Medienelend 2017: Wache Leser wissen mehr als schlafende Redakteure

Medienkritik (Foto: Collage)

An dieser Stelle einfach mal das Wort einem eifrigen Leserbriefschreiber aus Deutschlands Süden. Wilfried Puhl-Schmidt, aus der deutsch-französischen Grenzstadt Kehl am Rhein, wagte es dieser Tage, klar und deutlich zu widersprechen und somit ein waches Gehirn gegen die tief schlafenden deutschen Medienakteure zum Einsatz zu bringen. Hintergrund, so alltäglich wie sich stets wiederholend: Die Deutsche Presse-Agentur (dpa), mit Hauptsitz in der Nähe von Merkels Berliner Weltrettungsbunker, darf inzwischen als eine der offenkundig schlechtesten Quellen im Bereich der Nachrichtenagenturen für seriösen und sachlich fundierten Journalismus eingestuft werden. Der Dünnsinn, der von dpa jeden Tag wie Gülle übers Land versprüht wird, ist parteilich, einseitig, subjektiv, halbgar recherchiert und so spannend zu lesen wie die Todesanzeigen der Anzeigenblätter in ländlichen Gemeinden. Wenn da ein Leser mal widerspricht ist das trotzdem bemerkenswert, denn man darf sich dabei fragen: Was machen Redakteure eigentlich so beruflich?

Von Hans S. Mundi

Dank also an den bereits genannten Wilfried Puhl-Schmidt, dieser stellte sich nun in beste republikanische Traditionen der Aufklärung, des werteorientierten Humanismus und der demokratischen Wahrheitssuche in den Ländern des (noch) freien Westens. Zu Beginn der letzten Februarwoche wurde also wieder einmal das wehrlose Land von dpa mit Halbwahrheit und Lügen übergossen, wie gewohnt ging es demagogisch und manipulativ gegen den gewählten amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Die Hetzkampagnen gegen den überraschend gewählten Republikaner innerhalb und außerhalb der USA haben die Vorzeichen eines Kulturkampfes und der Bevormundung gegenüber jenen, die keine dezidiert „linke“ Gesinnung zur politisch korrekten Schau tragen.Das offenbart schonungslos dieser Leserbrief.

„Ich bin kein Freund des amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Um einer sachlichen Diskussion willen beklage ich aber eine Falschmeldung (dpa!) ….“ Dann legt der Leser deutlich dar, dass Trump weder eine pauschale Abschottungspolitik gegenüber Muslimen betreibt und dass es – logischerweise – auch nicht pauschal gegen Menschen oder Staaten ginge, sondern um den Kampf gegen eine mörderische Ideologie, die einen Namen und Gesichter hat. Zitiert wird Hamed Abdel-Samad um darauf hinzuweisen, dass seriöser Journalismus nicht Meinungen sondern Fakten und Kompetenzen sprechen lassen sollte. Der Beitrag endet mit der schallenden Ohrfeige: „Dies wird freilich in links-liberalen Trendmedien verschwiegen, weil sich ja auf der Anti-Trump-Welle genüsslich surfen lässt.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Ruhe sanft, deutscher Journalismus einst freier Medien…

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