Jakob Augstein: Doppelmoral entlarvt den König der „Gutmenschen“

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Der Rechtskundige: Jakob Augstein (Foto: Flickr)

DU MUSST EIN SCHWEIN SEIN IN DIESER WELT

Freie Journalisten sind inzwischen fast nur noch Freiwild, Tagelöhner, Honorarsklaven. Wurden „die Freien“ schon in den früheren Jahren von der oft arroganten und zynischen Kaste der Arbeitsplatzbesitzer und deren Verlagsoberen gerne ausgenutzt, ausgebeutet und abgeschöpft, hat sich jetzt im Zeichen der großen Krise am Zeitschriftenmarkt die Situation für die Freiberufler noch weiter verschärft. Etliche Verlagshäuser, wie etwa der Berliner Tagesspiegel, haben jegliche Zusammenarbeit mit freien Journalisten komplett aufgekündigt – warum auch sollten die Verleger über die hausgemachte Krise, die Talfahrt des guten Journalismus und die fatalen Konsequenzen aus Mittelmaß und Politicial Correctness in ihren massenhaft austauschbar gewordenen Blättern kritisch nachdenken und wieder lesbare Zeitungen und Magazine herausbringen?! Es läßt es sich doch bei den Schwächsten der Schwachen so herrlich sparen, denen hilft schließlich kein Betriebsrat und so kann man sich beim Verprügeln der Schwächeren mal so richtig stark fühlen! In diese feisten Kreise gesellte sich nun auch noch Jakob Augstein – von Beruf Sohn. Sein Lieblingslied mit allen Strophen: „Du musst ein Schwein in dieser Welt“ von den Prinzen.

Von Jürgen Stark

JAKOB AUGSTEIN – SO HUMAN WIE EINST DIE DDR

Als Dauertestamentsvollstrecker in der Gesellschafterversammlung des Spiegel-Verlages vertritt Jakob Augstein allein den 24-Prozent-Anteil der Familie Augstein, geschätzter Wert: 160 Millionen Euro! Der leibliche Sohn von Martin Walser und Ziehsohn von Spiegel-Erfinder Rudolf Augstein hat also Geld wie Heu, mußte sich nirgends und niemals am Arbeitsmarkt durchsetzen und betreibt seine mitunter bizarre Rolle im bundesdeutschen Medienalltag quasi als Hobby und zur Befriedigung grenzenloser Eitelkeit und maßloser Besserwisserei. Der zum Teil heftig linksextrem orientierte Multimillionär ist das typische Zerrbild aus den heutigen postsozialistischen Zeiten, die ausgerechnet im Westen das Weltbild bei Meinungsführern vielfach deutlich prägen. Was Augstein durch den Kauf der Wochenzeitung „der Freitag“ (2008) jetzt auch selten klar demonstrierte: Linke Multimillionäre betrachten Menschen als benutzbares Spielzeug und sind selber eher asozial als wirklich sozial in einem humanen Sinne. Das linke Wolkenkuckucksheim der etablierten Wohltäter á la Augstein ist ein gewünschter Menschenzoo, der von elitären Bonzen bewacht und kontrolliert wird, in welchem die Untertanen sich für Wohltaten artig bedanken sollen und tatsächlich aber recht- und schutzlos werden. Das war im ganzen Ostblock so, das war in der DDR so, das ist auch beim superlinken Augstein so. Wer sich auf Augstein verläßt, der ist verlassen.

„Zwischen dem DJV und Freitag-Verleger Jakob Augstein ist ein Streit um den Umgang mit externen Autoren entbrannt. Hintergrund ist ein Gerichtsurteil zu einem Mafiaartikel, für dessen Kosten die Verfasserin selbst aufkommen muss. Die Gewerkschaft spricht von einer „Ohrfeige für alle Freien“, Augstein hält dem entgegen, Redaktionen seien keine „Rechtsschutzversicherung für mangelhafte Recherche“ – eine höchst problematische Aussage.“ meedia.de, 03.04.2017

WASSER PREDIGEN, SELBSTGERECHT SCHAMPUS SAUFEN

In einem bemerkenswerten Artikel führt das Branchenmagazin „meedia.de“ den arroganten Multimillionär Augstein als verantwortungslos agierenden Verleger jetzt vor. Redakteur Georg Altrogge zerstört somit die selbst gestrickte Aura vom linken Märchenprinzen, der Tag und Nacht für sein linkes Weltbild kämpft, um das Soziale überall zu hegen und zu pflegen. „Dass investigativ arbeitende Journalisten (auch jene, die in der Sache gute Gründe vorbringen) vor Gericht Schiffbruch erleiden können, ist bekannt. Ob und inwieweit man Petra Reski, deren journalistische Referenzen laut ihrer eigenen Homepage u.a. Texte für Geo, die NZZ oder Nido umfassen, zu dieser Spezies rechnet, ist eine andere Frage. Nicht jeder, der sich zur Mafia äußert, ist auch ein Experte, und nicht einmal jeder Experte ist presserechtlich ein wasserdichter Zeuge. Gerade weil die Unwägbarkeiten juristischer Klagen der potenziellen Gegenseite landläufig bekannt sind, trägt die Zeitung oder Zeitschrift, die Artikel freier Autoren oder Rechercheure in derart sensiblen Gemengelagen veröffentlicht, eine besondere Verantwortung. Augstein benennt diese, aber er bekennt sich nur halbherzig dazu, indem er einen Fehler ‚bedauert‘, der aber genau genommen mit dem Versagen der Autorin erklärt wird‘, so Altrogge. Der Autor des Beitrages  fragt sich weiterhin, ‚in welcher Welt der Erbe des Spiegel-Gründers lebt, wenn er darauf verweist, dass Reski zu Recht die Kosten für die Niederlage in einem Prozess privat tragen müsse, ‚weil sie ihre Vorwürfe nicht belegen konnte‘.* Nicht nur in diesem Beitrag sondern auch aus Journalistenverbänden kommt daher nun der massive Vorwurf einer unerträglichen verlegerischen Entgleisung, mit Zügen „verlegerischer Hybris und Selbstgerechtigkeit.“

„Vollends ins Schlingern gerät seine Argumentation, wenn er – wie gegenüber MEEDIA – zugleich erklärt: ‚Wenn wir Artikel von Autoren in der Zeitung drucken, müssen wir uns auf gewissenhafte Recherchen verlassen. Wenn es dennoch zu rechtlichen Problemen kommt, stehen wir selbstverständlich zu unseren Autoren.‘ Reski hingegen bescheinigt er, einen Klarnamen benutzt zu haben, obwohl sie von dem Rechtsrisiko gewusst habe – und begründet dies damit, dass die Autorin einen entsprechenden Gerichtsentscheid in ihrem Text für den Freitag explizit erwähnt habe. Der Umkehrschluss liegt nahe: Wenn dies so deutlich im Artikel vermerkt ist, wieso fällt es niemandem auf, der beim Freitag für die Qualitätskontrolle zugelieferter Stücke verantwortlich ist?“ meedia.de

DIE UNMORAL VON DER GESCHICHT‘

Vergessen wir mal diesen betrüblichen Medienalltag in welchem die Freiwildberufler nun für alles und die Verlage für nichts mehr zuständig sind. Schauen wir in diesem Zusammenhang doch noch einmal auf das linke Milieu von heute, im Kontrast zum eigenen Wirken und Wandeln. Denn man muss den Linken früherer Jahre noch zugute halten, dass sie in vergangenen Jahrzehnten, als die westliche Welt noch von “rechts“ dominiert wurde, moralisch oft am längeren Hebel saßen. Als die Feinde und Gegner noch McCarthy, Nixon oder Pinochet hießen, war es leicht darauf zu verweisen, dass rechte Saubermänner wahre Dreckskerle sein können, deren Posen selbstgerecht und voll inhumaner Überheblichkeit.

DER JUNGE AUGSTEIN IST EIN FEIGER SCHNÖSEL

Insofern gilt nun aber für Augsteins selbstgerechte Überheblichkeit die alte Volksweisheit: Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein – oder noch deutlicher formuliert: Augstein stolperte über seine eigenen Moralknüppel und fiel ins Massengrab irrlichternder Gutmenschen, die vor selbstbesoffener Bessermenschlichkeit durch die Winde der wahren Welt torkeln und inzwischen schon von leichten Lüftlein weggepustet werden. Jakob Augstein hat nun durch sein skandalöses und „herrenmenschliches“ Gebahren auch die alte Verlegerlegende Rudolf Augstein verraten und damit dessen und eben nicht nur das eigene Erbe bzw. Image beschmutzt. Der alte Augstein hatte jedenfalls noch Eier und hätte jeden Angriff auf einen Spiegel-Redakteur, egal ob fester oder freier Mitarbeiter, mit tieffliegenden verbalen Drohnen und donnernden hausjuristischen Salven abgewehrt, da hätten selbst ranghohe Juristen Deckung hinter ihren Aktenbergen gesucht und die weiße Fahne gehisst. Der junge Augstein hingegen ist ein feiger Schnösel. Ein reicher Spinner. Ein bigotter Heuchler. Schlimmer noch, er ist ein „lupenreiner Antisemit, eine antisemitische Dreckschleuder“, das meinte der Publizist Henryk M. Broder über ihn, aber das ist eine andere Geschichte. Es kommt jedenfalls viel zusammen, bei diesem linken Gutmenschen,wenn man an dessen Kragen kratzt. Denn der Moralkeulenapostel Augstein plädiert auch schon mal für Gewalt gegen andersdenkende Nichtlinke. Bilanz: Es wäre vielleicht doch besser gewesen, wenn der leibliche Vater Martin Walser die Erziehung dieses missratenen Bengels übernommen hätte.

http://meedia.de/2017/04/03/mafia-streit-mit-djv-wie-verleger-jakob-augstein-dem-freitag-und-sich-selbst-schadet/

https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_Augstein

Foto: Blaues Sofa/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

 

 

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