Slowenien warnt vor Verschärfung auf Balkanroute

Foto: Flüchtlinge auf der Balkanroute (über dts Nachrichtenagentur)

Ljubljana – Slowenien warnt vor einer neuen Verschärfung der Flüchtlingssituation auf dem Balkan. „Auf der Balkanroute herrscht wieder enormer Druck“, sagte der für Grenzsicherung und Flüchtlinge zuständige Vizeinnenminister Bostjan Sefic der „Bild“ (Freitag). „Viele Länder auf dem Balkan haben noch immer eine hohe Konzentration an Migranten. Allein in Griechenland sitzen 60.000 Flüchtlinge fest. In der Türkei leben etwa 2,5 Millionen Flüchtlinge – und fast alle wollen in die EU.“ Sefic warnte: „Wenn es zu irgendwelchen Problemen bei der Umsetzung des EU-Türkei-Abkommens kommen sollte, dann stehen wir vor enormen Herausforderungen. Und dann kommen noch Länder wie Serbien und Bulgarien hinzu, wo auch noch sehr viele Flüchtlinge warten.“ Mit dem Frühling kämen auch wieder mehr Flüchtlinge: „Derzeit sind die Wetterbedingungen nicht gut für illegale Migration durch Europa. Aber sowie das Wetter besser wird, werden die Flüchtlinge ihren Weg fortsetzen wollen.“

Slowenien hatte im März 2016 zusammen mit Österreich, Mazedonien und anderen Balkanstaaten die Westbalkanroute für Flüchtlinge vollständig geschlossen. Danach sanken die Flüchtlingszahlen auf dem Balken und in Mitteleuropa dramatisch. Ein Jahr später bilanziert Sefic: „Natürlich kann man nicht sagen, dass die ganze Route dicht ist. Dazu sind dort noch immer zu viele Menschen unterwegs.“ Slowenien werde die im Zuge der Flüchtlingskrise an der Grenze zum EU-Nachbarn Kroatien errichteten Zäune stehen lassen, so der Staatssekretär: „Die temporären technischen Barrieren werden bleiben.“ Er verwies darauf, dass Kroatien nicht zum Schengen-Raum gehört: „Es handelt sich um eine Schengen-Außengrenze. Die muss gesichert bleiben. Und natürlich haben die Barrieren eine abschreckende, präventive Wirkung auf Flüchtlinge und Schmuggler.“ (dts)

Foto: Flüchtlinge auf der Balkanroute (über dts Nachrichtenagentur)

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