„Bild“: Zahlen lügen nicht

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Peter Bartels (Foto: Privat)

Diese Geschichte ist nur was für Journalisten. Für jene, die es mal waren. Vielleicht für die, die es noch eine Weile sein müssen. Es geht um SPRINGER, genauer: um Axel Springer Aktien. Laut „boerse.de“, Europas erstem Finanzportal, verloren die Springer-Aktionäre letztes Jahr per Saldo 11 Prozent an Wert. Elf… Und: Seit 2007 habe sich die Aktie faktisch nicht verändert… Im Mittel stehe ein Mini-Gewinn von 0,8 Prozent pro Jahr… Die Anleger verloren also Jahr für Jahr Geld.

Von Peter Bartels

Das Börsen-Blatt konstatiert kühl: Das Flaggschiff BILD habe seit 2001 über 2,6 Millionen Leser verloren, aktuell beschleunige sich dieser Einbruch sogar noch. Dezent verschweigen die Aktien-Auguren, dass es nicht „Leser“, sondern Käufer sind, die davongerannt sind – „Leser“ sind es sogar 6,24 Millionen! Und ebenso taktvoll verschweigen die Aktien-Ayatollahs, dass just in diesem legendären Jahr 2001 Kaischi Diekmann die Regentschaft bei BILD antrat. Als er kam, hatte BILD eine täglich verkaufte Auflage von  4,4 Millionen Exemplaren. Als er ging, waren es nur noch 1,8 Millionen.

Weniger taktvolle Experten rechnen aus diesen 1,8 Millionen auch noch die Krümel-Auflage der längst ebenfalls keuchende BZ raus … Noch respektlosere Insider kommen auf eine tatsächliche BILD-Auflage von 1,6 Millionen, more or less.

„Das Fass zu Überlaufen brachte wohl für manche Leserschichten die Flüchtlingskrise, als BILD … zunehmend auf die  ‚Pro-Asyl-Merkel-Linie’einschwenkte und viele konsternierte Leser vor den Kopf stieß“, resümiert fatalistisch „boerse.de und: “Bis dahin war BILD für Blaumann-und Schlipsträger gleichermaßen tägliche Lesedroge.“

So what, Fakt ist, dass der eitle Kaischi in seinen 15 Jahren lieber mit Kumpel und Klüngel ein Sabbat-Jahr im warmen Tal der Paper-Ahnungslosen in Kalifornien nahm, während im kalten Berlin das Auflagen-Loch immer tiefer wurde; kein Chefredakteur auf diesem Globus hat es je so tief geschafft. Flurfunk beim Abschied: Der Totengräber mit dem goldenen Spaten!

Dabei verkaufte BILD in „Rambo“ Tiedjes und „Django“ Bartels „Wiedervereinigungs-Zeiten“ noch 5 Millionen BILD-Zeitungen am Tag. In den goldenen Tagen von „Günne“Prinz  waren es zeitweise sogar noch viel mehr. Doch „das Kaischi“ machte,  aus der „Lesedroge“ für Blaumann und Schlipsträger einen Facebook-Pranger für Pack und Nazis, verschenkte gleich zu Tausenden arabisch gedruckte BILD-Ausgaben an Asylanten und andere Analphabeten. Und wunderte sich, dass die doofen Dunkel-Leser in Scharen davon liefen.

Früher wußten diese Leser: Da wo BILD ist, da ist Deutschland. Egal, ob sie gerade in Spanien, Italien, oder Griechenland waren. Damals haben sich die BILD-Reporter von Gott und Günter (W.) prügeln lassen. Und die BILD-Leser (trotz allem) auch. Aber dann wurde ihre BILD ein fremdes Blatt in einem fremden Land. Die BILD-Kioske verwaisten, die BILD-Leser blieben Zuhause. Da waren ihre Töchter sicher. Und ein BILD machen sie sich längst selbst. Auf Facebook …

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