Islam und Christentum – Wem gehört hier was?

Im rbb wurde dem Islam in Deutschland mal wieder herzlich die Füße geküsst. Wir lesen:

Junge Islam Konferenz in Berlin: „Deutschland gehört uns allen!“

Gehört der Islam zur Bundesrepublik? Diese Frage spaltet Deutschland. Doch für die meisten jungen Moslems, die hier aufwachsen, ist die Antwort selbstverständlich: Ja! Bei der Jungen Islam Konferenz wurde am Wochenende in Berlin genau darüber diskutiert…

https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2017/03/jik-junge-islam-konferenz-berlin-dialog-muslime-deutschland.html

Mag ja sein, auch wir glauben an die Religionsfreiheit – überall auf der Welt und so haben wir den rbb-Text mal übersetzt, so dass ihn auch die Moslems verstehen:

Gehört das Christentum zum Iran? Diese Frage spaltet die islamische Republik. Doch für die meisten jungen Christen, die dort aufwachsen, ist die Antwort selbstverständlich: Ja! Bei der Jungen Christen Konferenz wurde am Wochenende in Teheran genau darüber diskutiert.

„Mein Opa hat die Saint Sarkis Orthodox Cathedral in Teheran mitgebaut“, sagt Erwin stolz. Der junge deutschstämmige Mann sitzt in einem Stuhlkreis mit einem Dutzend anderer in einem Seminarraum in Teheraner Zentrum. Ihre Namen tragen alle auf Stickern an der Brust: Jan, Hein, Klaas und Pit. Sie sind für die Junge Christen Konferenz (JCK) aus verschiedenen Regionen nach Teheran gekommen, um ein Wochenende lang gemeinsam zu diskutieren.

In diesem Workshop geht es um „Christ sein – Iraner sein“. Ist das ein Widerspruch? Für Erwin nicht. Und er ist zuversichtlich, dass das in Zukunft auch viele andere Iraner so sehen: „Ich glaube, es wird selbstverständlich sein, dass im Iran Christen leben. Man wird akzeptieren, dass wir einen Beitrag zur Gesellschaft leisten – und auch schon geleistet haben“, sagt er und denkt dabei nicht nur an seinen Großvater und Saint Sarkis Orthodox Cathedral. Sondern auch an die etwa 10.000 deutsch-iranischen Unternehmer, die es laut Schätzungen der Iranisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer allein in Teheran gibt.

„Der Iran gehört uns allen“, sagt Erwin und betont, wie wichtig es sei, sich nicht von Christengegnern in die Defensive drängen zu lassen. Eine repräsentative Umfrage hat im vergangenen Oktober ergeben, dass 70 Prozent der Iraner finden, das Christentum gehöre nicht zum Iran. Dabei leben viele junge Menschen mit christlichen Hintergrund im Iran.

Viele Teilnehmer der JIK sehen Multikulturalität als einen Vorteil, den Menschen mit Migrationshintergrund haben – etwa Hein, ein deutschstämmiger Medizinstudent aus Frankfurt am Main. „Ich kann mir das, was mir gefällt, aus beiden Kulturen herauspicken“, stimmt der deutschstämmige Klaas aus Sindelfingen in Baden-Württemberg ihm zu. Teilnehmer Pit hofft, man werde in 20 oder 30 Jahren darüber lachen, dass man über die Vereinbarkeit von deutsch und moslemisch sein überhaupt diskutiert hat. Und die kopftuchbedeckte Soraya – eine der vielen Teilnehmerinnen ohne deutschen Migrationshintergrund – bereut etwa, dass sie nicht zweisprachig aufgewachsen ist.

Das Original finden Sie hier:

https://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2017/03/jik-junge-islam-konferenz-berlin-dialog-muslime-deutschland.html

Foto: Pixabay/ CC0 Public Domain

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