Wie man Erdogan unter Druck setzen könnte

Die Türken sind ein stolzes Volk. Sie dürfen im Gegensatz zu den Deutschen patriotisch, wenn nicht sogar nationalistisch sein. Sie wurden nicht von linksgrünen „Visionären“ ihrer Identität beraubt, und genau so verhalten sie sich auch. Mit einem Islamfaschisten als Lenker fühlen sie sich wieder so mächtig wie damals die Osmanen auf ihren Eroberungsfeldzügen. Und so wie Erdogan sich verhält und droht, bekommt man das Gefühl, dass sie bereits ein Land – nämlich Deutschland – erobert haben.

Einfach, weil hier Weicheier die Politik bestimmen. Eine davon ist Claudia Roth. Die dts-Nachrichtenagentur vermeldet:

Im aktuellen Streit mit der Türkei lehnt Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) ein generelles Verbot von Wahlkampfauftritten ausländischer Politiker hierzulande ab. „Ja, es ist schwer zu ertragen, wenn türkische Minister, lupenreine Antidemokraten, bei uns für die Abschaffung von Rechtsstaat und Parlamentarismus in der Türkei werben“, sagte die Grünen-Politikerin der „Welt am Sonntag“: Wenn aber die öffentliche Sicherheit gewährleistet sei und die Gesetze eingehalten würden, dann könne ein politisch motiviertes Verbot kontraproduktiv sein. „Es ist eben keine Schwäche sondern ganz im Gegenteil ein Zeichen der großen Stärke unseres Rechtsstaates, dass er auch unliebsame Auftritte, Meinungen und Botschaften aushält.“…

Das gilt natürlich nur für Erdogan. Bei Trump hört man von den Grünen diesbezüglich etwas anderes. Wir lesen zum Beispiel im „Handelsblatt“:

„Wenn die USA nicht umgehend diesen irrsinnigen Einreisestopp für den Abgeordneten Omid Nouripour und weitere deutsche Staatsbürger aufheben, sollte man Donald Trump die Einreise zum G20-Gipfel in Hamburg verweigern. Auf dieser Grundlage sind keine seriösen Gespräche möglich“, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Dieter Janecek, dem Handelsblatt…

http://www.handelsblatt.com/politik/international/merkel-einladung-nach-hamburg-gruenen-politiker-fordert-einreiseverbot-fuer-trump/19317758.html

Doch, wie gesagt, die Türken, wenn man ihnen ebenfalls nur mit leeren Drohungen entgegentritt und mit dem demokratischen Zeigefinger wackelt, werden nicht so leicht aufgeben oder gar zurückweichen, so etwas betrachten sie als Unterwerfung. Sie werden ihrerseits den Druck erhöhen und Erdogan seine „Armee“ von über 3 Millionen hier lebender Türken in Alarmbereitschaft versetzen.

Mit Drohgebärden ist also nicht viel auszurichten. Man muss dem türkischen Alleinherrscher entschlossen entgegentreten. Diese Sprache versteht er und man sollte schnell den Geldhahn zudrehen, das hilft bei Erdogan immer. Zum Beispiel beim  „Deutsch-türkischen Sozialversicherungsabkommen“, das laut Epochtimes am 30.4.1964 in Kraft getreten ist und die in der Türkei lebenden Angehörigen von hier lebenden krankenversicherten Türken kostenlos mitversichert. Bisher wurde das Abkommen nicht verändert oder außer Kraft gesetzt.

Genau dieses Abkommen sollte man fristlos aufkündigen.

Auch die absurde „Heranführungshilfe“ sollte man auf null kürzen. Knapp zehn Milliarden Euro erhält die Türkei laut Welt im Zeitraum 2007 bis 2020. Von Deutschland allein kamen im ersten Zeitraum 1,088 Milliarden. In den zwei Jahren 2015 und 2016 legte Berlin 267 Millionen drauf. Und wofür? Die „Welt“ weiter: „Man höre und staune: Ankara bekommt die Milliarden unter anderem zum Aufbau einer effektiven und regierungsunabhängigen Justiz und zur Förderung der Zivilgesellschaft, sprich „Nichtregierungsorganisationen“. Ein weiterer Punkt: Förderung der Menschenrechte und der Grundfreiheiten, einschließlich der Medienfreiheit.“

Weg damit!

Zusätzlich müsste man den „Flüchtlingsdeal“ (3 Milliarden) wieder zurückziehen und hier ebenfalls den ewig fließenden Geldfluß stoppen, um sich so Erdogans Erpressung zu entziehen.

Soll er doch die vielen Millionen Flüchtlinge Richtung Norden schicken. Wenn die Nachbarländer und vor allen Dingen Deutschland wirklich konsequent die Grenzen schließen würden, kämen diese nicht weit, sondern würden in der Türkei hängen bleiben.

Und Erdogan würde auf den Kosten sitzenbleiben. Er würde sehr schnell wieder auf die ihm angemessene Größe schrumpfen.

Foto: Wikipedia/ Von Frans Geffels (fl. 1635–1671) – Badisches Landesmuseum, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1767085

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