Imad Karim vs. Fake News

Und wieder einmal ist eine Zeitung beim Lügen erwischt worden. In der „WAZ“ durften wir folgendes lesen:

In die Reihen der AfD führen oftmals verschlungene Wege. Zwei der bundesweit schillerndsten Vertreter der Partei waren am Freitag Abend beim Essener Kreisverband zu Gast: der libanesisch-stämmige Filmemacher und Regisseur Imad Karim und der Berliner Publizist Nicolaus Fest. Beide eint die kompromisslose Ablehnung des Islam, was von den rund 60 anwesenden Parteifreunden – darunter auffallend vielen jüngeren Leuten – mit Beifall quittiert wurde…

…Fest und Karim spielten sich jedenfalls unbehelligt die Bälle zu, wobei sie zwischen Islam und politischen Islamismus nicht zu trennen bereit sind. Fest, der vor Jahren wegen eines islam-kritischen Kommentars seinen Job als Vize-Chefredakteur der „Bild am Sonntag“ verlor, hält den Islam für eine menschenverachtende Ideologie, die in keinem Bereich menschlicher Zivilisation Produktives geleistet hätte. Daraus folgert für Fest, die Einwanderung von Muslimen zu unterbinden, sie jedenfalls nicht „unkontrolliert ins Land zu lassen“, wie es geschehe. Seine 2016 beim Parteieintritt erhobene Forderung zur Schließung aller Moscheen ist selbst für AfD-Verhältnisse radikal.

Den Deutsch-Libanesen Imad Karim bekümmert der von ihm diagnostizierte „Selbsthass der Eliten“, die nicht Ja sagen könnten zu ihrem Land und deshalb auch nicht vorbehaltlos imstande seien, deutsche Interessen zu vertreten. „Ich liebe dieses wunderbare Land und habe die Sorge, dass es kaputtgeht“, so Karim. Rettung sehe er nach Lage der Dinge nur in der Politik einer starken AfD…

https://www.waz.de/staedte/essen/scharfe-ablehnung-des-islam-bei-afd-veranstaltung-in-essen-id209836155.html

Dazu schreibt Imad auf seinem Facebook-Profil:

Ich werde diese Woche noch gegen die WAZ gerichtlich bzw. vorerst anwaltlich vorgehen!

Im verlinkten Artikel ist zu lesen:

„Zwei der bundesweit schillerndsten Vertreter der Partei waren am Freitag Abend beim Essener Kreisverband zu Gast: der libanesisch-stämmige Filmemacher und Regisseur Imad Karim und der Berliner Publizist Nicolaus Fest.“

Ich dazu:
a)
Ich bin und war nie bei der AFD.
Ich stand und stehe in keiner vertraglichen Beziehung mit der AFD.
Ich habe nie direkt oder indirekt irgendwelche materielle oder immaterielle Vergütung von oder durch die AFD oder einer AFD-nahen Organisationen oder Personen.

Ich bin ein freier Journalist und seit über dreißig Jahren Staatsbürger dieses Landes, der im Rahmen seiner Staatsbürgerlichen Rechte gemäß Artikel 5 des GG Gebrauch macht und sich zu tagespolitischen Themen in Wort, Schrift und Bild äußert.

Die Behauptung der WAZ stellt eine eklatante Fälschung in der Darstellung meiner Person in der Öffentlichkeit dar. Alles anderes sollen meine Anwälte klären.

b)
Die Bezeichnung „schillernd“ im Zusammenhang mit meiner Person empfinde ich als diffamierend und vom Verfasser des Artikels als tendenziös. Meiner Meinung nach müsste der Artikelverfasser für seine Behauptung des „Schillerndes“ Belege vorlegen.

Wichtig:
Ich werde im Zusammenhang mit (a) meine Anwälte beauftragen, gegen die WAZ gerichtlich vorzugehen.

Weiter heißt im Artikel:
„Fest und Karim spielten sich jedenfalls unbehelligt die Bälle zu, wobei sie zwischen Islam und politischen Islamismus nicht zu trennen bereit sind.“

Ich dazu:

a)

Nicht nur wir die Referenten kennen diese Trennung nicht, sondern die 1,7 Milliarden Muslime ebenfalls. Für Erdogan stellt diese Unterscheidung ja sogar eine Beleidigung des Islam dar.

b)

Die Tatsache, dass ich als arabischer Moslem geboren bin, der seit vielen Jahrzehnten den Weg des Agnostikers (religionsfrei) gehe, habe ich das legitime Recht, mich mit meinem kulturellen Erbe auseinanderzusetzen. Hierfür brauche ich weder vom Verfasser des WAS-Beitrages noch vom irgendjemandem eine vorherige Genehmigung.

Andere im Artikel gemachte Behauptungen könnte ich ebenfalls komplett revidieren. Dass die Gäste der Veranstaltung mit überwältigender Mehrheit demokratisch gesinnt sind, haben sie durch ihre Fragestellung mehrmals bewiesen.

Sucht der Autor nach Neigungen zu antisemitischen Verschwörungstheorien, könnte ich ihm sehr behilflich sein. Solche antisemitische verklärte Weltbilder findet er reichlich unter vielen Muslimen, denn ich bin als Moslem geboren und weiß, wovon ich rede.

Wandere aus, solange es noch geht!
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