NRW-AfD: Ausschluss von Mohr gescheitert – Martin Renner zum Spitzenkandidaten gewählt

Das vor über einem Jahr vom NRW-Landesvorstand gestartete Parteiausschlussverfahren gegen den Aachener Ratsherrn Markus Mohr (Foto l.) ist rechtskräftig vor dem AfD-Bundesschiedsgericht gescheitert. Mohr war von seinen parteiinternen Gegnern unter Führung des Landesvorsitzenden Marcus Pretzell die Bildung einer Ratsgruppe mit dem suspendierten Polizeihauptkommissar Wolfgang Palm vorgeworfen worden, weil Palm 2014 auf dem Ticket der islamkritischen Pro-Bewegung in den Aachener Rat gewählt worden war. Außerdemn dürfte Mohr auch mit seinem jüngsten Auftritt als Vorredner Björn Höckes in Dresden keine Pluspunkte bei Frauke Petrys Ehemann Pretzell gemacht haben.

Von P.I.News

Für einen Parteiausschluss reichte das nach Überzeugung des Bundesschiedsgerichtes aber nicht aus. Damit bleibt ein weiterer dezidiert patriotischer Gegenspieler des früheren FDP-Mitglieds Pretzell in Nordrhein-Westfalen im Rennen. Ebenso wie Pretzells Co-Vorsitzender und Lieblingsgegner Martin Renner (r.), dessen vorzeitige Abwahl bereits vor einigen Wochen gescheitert war und der heute bei der Landeswahlversammlung in Essen auf den ersten Platz der Landesliste gewählt wurde. In einer Stichwahl konnte sich Renner knapp gegen den Hamburger AfD-Politiker Kay Gottschalk, der als Kandidat des Co-Landesvorsitzenden Marcus Pretzell gilt, durchsetzen. Renner erhielt 179 Stimmen und damit eine mehr als nötig. Für Gottschalk votierten 167 Delegierte.

Zudem wurde diese Woche bekannt, dass drei weitere Maßnahmen des NRW-Landesvorstandes zur Disziplinierung unbotmäßiger Parteimitglieder von Gerichten aufgehoben wurden. Zweimal stoppte ein parteinternes Schiedsgericht den sofortigen Entzug von Mitgliederrechten, einmal sogar das Amtsgericht Düsseldorf: Dieses hob mit Urteil vom 22. Februar mit sofortiger Wirkung den Entzug der AfD-Mitgliedschaftsrechte (und damit auch Delegiertenstatus) des NRW-Vorsitzenden der Patriotischen Plattform, Thomas Matzke, auf.

Das große Halali des NRW-Vorstandes auf dezidiert patriotische und islamkritische Mitglieder gestaltet sich also zunehmend schwierig. Die ins Visier geratenen Mitglieder wehren sich erfolgreich und wollen sich auch künftig aktiv in die Parteiarbeit zum Wohle Deutschlands einbringen. Das hat auch Markus Mohr nach der für ihn positiven Entscheidung des Bundesschiedsgerichtes sogleich angekündigt: “Trotz meiner Enttäuschung über den mangelnden Versöhnungswillen des Landesvorstands bin ich unverändert zu einem Neuanfang bereit. Für mich ist die Angelegenheit mit dem ergangenen Urteil erledigt. Ich freue mich auf die weitere Arbeit in der Partei. Ich danke allen Parteifreunden, die mir in den letzten Monaten die Treue gehalten haben. Ich werde nicht vergessen, wer in stürmischen Zeiten an meiner Seite stand.”

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