Jürgen Stark: Linke Träume vom islamischen Sozialismus: Sorry, aber wir haben jetzt keine Zeit mehr für Menschenrechte…!

Die Selbstentlarvung ist der kleine Bruder der Aufklärung. Insofern ist es eine eher bedrückende Wahrnehmung, dass derzeit all jene, die noch immer vom Sozialismus träumen, mit Wahrheit und Wirklichkeit so schwer auf Kriegsfuß stehen. Das offenbarte sich jetzt wie selten deutlich in einem Beitrag von Nina Adler für den Spiegel, der an den Iran unter Mohammad Reza Pahlavi in den 1970er Jahren erinnerte.

Von Jürgen Stark

„1971 schmiss Mohammad Reza Pahlavi, Schah von Persien, selbst ernannter ‚König der Könige‘, die wohl protzigste Party aller Zeiten. Anlass war das 2500-jährige Bestehen der persischen Monarchie. Eingeladen waren Staatsoberhäupter und Königshäuser aus aller Welt. Das Fest war mehr als nur eine verschwenderische Gala: International sollte die Veranstaltung Iran einen Platz unter den führenden Nationen sichern und die Legitimität seines Herrschers unter Beweis stellen. Innenpolitisch war sie eine ebenso unverhohlene wie verhängnisvolle Beleidigung der muslimischen Geistlichkeit, die als einzige die Macht besaß, den Schah herauszufordern.“ Nina Adler, Spiegel TV, 14.02.2017

In wenigen Zeilen ist eigentlich schon alles vorweg genommen. Der Schuldige wird klar benannt, und auch die letzte Instanz mit höchstem Widerspruchsrecht, der Islam mit seiner „göttlichen Moral“, als Oberhaupt in dieser Welt (!!!) eindeutig anerkannt. Wenn man sich diesen Artikel genauer betrachtet, dann ist er vor allem ein unglaublich kläglicher Rechtfertigungsversuch für die massive Beteiligung der Sozialisten aus aller Welt am  Sturz des Schah, der hierzulande von gewalttätigen Demonstrationen der 68er und ihrer APO (= Ausserparlamentarische Opposition) begleitet war. In diesem Artikel regt sich die Autorin allen Ernstes darüber auf, dass ein wirklich historisches und außergewöhnliches Datum mit Kaviar und 25.000 Flaschen Wein für Staatsgäste gefeiert wurde.

Die an den Haaren herbeigezogene Argumentation gegen den Schah von Persien verfolgt scheinheilig und bizarr konsequent nur ein Ziel: Reinwaschung und Absolution für die genialen Linken, die ewig weisen Sozialisten aller Länder, die der Menschheit immer schon und stets den Weg zum Paradies auf Erden ebneten. Der Archipel Gulag, Mauer und Stacheldraht und Stasi in der DDR sowie die Massenmorde Stalins, Maos und Pol Pots hat es nie gegeben – insofern war auch der Sturz des Schah nur ein unendlich weiser Schachzug gegen die US-Imperialisten, den Kapitalismus und sonst noch was aus alten Feindbildern. Tatsache ist: Der Sturz des Schah am Ende der 1970er Jahre droht seither in darauf basierenden Folgeereignissen dieser islamischen Revolution, die Erde in einen Dritten Weltkrieg zu stürzen und die Menschheit in einer pechschwarzen Hölle zu versklaven.

„1979 wurde der hochmütige Herrscher aus dem Land gejagt, Ajatollah Chomeini kehrte zurück. In einer ersten, kurzen Phase der Freiheit atmete das Land zunächst auf. Mohammad Reza Pahlavi irrte hernach in einer Odyssee als Persona non grata mit seiner Familie von Staat zu Staat und starb am 27. Juli 1980 in einem ägyptischen Militärkrankenhaus an seinem Krebsleiden. Da hatte die ‚Islamische Revolution‘ längst begonnen, ihre Kinder zu fressen – zügig drängten Kleriker in alle Regierungsämter, Chomeini festigte seine Macht und verwandelte Iran in eine religiöse Willkürdiktatur. Wie sein Vorgänger, der ‚König der Könige‘, und wie seine Nachfolger an der Spitze der nunmehr Islamischen Republik Iran sorgte er mit brutaler Unterdrückung von Oppositionellen dafür, dass Haftanstalten wie das berüchtigte Teheraner Evin-Gefängnis stets mit politischen Gefangenen gefüllt blieben.“ Spiegel, ebenda

Lapidar erwähnt die Autorin, dass es in der undemokratischen Diktatur unter dem Schah zu einem Bündnis aus fanatischen Klerikern und Linken diverser Couleur kam – um hernach dann festzustellen, dass der Islam gar nicht mehr mit den guten linken Freunden zusammen arbeiten wollte. Nein, die linken Mudschaheddin landeten sogar im Knast, die laizistischen Unterstützer des Schah-Sturzes wurden ermordet und gefoltert, aber daraus kann man doch generell dem Islam keinen Vorwurf machen. Die Linken bleiben blind und blöd, weil es ihnen um jeden Strohhalm geht, der ihr politisches Überleben (und den damit verbundenen Wohlstand als politische Elite) auch ohne abhanden gekommene Arbeiterklasse sichern und garantieren soll.

Der linke Gesinnungswandel nach dem 1989er Desaster interessierte stets nur wenige Zeitgenossen. Nach der eigentlich historischen Niederlage von Kommunismus und Realsozialismus erschienen wenige ehrlich und selbstkritische Werke wie „What’s left?“ von unabhängigen Autoren, die SED konnte sich in der nun größeren BRD/DDR gar nicht schnell genug häuten um wieder salon- und regierungsfähig zu werden. Wie man heute weiß, wurden die etablierten Linken auch in den Eliten zu Playern, von Clinton bis zu Soros und in der Brüsseler EU gern gesehene Mitmacher für neue Projekte. Selbstkritik passt da gar nicht hinein, schon  gar nicht eine Aufarbeitung jener politischen Vollidiotie, die aus dem Kampf an der Seite der Ayatollahs für folgenschweren Neoislamismus sorgen sollte. Ayatollah Khomeini, dieser satanische Teufel, startete mit Fatwas und Unterstützung für weltweit operierende Terrorzellen den Krieg gegen den Westen und unsere Freiheit. Salman Rushdie, 9/11, die Taliban in Afghanistan und die Unterwanderungen von Staaten, wie etwa der Türkei vor unserer Haustür durch die faschistischen Religionskrieger, gehen zurück auf dieses Fanal, diesen Startschuss der Koran-Terroristen, die aus der Welt im 21. Jahrhundert ein Kalifat machen wollen. Nicht mehr und nicht weniger. Die Linken haben ihre Lektion nicht gelernt. Deshalb sind sie als Steigbügelhalter, Mitverschwörer und Supporter der islamischen Weltrevolution mit dabei. Und wie. Denn diese Dritte-Welt-Romantik hat inzwischen auch linke Christen und den linken Papst erreicht. Also, gnade uns Gott und hoffen wir, dass das Rettende auch irgendwo wächst.

http://www.spiegel.de/einestages/schah-von-persien-1971-die-groesste-party-auf-erden-a-1089955.html

http://bazonline.ch/ausland/europa/die-feinde-europas/story/20019634

http://www.theeuropean.de/ma-horx/8523-zukunft-der-westlichen-kultur–2

http://www.buchmarkt.de/menschen/gestorben/hans-helmut-rohring/

http://www.hoffmann-und-campe.de/buch-info/links-und-frei-buch-2649/

 

 

 

 

 

 

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