Dänemark: Keine finanzielle staatliche Unterstützung für Niqab-Trägerinnen mehr

Die muslimischen Frauen in Dänemark erhalten in diesen Tagen eine deutliche Botschaft der dänischen Regierung: Wenn ihr euch weigert, einen Job anzunehmen, wo ihr keine Burka oder Niqab tragen könnt, dann wird es keine Sozialhilfe mehr geben.

Dabei bezieht sich die dänische Regierung auf ein Urteil des EUGH vom 14. März, das besagt, dass es erlaubt sei, den Hijab am Arbeitsplatz zu verbieten.

Nun können sich muslimische Frauen nicht mehr weigern, eine Arbeitsstelle anzunehmen und als Grund ihre Religion anführen. Wenn es die Arbeit erfordert, dass sie dort keinen Niqab, oder ein ähnliches Bekleidungsstück anziehen können, dann wird ihre Weigerung finanzielle Konsequenzen haben.

„In diesem Fall muss die Person sanktioniert werden. Die Strafe sähe dann so aus, dass für einen Zeitraum die Sozialhilfe reduziert oder gestrichen wird. Religiöse, kulturelle oder moralische Gründe sind generell kein angemessener Grund, um sich von der Pflicht sich für Arbeit zur Verfügung zu stellen, zu befreien,“ so Arbeitsminister Troels Lund Poulsen.

Zwei große dänische Kommunen haben Frauen schon mit dem Entzug der finanziellen Hilfe bestraft, weil sie keine Jobs annehmen wollten und als Grund ihre islamische Kleidung nannten, so die Internetzeitung Korte Avis.

Troels Lund Poulsen will nun einen Brief an alle Bürgermeister des Landes schicken, um sie über die neuen Richtlinien zu informieren.

„Ich möchte auch hervorheben, dass das neueste Urteil des EUGH vom 14. März 2017, das unter anderem ein Verbot des islamischen Kopftuchs fordert, das Resultat aus einer internen Vorschrift eines privaten Unternehmens ist, das ihren Mitarbeitern verbietet, sichtbar politische, philosophische oder religiöse Symbole am Arbeitsplatz zu tragen und dass dies keine direkte Diskriminierung aufgrund von Religion oder Glauben darstellt.“

Die einwanderungskritische Dänische Volkspartei begrüßt diese Entwicklung.

„Für den Moment stellt uns diese Antwort zufrieden. Wir haben diese Frage aufgeworfen, weil wir Klarheit für Unternehmen, sowie für Sachbearbeiter vor Ort schaffen wollten. Die Burka und das islamische Kopftuch sind Ausdruck einer Ideologie, die die Menschen in rein und unrein unterteilt, dem stehen wir in der Dänischen Volkspartei strengstens entgegen. Auch den Unternehmen sollte dies möglich sein. Es ist wichtig, dass wir in der dänischen Gesellschaft das Recht haben ’nein‘ zu islamistischen Tendenzen zu sagen,“ so Martin Henriksen von DF:

Quelle: speisa.com http://speisa.com/modules/articles/index.php/item.3858/denmark-stops-contributions-to-women-who-prefer-burqa-or-niqab-over-job.html

Symbolfoto: Leif Harboe/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/

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