Geldwäsche: Sind Brautläden die neuen Wettbüros?

BILD, bekanntlich das Sturmgeschütz des investigativen Journalismus, hat sich in  Duisburg-Marxloh umgesehen und erschreckendes Festgestellt: „51 Brautläden, aber keine katholischen Hochzeiten mehr“!

Von David Wagner

Ach was, echt jetzt? Gott hat Marxloh verlassen? Ist ja nicht zu glauben!
Aber mal wieder im Ernst: 51 Brautläden also. Hm. Ich habe das mal runtergerechnet: Auf 12 Frauen im für Türkinnen heiratsfähigem Alter (also 16 bis 21) kommt EIN Brautladen.
SO funktioniert freie Marktwirtschaft! Obwohl, nee, eigentlich nicht. Gut, wenn die 12 Frauen jeden Tag heiraten würden, dann könnte sich so ein Brautmodeladen rechnen. Aber ansonsten? Nö.

Es ist auch nicht davon auszugehen, dass sich tausende türkische Touristinnen in Marxloh verirren, um die 51 Brautmodeläden zu stürmen, wie früher die Grabbeltische bei C&A im Sommerschlussverkauf. Nein, meine Lieben: Diese Läden riechen für mich nach Wäsche, aber nicht nach weißen Spitzenunterhöschen usw., eher nach Geldwäsche. Gar nicht mal so blöd, so ein Brautladen ist natürlich viel unauffälliger, als die Shisha-Bars und Wettbüros, in denen die üblichen Verdächtigen ihr halbes Leben verbringen.
Aber gut, vielleicht täusche ich mich auch und es gibt für die 51 Brautläden für 625 Frauen eine ganz logische Erklärung. Doch auch nach langem Grübeln fällt mir keine ein.
Aber vielleicht Ihnen, liebe Leser.

http://www.bild.de/bild-plus/news/inland/armut/bild-in-deutschlands-beruehmtesten-problemviertel-51032226,view=conversionToLogin.bild.html

Foto: Pixabay/ CC0 Public Domain

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