3000 täglich: Jetzt kommt Afrika!

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Die "Ware" der NGO-Sklavenhändler Foto: Brainbitch/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

Von Bernd Nohse

Bevölkerungsexplosion und keine Aussicht auf Arbeit. Hunderte Millionen Migranten aus dem Nahen Osten und Afrika sitzen auf gepackten Koffern und wollen nach Europa auswandern. Die meisten machen sich übers Mittelmeer auf den Weg. An einem einzigen der vergangenen Tage sind fast 3.400 Glücksuchende in Italien gelandet. Von FRONTEX, einer EU-Agentur zum Schutz (!) der Außengrenzen, vor der libyschen Küste „gerettet“ und über 400 Kilometer weit nach Italien verfrachtet. In den ersten Monaten diese Jahres kamen schon mehr Afrikaner als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Schließlich wurden es 180.000 in 2016. Diese Entwicklung könnte die italienische Bevölkerung verunsichern.

Italien setzt deshalb auf die Solidarität der europäischen Partner, damit Migranten (hört, hört, keine Rede mehr von Flüchtlingen!) künftig von Schiffen der FRONTEX direkt in die Häfen anderer EU-Mittelmeeranrainer umgeleitet werden können. Denn in Italien könnten die Migranten bald feststecken. 2016 hatte Italien den Afrikanern noch 500 Euro zur Weiterreise in die Hand gedrückt. Doch die Zeit des Durchwinkens ist vorbei. Österreich schlösse den Brenner, auch Frankreich und die Schweiz machten dicht.

Zudem hoffen Italien und die EU jetzt auf ein Flüchtlingsabkommen mit Libyen. Am Wochenende hat der libysche Premier Fajis al-Sarradsch beim Treffen mit europäischen Innenministern in Rom schon mal die Rechnung dafür präsentiert. 800 Millionen Euro, davon 200 sofort. Für die Sicherung der libyschen Grenze. Vulgo: Die Migranten sollen dort aufgehalten werden. Offiziell heißt es, man wolle den Schleppern auf der Mittelmeerroute das Handwerk legen.

Allerdings kann es EU-Kommissar Avramopoulos nicht lassen. Er möchte gleichzeitig „Schutzbedürftige“ aus Afrika direkt nach Europa holen. Deutschland bleibt bis jetzt (!) bei seiner Zusage, monatlich 500 Migranten von Italien zu übernehmen. Nicht wenige davon werden in Nachtflügen mit „Air-Maiziere“ nach Deutschland geflogen. Rückt also schon mal zusammen…

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