen Irren sind.

Thomas Böhm

Hierzulande werden Schlächter und Schänder, so sie denn nicht deutscher Herkunft sind, regelmäßig als psychisch gestört kategorisiert, damit sie mit der ganzen Milde des Gesetzes behandelt werden können, während emotionalisierte Menschen, so sie denn deutscher Herkunft sind, kriminalisiert werden dürfen, wenn sie ihre Wut und Ihre Verzweiflung mit bösen Wörtern untermauern.

Wir lesen:

Hass hat immer mit Leid zu tun; sowohl bei dem, der Hass empfindet als auch bei dem, der ihm zum Opfer fällt.

Die existenzielle Grundlage des Hasses ist das Ausgeliefert­sein des Menschen und seine Fähigkeit, das Ausgeliefert­sein zu erkennen. Der Mensch lebt grundsätzlich im Bewusstsein der Verletzbarkeit und des potenziellen Untergangs. Da Wohlbefinden nur schwerlich zu erreichen ist, wenn man sich einer Bedrohung ausgesetzt sieht, hat die menschliche Psyche eine Vielzahl von Mechanismen entwickelt, um faktische Bedrohung entweder abzuwenden oder um das Wissen um die Bedrohung aus dem Bewusstsein herauszuhalten.

Ich bin ausgeliefert heißt: Die Einflüsse, die mich treffen, entmachten mich. Sie sind zum Vorteil anderer und zu meinem Schaden.

Wird eine Bedrohung, die man nicht beseitigen kann, als geringfügig erlebt, genügt es meist, das Wissen darum zu verdrängen…

http://www.seele-und-gesundheit.de/exis/hass.html

Der „nordeutschkoreanische“ Justizminister Heiko Maas will nun mit der ganzen Härte des Gesetzes gegen diese so genannten Hasskommentare in den sozialen Netzwerken vorgehen und so den widerspenstigen Bürgern, den hier und da der passende Umgangston abhanden gekommen ist, das Herz herausreißen. Sein Plan ist so perfide, wie durchsichtig. Mit hohen Strafandrohungen will er Facebook & Co so unter Druck setzen, dass den Betreibern nichts anderes übrig bleibt, als im vorauseilendem Gehorsam alles zu löschen, was irgendwie verdächtig klingt und nicht mit Liebe geschrieben wurde.

Da diese Löscharbeit „menschlich“ unmöglich ist, weil man bei diesen vielen Millionen Kommentaren, die Tag für Tag durch die sozialen Netzwerke huschen ungefähr hunderttausend „Controler“ benötigt, sollen das Maschinen machen.

Diese aber können überhaupt nicht entscheiden, wann Hass beginnt oder aufhört, was Satire ist und wer wie wann jemand nur zitiert, mal davon abgesehen, dass hassen keine Straftat ist.

Gehen wir doch einfach mal davon aus, dass ein gewisser Carl Hass aus Groß Flottbek ein Facebook-Profil einrichtet und Kommentare abgibt. Das wären dann natürlich Hass-Kommentare, die die Maschine auch als solche löschen würde, auch dann, wenn der liebe Carl seiner lieben Carla alles Gute zum Muttertag wünschen würde…

Es geht hier also in Wirklichkeit darum, die Meinungsfreiheit kaputt zu machen – nordkoreanische Verhältnisse eben.

Das Widerliche an dieser Angelegenheit ist, dass Herr Maas Unterstützung von den „Einstürzenden Mainstream-Medien“ erhält, wie zum Beispiel durch das welke Blatt „faz“: Maas‘ Zeilenknecht Reinhard Müller schreibt:

…Der betroffene Bürger wird es künftig hoffentlich leichter haben, sich gegen unsägliche Diffamierungen zur Wehr zu setzen – wie jener Flüchtling, der via Facebook zum Verbrecher gemacht wurde und vor Gericht scheiterte. Natürlich macht sich der Konzern die zahllosen Banalitäten und Beschimpfungen auf seinen Seiten nicht zu eigen. Aber er hat diesen globalen Marktplatz eröffnet und dadurch einen immensen Marktwert erzielt. Deshalb muss er auch für Missetaten geradestehen, die er auf diesem Forum duldet.

Mit freiwilligen Selbstverpflichtungen ist solchen Spielern nicht beizukommen. Da hilft es nur, daran zu erinnern, wer in jeder demokratischen, rechtlich gefassten Ordnung das Sagen hat. Und genau damit hat Facebook offenbar ein Problem. Doch wer von „Freunden“ lebt, der sollte schon den Menschenrechten verpflichtet sein.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/warum-das-gesetz-zu-hasskommentaren-im-netz-noetig-ist-14958748.html

Was für ein verlogenes Geschwätz. Müller will nur, das die unliebsame Konkurrenz, die Gegenöffentlichkeit, geschwächt, wenn nicht zerstört wird – damit er und seine Gesinnungsgenossen wieder die Alleinherrschaft über die Meinungen in Deutschland erlangen. Müller will nur, das Facebook & Co so paralysiert und für den freien Meinungsaustausch uninteressant werden, damit sich die Bürger wieder den Fake News Produzenten im Mainstreambereich zuwenden.

Aber wenn man schon dabei ist, sogenannte Hasskommentare zu löschen und die Urheber ins Gefängnis zu stecken, sollte man das Gesetz ausdehnen und auch Bösartigkeit gepaart mit Dummheit bestrafen.

Dann könnte man auch bei Herrn Müller und seinen Gesinnungsgenossen die Tastatursperre feststellen.

Auf „Tichys Einblick gibt Jens Spahn einen guten Kommentar ab:

Nun ist es also so weit. Der Bundesminister der Zensur ist dabei, die Verfassung außer Kraft zu setzen und den Rechtsstaat mit. Die Bundesregierung hat es abgesegnet. 270 Jahre nachdem Montesquieu (1748) die Grundzüge der Gewaltenteilung niederschrieb, soll es das nun also mit der europäischen Aufklärung gewesen sein. Der Rückfall in die Ständejustiz, der der Bürger hilf- und widerstandslos ausgeliefert ist, soll vollendet werden.

Unter dem Sprachmonster „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ will der Zensurminister in aller Eile die Gewaltenteilung zu Grabe tragen. Denn die Beurteilung dessen, was Recht und was Unrecht ist, liegt danach nicht mehr bei unabhängigen Gerichten, sondern bei Privatleuten, die nicht einmal über juristische Grundkenntnisse verfügen müssen. Es reicht völlig, alles das – und im Zweifel noch mehr – als löschenswert zu empfinden, was dem Zensurminister nicht gefällt. Und da der staatlich initiierte Privatzensor weder wissen kann, wie das Gesetz anzuwenden ist, noch eine Vorstellung davon haben kann, was dem Zensurminister nicht gefällt, wird angesichts einer 50-Millionen Euro Strafdrohung nun auf Teufel-komm-raus gelöscht werden. Damit bloß nichts übersehen wird, was dem Oberzensor Anlass geben könnte, die Sanktionierungskeule herauszuholen…

https://www.tichyseinblick.de/meinungen/netzdg-das-ende-von-meinungsfreiheit-und-rechtsstaat/

 

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