Jürgen Stark: Scham und Scharia in Köpenick: Aktbilder verboten!

Deutscher Übereifer ist weltbekannt. Was die Deutschen machen, das machen sie gründlich. Auf der Tagesordnung jetzt: Die schrittweise Einführung des Islam und seiner Moralvorstellungen in der deutschen Gesellschaft. Tatort: Köpenick, Berlin. Bilanz vorab: Totalschaden der Zivilgesellschaft, Unterwerfung statt Verteidigung der Freiheit. Prognose: Rette sich wer kann – eine Demokratie, die von solchen Demokraten, wie im Rathaus Köpenick repräsentiert wird, braucht keine Feinde mehr, sie schafft sich selbst ab.

Von Jürgen Stark

„Einmal im Jahr stellt die „Gesellschaft für Fotografie“ Hunderte Fotos im Rathaus Köpenick aus. Doch in diesem Jahr nicht, das Tischtuch zwischen Bezirksamt und Künstlern ist zerschnitten. Aus ein paar nackten Frauen hat das Rathaus wieder einen so umständlichen Akt gemacht, dass die peinliche Posse inzwischen jeden in Berlin interessiert. Und amüsiert. Wie jedes Mal hatte die Ausstellung im Vorfeld für Wirbel gesorgt, weil unter den zahlreichen Fotos ein paar Nackedeis hängen. Im vergangenen Jahr wurden die betroffenen Bilder schon abgehängt. Muslimische Mitbürger hätten sich beschwert, hieß es als Begründung. Dann kam heraus: Die Begründung war erfunden.“

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Was die Berliner Zeitung zu den Vorfällen im altehrwürdigen Berliner Stadtteil Köpenick süffisant kommentiert, hat es in sich. Denn hier geht es um weitaus mehr als um eine x-beliebige Provinzposse. Mit Verwunderung und Wut mußten freiheitsliebende und weltoffene Bürger dieses Landes in jüngster Vergangenheit mehrfach zur Kenntnis nehmen, wie sich unsere Politik und diverse gesellschaftliche Akteure mit freiwilligem Gehorsam und vorbeugendem Duckmäusertum der bizarren, rückständigen und frauenfeindlichen Gesinnung aus einst fernstem Orient anbiedern. Verhüllte Skulpturen, aus Ausstellungen oder bei Theateraufführungen entfernte Bildnisse des Propheten Mohammed, jüngst dann sogar Feministinnen in Schweden, den USA und hierzulande bei den GrünInnen mit Kopftuch vor Mullahs und bei Demonstrationen – die von den „lefties“ munitionierte Unterwerfung unter den Islam scheint keine Grenzen mehr zu kennen.

Doch im dunkelroten Berlin muss man inzwischen ohnehin auf einiges gefasst sein, wenn dort doch schon der regierende Bürgermeister Müller den Opfer eines islamischen Terroranschlags Seit an Seit mit Judenhassern, Scharia-Befürwortern und Zivilgesellschaftsunterwanderern gedenkt. Insofern kann einen diese Unterwerfungsbesoffenheit der Gutesten der Gutmenschen, in ihrem Wettbewerb die Allergutesten der Welt zu werden, nur noch anekeln, denn es ist der blanke Verrat an den Wertvorstellungen unseren humanistischen Erbes und des Zeitalters der Aufklärung was sich vor unseren Augen ereignet. Hier hat nun in Köpenick kein durchgeknalltes Mitglied der Piratenpartei oder eine Pudelmütze der Jusos Aktfotografien aus dem Rathaus verbannt, hier schlug in peinlichster und drakonischer Manier ausgerechnet die Bezirksstadträtin Cornelia Flader zu – und die ist Mitglied der CDU! Ein selten klares Beispiel, wohin die CDU unter Angela Merkel inzwischen hingedriftet ist: Weg von Bürgerrechten und Freizügigkeit, hinein in einen unterwürfigen Neomuff aus Spießigkeit, verschrobener Intoleranz und eindeutiger Aufgabe unserer Freizügigkeit und unseres westlichen Lebensstils.

Um erneut ästhetisch schöne und attraktive Aktfotografien, die nur ein dümmlicher Moralapostel nicht als künstlerisch wertvoll einstufen kann, zu verhindern, wurden nun nicht einmal mehr direkt die Muslime und deren ständig zitiertes „Empfinden“ beschworen. Jetzt griff diese CDU-Flader doch gleich selbst zur Waffe, ergriff Partei und gab sich als rhetorisches Rollkommando der muselmanischen Sexualmoral: „Gewaltdarstellungen und Schockwerbung“ wurde den Nackedeis angehängt – es hätte eigentlich auch noch eine Fatwa gegen die Künstler folgen können, wen würde das noch wundern?!

In einem Land, in welchem kaum noch ein Mensch in die Kirche geht, kommen solche Anwürfe gegen eine freie Darstellung menschlicher Körper, schon seit Jahrzehnten nicht mehr von der Kanzel. Es gibt außer dem „Islam, der zu Deutschland gehört“, wie es Angela Merkel dem Land vorgegeben hat, kaum noch Widerstände gegen moderne Freizügigkeit – die vorauseilende Unterwerfung, begleitet von Beschimpfungen der Künstler, ist aber ein neuer Eskalationsschritt gegen unsere Freiheit. Die Ursache zeigt Wirkung. Insofern ist die Leichtigkeit des Tonfalls im Artikel der Berliner Zeitung auch etwas zu locker, denn hier wurden Verbot und Beschimpfungen glatt durchgezogen und die Stadträtin wurde nicht aus der Stadt gejagt sondern hat ihren Job immer noch. Nur die Künstler und die „Gesellschaft für Fotografie“ geben keine Ruhe und schimpfen zurück: „Lüge, Beleidigung und Diffamierung“. Gut so. Schade nur, dass so etwas keine Massendemonstrationen hervorruft, Widerstand wäre das Gebot der Stunde.

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/koepenick-der-streit-um-die-aktbilder-im-rathaus-eskaliert-26139784

 

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