Grüne – Im hohen Bogen aus der Tür in den Staub der Straße

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So soll die AfD platt gemacht werden (Foto: Collage)

Eines hat sich im Saarland bewiesen:Letztendlich ist doch nichts, wie es scheint.

Von Holm Teichert

Die AfD ist nämlich noch lange nicht als Volkspartei beim Volk angekommen. Die SPD sitzt, trotz des millionenschweren Lokführers Schulz, weiter im Zug nach Nirgendwo. Klar ist nur, dass der Endbahnhof alles andere als das Volk ist. Und die CDU kassiert sich mal wieder an den Stimmen derer reich, die mit ihrer Stimme ein rotrotgrün verhindern wollten oder einfach nicht mehr wussten, wohin mit sich und ihren Sorgen.
Der Schulzeffekt hat sich nicht in den Wahlergebnissen niedergeschlagen. Er entzauberte sich tatsächlich als das, was wir Denkenden von Anfang an dahinter sahen: Eine gigantische Propagandablase, gemeinsam losgetreten von SPD und den SPD-eigenen Medien. (Es gibt nicht mehr viele Blätter, die nicht wenigstens prozentual zur SPD-Medienholding gehören.)
Das Ziel hinter dem künstlichen und mediengesteuerten Hype um Schulz ist mit wenigen Worten erklärt: Es war der letzte Versuch der Altparteien, die merkelmüden Wähler davon abzuhalten, zur AfD zu wechseln und sie stattdessen davon zu überzeugen, dass, wenn schon nicht Merkel, dann immer noch der Supermessias Schulz als Alternative vorhanden ist.
Im Saarland hat genau dieser Plan B mit Schulz schon mal nicht funktioniert. Die SPD hat, wenn auch nur marginal, an Stimmen verloren. Das tut aber besonders weh, wenn die Genossen so sehr vom selbstinszenierten Hype um den kleinen Malocher aus Würselen überzeugt waren, dass sie sich heimlich schon mal mit Linken und Grünen trafen, um schon im Vorfeld eine SPD-Grüne oder eine rotrotgrüne Koalition auszuloten. Doch nach wie vor gilt auch für eine Volkspartei ohne Volk, dass, bevor man einen Hasenbraten verspricht, man den Hasen erst mal gefangen haben sollte.
Die Grünen haben nach MCPomm nun auch das Saarland verloren.
Auch hier waren die Stimmverluste nur genauso marginal wie beim großen Waffenbruder und Kampfgefährten SPD. Es reichte aber aus, sie endlich aus dem Landtag zu werfen, wie freche Lumpen aus einer schäbigen Kneipe. Im hohen Bogen aus der Tür in den Staub der Straße. Die Grünen verschwinden mit jedem Tag ein bisschen mehr. Und das finden wir alle fantastisch.
Es lässt sich eben schwer mit Parolen und inhaltsleeren Ideen kämpfen, wenn selbst diese abgehalfterten grünen Ideologien von der GrökaZ Merkel geklaut wurden. Wie ein Vampir seinem Opfer das Blut aussaugt, sog Merkel den Grünen die Themen aus dem Parteiprogramm und ließ sie als tote, schlappe und leere Hülle zurück. Da kann es für uns nur ein schwacher Trost sein, dass unbrauchbare Klimaideen nicht besser werden, wenn sie plötzlich von Mutti, statt von Göring-Eckardt ins Volk geworfen werden.
Die Linken, ok. Sie sind, und daran kann man leider nichts schön reden, im Saarland besonders gut aufgehoben. Und das nicht nur wegen Honnecker und Heiko Maas. Als Zugpferde wurde hier der alte Märchenopa mit seiner bildhübschen und blutjungen Enkelin, entschuldigung, ich meinte natürlich Ehefrau, ins Rennen geschickt. Doch die AfD-Wähler verhinderten hier Schlimmeres. Und so konnten auch Wagenknecht und Lafontaine das Ruder der Linken nicht in Richtung Sieg rumreißen.
Jetzt bleibt uns nur noch auf die „jämmerlichen“ 6% der AfD zu blicken. Es ist nicht beruhigend, zu wissen, dass es noch nie eine Partei vor der AfD schaffte, aus dem Stand, also zum ersten Wahlantritt überhaupt, mit 6% ins Parlament einzuziehen. Es hätten nach früheren Hochrechnungen aber durchaus auch 12 bis 16% sein können.
Wenn, ja, wenn da das Wörtchen „wenn“ nicht wäre. Und der unseelige Richtungsstreit innerhalb der Saarländer AfD.
Also, merken wir uns endlich den Satz des führenden deutschen Kommunisten Thälmanns: „Nur Einigkeit macht uns stark!“
Und wenn die AfD es jetzt, selbst jetzt, nicht schafft, endlich Ruhe und Einigkeit nach außen zu demonstrieren und sich auf die Arbeit, statt die Verteilung von Pöstchen, oder Quelereien darüber, wer was gesagt hat, zu konzentrieren, dann werden auch alle anderen 15% – Umfragen bei einem Ergebnis enden, was glücklich machen kann, wenn man überhaupt den Einzug schafft.
Also, blicken wir nach vorne. Es war kein Jubelergebnis, es war aber genau so wenig eine Niederlage. Deutschlands Zukunft hat im Saarland nicht gewonnen. Sie ist aber doch ein Stück weit stärker geworden. Wegen gerade einmal 6% der Wählerstimmen.
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