Dringend notwendig: Verstärkte Grenzkontrollen für Dänemark

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So kann man sich auch schützen (Foto Kodda/Shutterstock

Die dänischen Grenzen sind offen wie ein Sieb, auch wenn das Gegenteil behauptet wird. Immer weiter strömen illegale Migranten ins Land. Wo ist der politische Wille dies zu stoppen?

Laut einer Studie der Rockwool Foundation wird die Zahl der illegalen Migranten auf 18.000 Menschen geschätzt. Diese hohe Zahl stellt eine Überraschung dar.

Von Sarah Lund

In den nächsten Jahren, so befürchtet man, kann sie sogar stark ansteigen. Das kommt durch den wachsenden Zufluss von Migranten aus Afrika.

Die meisten dieser Migranten sind keine echten Flüchtlinge, sie kommen aus wirtschaftlichen Gründen, um bessere Lebensbedingungen zu haben. Wenn sie kein Asyl erhalten, versuchen viele illegal im Land zu leben. Und dies scheint ihnen in steigendem Maße zu gelingen.

Das staatliche dänische Fernsehen TV2 hat einen guten Bericht zur Situation der illegalen Migranten gesendet. Dabei kam heraus, dass illegale Migranten beispielsweise als unterbezahlte Arbeiter bei der Burger Kette McDonalds eingesetzt werden. Sie waren dort nicht angestellt sondern als freie Mitarbeiter tätig.

Die Dänische Volkspartei (DF), so wie andere, schlagen vor, Unternehmen zu schließen, wenn sie immer wieder illegale Arbeitskräfte einstellen. Aber Sanktionen alleine können dieses Problem nicht lösen, egal wie hoch die Strafen sind. Am wichtigsten ist es den Zufluss illegaler Migranten ins Land zu stoppen.

Aber gibt es eine politische Mehrheit, die dieses heiße Eisen anfassen will?

Fakt ist: Es gibt keine echte Kontrolle an den Grenzen. Die hohe Anzahl der illegalen Migranten zeigt deutlich, dass die dänische Grenze löchrig ist wie ein Sieb. In anderen Ländern mag es noch schlimmer sein, aber wenn man nach Dänemark will, dann ist es relativ einfach dort über die Grenze zu kommen und da zu bleiben.

Das Ergebnis sind große Parallelgesellschaften, die im Untergrund leben und immer weiter wachsen und ungeregelte Arbeitsverhältnisse in unzumutbaren Zuständen. Trotz dieser Enthüllungen von TV2 gibt es nur wenige Politiker, die den Menschen sagen, wie man dieses Problem lösen kann. Das Kernproblem ist, dass wir unsere Grenzen nicht richtig kontrollieren.

Jetzt gibt es eine temporäre Kontrolle der Grenzen, die mit der EU immer wieder verlängert werden muss. Die Kontrollen bewirken immerhin etwas, aber die Möglichkeiten, nach Dänemark zu gelangen und sich dort illegal niederzulassen, sind weiterhin groß.

Man kann die Grenze leicht überqueren an Stellen, an denen nicht kontrolliert wird und auch wenn es Kontrollen gibt, kann man diese leicht umgehen, in dem man kleine Umwege durchs Grün macht.

Der rasch wachsende Druck auf Europa, insbesondere aus Afrika gibt Grund zur Sorge, dass noch viel mehr Menschen diese Möglichkeiten nutzen werden, um nach Dänemark zu gelangen.

Kommentare von Politikern, oder der Polizei zum TV2 Bericht hat es bislang nur wenige gegeben. Sie sollten jedoch schnell Vorschläge unterbreiten, wie man die Grenzen besser schützen kann. Denn ohne wirksame Grenzkontrollen gibt es keine Chance, illegale Einwanderung zu bekämpfen. Im Gegenteil: In der Vergangenheit hat die dänische Polizei die Grenze sträflich vernachlässigt, sie erweckte den Eindruck, dass Grenzkontrollen ein Missbrauch ihrer Ressourcen darstellen würden.

Insbesondere der Präsident der Polizeigewerkschaft, Claus Oxfeldt, hat sich negativ über Grenzkontrollen ausgelassen, weil diese Ressourcen binden würde, die man an anderer Stelle benötige. Auch der ranghöchste dänische Polizist Jens Henrik Højbjerg hat gelinde gesagt keine Unterstützung für Grenzkontrollen geäußert.

Diese beiden Herren leben in der Vergangenheit, vor der großen Migrationswelle konnte man diese Denkweise vertreten. Polizei, Medien und einige Politiker versuchen immer noch den Endruck zu erwecken, dass an der Grenze jede Menge Ressourcen gebunden werden. Aber Fakt ist, dass nur sehr wenige Kräfte Grenzkontrollen durchführen und Fakt ist, dass man mehr braucht.

Die Politik schweigt. Im Moment ist der Zufluss der Asylsuchenden nach Dänemark gefallen, aber dies ist ein Effekt der Schließung der Balkanroute und des Türkeivertrags. Schon bald können wir eine weitere Einwanderungswelle, insbesondere aus Afrika erwarten mit einer großen Anzahl Illegaler.

Es werden mehr Polizisten an der Grenze nötig sein, man wird vielleicht an manchen Stellen Zäune benötigen und es wird bedeuten, dass die Bearbeitung der Asylanträge die Behörden an ihre Grenzen treiben wird. Aber: Menschen die kein Asyl erhalten, dürfen nicht ins Land kommen oder hier bleiben.

Die Grenzkontrollen sollten unauffällig aber strenger sein als heute. Andernfalls wird die Anzahl von 18.000 illegalen Migranten von denen wir heute sprechen, nur der Anfang einer wesentlich höheren Zahl sein. Wir warten auch dringend auf Äußerungen von Politikern, dass wir zu viele illegale Migranten im Land haben. Das Schweigen, das bis heute anhält, ist bezeichnend.

Quelle: Den Korte Avis http://denkorteavis.dk/2017/gransekontrol-skal-stoppe-illegal-indvandring/

Foto: Kodda/ Shutterstock

 

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