Deutsche Knackis am Limit: Pulverfass statt Einzelzelle

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Für 10 Euro in den Knast? Foto: Fotolia/ Felix Pergande

Ob Mörder, Bankräuber, Steuerbetrüger oder Kinderschänder: Der deutsche Knacki wird langsam sauer – richtig sauer! Seine Zelle ist auch nicht mehr, was sie mal war.

Eigentlich habe jeder Strafgefangene einen „Rechtsanspruch“ auf eine Einzelzelle, barmten sich gestern abend die „tagesthemen“. Doch vielerorts, wie in der JVA Freiburg, sehe die Wirklichkeit anders aus: Zwei, oft auch drei Häftlinge in einer Zelle, manchmal sogar im Duschraum. Die Gefängnisse seien „am Limit“ – der deutsche Strafvollzug „ein Pulverfass“: Schlägereien, versuchter Totschlag, Drogen, Vergewaltigungen – jeder Schließer könnte wohl ein Lied davon singen.

Von Harry Haller

Ganze zweieinhalb Minuten schwurbelte der Knast-Report aus Freiburg um den heißen Brei herum: alternde Gesellschaft, rückläufige Kriminalität seit 2007 „auch aus demografischen Gründen.“ ABER: „In den vergangenen Monaten steigen die Zahlen plötzlich wieder an. Warum?“

JA, WARUM WOHL?

Weiter im Schwurbel-Report: Der Freiburger Anstaltsleiter Michael Völkel versucht eine zaghafte Erklärung: “Es hängt auch damit zusammen, dass es ein gewisses  Klientel, eine gewisse  Bevölkerung gibt, gewisse ausländische Zuzügler, die vorher nicht da waren“ (im Gegensatz zu denen, die schon immer hier leben). Tja, „und die werden dann wieder zu einem gewissen  Prozentsatz straffällig“, so der Freiburger Chef-Schließer.

Dann, nach geschlagenen drei Minuten (öffentlich-rechtliche Wunder dauern etwas länger), darf der baden-württembergische Justizminister Guido Wolf (CDU) doch noch die Katze aus dem Sack lassen: „Natürlich hat auch die Flüchtlingswelle ihre Auswirkungen, die jetzt in den Gefängnissen ankommen. Wir verzeichnen eine hohe (hört, hört!) Kriminalität bei Flüchtlingen (repeat: Flüchtlingen!) aus den Maghreb-Staaten Algerien, Marokko, Tunesien.“

Ganz so hoch natürlich auch wieder nicht. Laut ARD stieg die Zahl der ausländischen Knackis in den letzten Jahren –vor allem wegen der Einbrecher-Banden aus Osteuropa (!) – gerade mal um knapp 200 auf 14.195 an.

Laut Statistischem Bundesamt sind von den rund 65.700 Inhaftierten in Deutschland ein Drittel Ausländer – also rund 20 000!

Für Nachschub dürfte gesorgt sein: Wie aus der soeben veröffentlichten Kriminalstatistik für Baden-Württemberg hervorgeht,  haben sich die Straftaten von Ausländern 2016 vervielfacht.

Jetzt wird der biodeutsche Knacki aber richtig stinkig!

(https://im.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-im/intern/dateien/pdf/20170316_Anlage_zur_LPK_2016.pdf)

 

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