DER SÜDDEUTSCHE BEOBACHTER BERICHTET

Bei einem Terrorangriff in London wurden fünf Personen getötet, fünfzig weitere verletzt. Der süddeutsche Beobachter berichtet.

http://www.sueddeutsche.de/politik/westminster-londoner-polizei-ermittelt-im-umfeld-des-attentaeters-1.3432719

Von Max Erdinger

Zitat: „Londoner Polizei ermittelt im Umfeld des Attentäters.“ – Zitatende.

Dumme Polizei. Meinereiner hätte mit seinen Ermittlungen bei der Royal Family angefangen.

Zitat: „Scotland Yard erklärt, dass sie die Identität des Angreifers kenne. Er soll allein gehandelt haben.“ – Zitatende.

„Yard“, Süddeutsche, heißt „der Hof“. Folglich kennt „er“ die Identität des Angreifers. Wir wollen es mal mit unserer feministisch inspirierten Weibsenveneration nicht übertreiben. Und wenn schon Übertreibung, dann bitte auch „sie“ für den Täter, welche allein gehandelt haben soll. Wieso eigentlich „soll“? Wurden noch andere TäterInnen beim Handeln beobachtet?

Zitat: „Nach dem Anschlag mit mindestens 5 Toten und etwa 40 Verletzten am britischen Parlament in London laufen die Ermittlungen zum Motiv des Attentäters auf Hochtouren. Der Täter hatte zunächst Menschen auf der Westminster-Brücke nahe dem Parlament mit einem Auto umgefahren. Anschließend verletzte er einen Polizisten mit einem Messer tödlich, bevor er selbst erschossen wurde.“ – Zitatende.
Man sieht es förmlich vor dem inneren Auge, wie selbst die Schädel der Klügsten bei Scotland Yard vor lauter Anstrengung bei der Suche nach dem Motiv auf Hochtouren qualmen. So ein Motiv ist aber auch schwer zu ermitteln, vor allem, wenn zur Beschreibung der Tatbegehung Wörter verwendet werden müssen, die man in solchen Zusammenhängen noch nie gehört hat: Auto, Personen, umfahren, Messer, Hackbar ….

Zitat: „“Wir gehen davon aus, dass er vom internationalen Terrorismus inspiriert wurde.“ – Zitatende.

„Spirit“ – der Geist. „Inspiriert“ – begeistigt. Meinereiner geht, ohne daß ihm deswegen der Schädel qualmt, eher davon aus, daß der Täter nicht vom Geiste beseelt gewesen sein kann. Ganz im Gegenteil: Der Täter muß „despiriert“ gewesen sein.

Zitat: „Hunderte Ermittler seien im Einsatz, die sich auf das Motiv, die Vorbereitungen und mögliche Komplizen des Mannes fokussierten.“ – Zitatende.

Wie jetzt? Ich dachte, die Scotland Yard hätte bereits gesagt, daß es sich um einen Einzeltäter handelt.  Und jetzt fokussieren sich trotzdem Hunderte auf das Motiv, die Vorbereitung und mögliche Komplizen? – Fleißig, fleißig. Fokussierung ist gut. Hoffentlich werden sie nicht abgelenkt. Die Vorbereitungen könnten übrigens mit dem Ergreifen eines Zündschlüssels und dem Gang zu einem schlüsselkompatiblen Fahrzeug bereits erschöpfend erklärt sein. Ziemlich scheußliche Vorstellung, oder? Und was die möglichen Komplizen angeht, die kein Mensch beobachtet hat: Da würde ich mich, wie immer, erst einmal bei der Royal Family umsehen. Allerdings: Als meine Großmutter einmal das große Werbeschild auf dem ALDI-Parkplatz angefahren hatte, fand man ihre gesamte Komplizenschaft im Altersheim. Jeder wollte, daß ihm meine Großmutter vom ALDI etwas mitbringen soll. Wem hätte der Täter von London wohl ein paar Tote mitbringen wollen können? Ich sage es „ihr“ (Scotland Yard) auf den Kopf zu: Es ist die Royal Family! In irgendwelchen Moscheen brauchst du gar nicht erst nachzuschauen.

Zitat: „Der Terrorismusexperte Peter Neumann vom Londoner King’s College hält einen Anschlag mit islamistischem Hintergrund für wahrscheinlich: „Das ist genau die Art von Anschlag, die der IS promotet und anstiften will“, so Neumann. Ob eine Verbindung zur Terrormiliz IS tatsächlich gegeben sei, bleibe aber abzuwarten.“ – Zitatende.

Es ist ein großes Unglück für den internationalen Terrorismus, daß wir Experten haben, die hinterher immer ganz genau erklären können, wie die Wahrscheinlichkeit  ist. Ohne Experten würden wir auf ewig im Dunkeln tappen, was die Erforschung von Motiven und Verbindungen angeht.

Zitat: „Bundeskanzlerin Angela Merkel telefonierte am späten Abend mit der britischen Premierministerin Theresa May und sprach ihr und allen Briten ihre Anteilnahme aus, wie Regierungssprecher Steffen Seibert per Twitter mitteilte. Gleich nach dem Anschlag hatte Merkel erklärt, dass Deutschland im Kampf gegen jede Form von Terrorismus „fest und entschlossen an der Seite Großbritanniens“ stehe. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte: „In diesen Stunden sind wir Deutsche dem britischen Volk in besonderer Weise verbunden.“ – Zitatende.

Heile, heile Segen, drei Tage Regen, drei Tage Sonnenschein, schon wird´s wieder besser sein. Die Welt wäre ein trostloser Ort ohne Merkel und Steinmeier. Theresa May würde sich in zwei Wochen noch die Augen ausweinen. Daher schreibe ich diese Zeilen in diesen Stunden in besonderer Weise.

Zitat: „Unter den Verletzten in London sind mindestens drei französische Schüler, wie das französische Außenministerium in Paris mitteilte.“ – Zitatende.

Das ist tragisch. Nachdem sie in Paris um ihr Leben fürchteten, sind sie in London vermutlich gerade in der Entspannungsphase gewesen, als der Täter mit den unklaren Motiven zuschlug.
Zum Glück habe ich meinen persönlichen Medienexperten. Der hält Folgendes für wahrscheinlich: Wer sich mit dem Süddeutschen Beobachter den Hintern abwischt, der stirbt binnen 48 Stunden an einer schmerzhaften Arschlochinfektion. Besser wäre, sich die Berichterstattung zu solchen Vorfällen samt der ihnen zugrunde liegenden Inspiration bei den Öffentlich-Rechtlichen im Fernsehen anzuschauen, meint er. Davon wird man nämlich bloß blind.

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