Der Gewöhnungseffekt

Sie kennen das bestimmt auch. Wenn man ständig dieselben Töne in einer Dauerschleife zu sich nimmt, döst man irgendwann ein.

Von Thomas Böhm

Genau so ergeht es den meisten Bürgern mit den Nachrichten. Anstatt durch die Häufung von Schreckensmeldungen aufzuwachen, schlafen sie wieder ein – einfach weil irgendwann der Kick fehlt und das ständige Wiederholen auch des Schlimmsten einen abstumpfen lässt.

Das haben wir bei den vielen sexuellen Übergriffen der Nafris so erlebt, das merken wir, wenn jemand mit seinem Auto in eine Menschenmenge fährt, oder mit dem Messer durch die Gegend läuft. Das wird auch nach diesem verheerenden Anschlag in London wieder so sein.

Eine Schreckensmeldung wird verbreitet, mit oder ohne Angaben über den Täter, die Aufregung lässt nicht lange auf sich warten, kurz darauf folgt die Empörung bzw. Beschwichtigung seitens der Politik. Es wird gewarnt, sich solidarisiert, gefordert, das Licht ausgeschaltet, mehr oder weniger kluge Kommentare verfasst, jede Szene bespielt ihre Fans – und dann gehen wir wieder alle zum Alltag über – bis zur nächsten Horrornachricht. Und nach jedem weiteren Terroranschlag verkriechen sich die meisten Bürger noch tiefer in ihr Schneckenhaus, bis sie das wirklich Böse gar nicht mehr so wahrnehmen, wie es das verdient hätte.

Dadurch, dass die Politiker und die meisten Journalisten sich weigern, irgendwelche Zusammenhänge zu sehen und diese den Bürgern dann auch so zu präsentieren, wird jedes einzelne Ereignis dieser schrecklichen Art irgendwann unter „kennen wir doch schon“ abgehakt – man ist ja nicht persönlich davon betroffen.

Dazu kommt, dass vielen Bürgern durch die nach Fäulnis riechenden Nebelkerzen, die ihnen von den Politikern und Medien ins Gesicht geschleudert werden, die Sinne betäubt wurden.

Dabei befinden wir uns eindeutig in einem Krieg, in einem Religionskrieg, in dem die feindlichen Soldaten bereits große Teile unseres Landes erobert haben.

Doch wir belassen es dabei, uns aufzuregen. Aber auch die größte Aufregung verpufft in den Sozialen Netzwerken, weil sie ohne Folgen bleibt und nur dazu dient, aufgestaute Wut in harmlose Bahnen zu lenken. Soziale Netzwerke fungieren damit als Ersatzgummizelle für Tobsüchtige.

Derweil geht das „große Schlachten“ weiter, schwappt eine „gewaltige“ Flüchtlingswelle nach der anderen an Europas Stränden – ohne das wir überhaupt noch zählen, weil uns auch diese immer wiederkehrenden Ereignisse ermüdet haben.

Dass Politiker und Medien versuchen, uns an das Ende unserer Freiheit zu gewöhnen, erkennt man an Sprüchen wie „Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit“ nach islamischen Terroranschlägen oder „Die Deutschen müssen sich integrieren“ nach Übergriffen von wild gewordenen Migranten und Asylbewerbern.

Es ist das perfide Spiel auf Zeit, dass unsere Politiker und Medien hier betreiben. Die Bürger sollen so in den Schlaf gesungen werden, Zusammenhänge würden sie ja nur verunsichern und so etwas kann kein Politiker gebrauchen, das stört doch den inneren Frieden – der schon lange nicht mehr herrscht, weil er durch die vielen Angriffe, die von außen in unser Land getragen wurde, bereits nachhaltig zerstört ist.

Es wird wirklich Zeit, Facebook zu verlassen und auf die Straße zu gehen. Wer noch irgendwie an das politische System glaubt, kann meinetwegen auch im September an der richtigen Stelle sein Kreuz machen.

Symbolfoto: Pixabay/ CC0 Public Domain

 

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