Hat die Kirche in Deutschland die Trennung vom Staat überwunden?

Foto: Metropolico.org/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

In Deutschland sollen ja seit 1918 Kirche und Staat getrennt sein. Dass das eine Lüge ist, erfahren wir mal wieder aus einem aktuellen Beitrag in der „faz“. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx hat sich wieder mal – und natürlich ausgerechnet im Wahljahr – gegen die AfD positioniert. Nicht ohne heuchlerisch darauf hinzuweisen, dass man keine Wahlempfehlung geben wolle:

Programmatik und Vorgehen der AfD sind nach Ansicht der katholischen Bischöfe in Deutschland nicht mit christlichen Werten vereinbar. „Wir distanzieren uns klar vom populistischen Vorgehen und vielen inhaltlichen Haltungen der Partei,“ sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, am Donnerstag zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe in Bergisch Gladbach. Thema der viertägigen Versammlung war auch der Priestermangel. Die Lockerung des Zölibats sei dafür keine Lösung, sagte Marx.

Marx betonte, die Bischöfe wollten keine Wahlempfehlung geben und auch die AfD nicht stigmatisieren. Aber es gebe für Christen rote Linien bei der Wahl einer Partei: Inakzeptabel seien pauschale Ausländerfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus, Verunglimpfung anderer Religionsgemeinschaften, Hass und Gleichgültigkeit gegenüber den Armen. Ein politisches Agieren, dass Ängste vor Überfremdung schüre und einseitig nationale Interessen betone, sei mit der christlichen Perspektive nicht vereinbar…

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/katholische-bischoefe-distanzieren-sich-von-der-afd-14917396.html

Alles erstunken und erlogen, denn das ist nichts anderes, als eine negative Wahlempfehlung, weil der Kardinal alle AfD-Wähler mit so einer Aussage verteufelt (und sie damit daran hindern will, das Kreuz bei der AfD zu machen), ohne auch nur einmal auf das Wahlprogramm dieser Partei konkret einzugehen, dass ja auch von anderen Parteien mittlerweile abgekupfert wird.

Dass, was Herr Marx da von sich gibt, ist mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar. Wir lesen:

Markus 12:17 / LUT: Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Und sie verwunderten sich über ihn.

Herr Marx dient sich also wie seine Vorgänger einem politischen Herrschaftssystem an – und das hatten wir ja schon.

Foto: Metropolico.org/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

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