Wahlrecht von Geburt an?

Den Parteien scheinen die Fälle davon zu schwimmen. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass der Familienverband ein „Wahlrecht von Geburt an“ fordert, dass dann die Eltern im Auftrag ihrer schreienden Säuglinge wahrnehmen sollen. Auf „n-tv“ begründet Sebastian Heimann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Familienverbands das wie folgt:

Eigentlich müsste die Frage lauten, warum Kinder und Jugendliche nicht schon längst wählen dürfen. Natürlich wird ein Säugling oder ein Kleinkind nicht selbst zur Wahlkabine gehen und dort sein Kreuz machen. Aber es gibt die Möglichkeit, schon aus Artikel 6 des Grundgesetzes heraus, dass in diesem Falle die Eltern das Wahlrecht treuhänderisch ausüben.

http://www.n-tv.de/politik/Auch-Sechsjaehrige-sollten-waehlen-koennen-article19757151.html

Damit werden also lediglich die Wählerstimmen dazugewonnen, denn kein Kleinkind kann wirklich zwischen NPD und Die Linke unterscheiden. Aber es kommt noch irrer:

Und wenn ein Sechsjähriger sagt, dass er selbst wählen will?

Dann lässt er sich ins Wahlregister eintragen und das treuhänderische Wahlrecht seiner Eltern erlischt. Ich glaube nicht, dass wir Angst vor mehr Demokratie haben müssen. Aktuelle Studien zeigen, dass Kinder und Jugendliche an Politik interessiert sind und mitbestimmen möchten. Das Problem ist, dass ihnen verboten wird, zu wählen. Für den Bundestag und die Landesparlamente ist das ein erhebliches Legitimationsproblem…

http://www.n-tv.de/politik/Auch-Sechsjaehrige-sollten-waehlen-koennen-article19757151.html

Das bedeutet nichts anderes, als dass dann Typen wie Claudia Roth oder Renate Künast die Kindergärten stürmen und die Kleinen mit rot-grünen Lollis bestechen werden, denn anders kann mit Kinder in dem Alter „politisch“ nicht überzeugen.

Vielleicht gibt es ja jemanden, der Herrn Heimann wegen seelischen Kindesmissbrauchs anzeigt, den mehr ist das nicht, genau so wie die Darkroom-Shows in den Krippen.

Man könnte Herrn Heimann aber auch beglückwünschen, heißt es doch, dass man auch Babys vor den Kadi zerren kann, zum Beispiel wegen ruhestörenden Lärms.

Oder man zieht Heimanns Forderung konsequent durch, und gibt den Paaren, die erfolgreich Geschlechtsverkehr getrieben haben, pro Akt eine Stimme dazu. Damit könnte man dann auch noch gleichzeitig das demografische Problem lösen.

Symbolfoto: Pixabay/ CC0 Public Domain

 

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