Deutschland schickt „Lebensmittelbotschafter“ in den Iran!

Wenn es um den islamischen Staat „Iran“ geht, muss man als Politiker, dem die Menschenrechte noch etwas bedeuten, Prioritäten setzen. Zum Beispiel könnte man mal eine Frauenbeauftragte – ohne Kopftuch selbstverständlich – nach Teheran schicken, damit sie dort mal nach den Rechten der Frauen schaut.

Aber daraus wird wohl erstmal nichts. Die Bundesregierung hat andere Interessen. Die dts-Nachrichtenagentur vermeldet:

Deutschland will eine Art Lebensmittelbotschafter nach Teheran schicken. Laut eines Berichts „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag) soll ein „Repräsentant der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft“ im Iran installiert werden, um die wirtschaftlichen Beziehungen in diesem Sektor anzukurbeln. Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert das Projekt von Deutscher Landwirtschafts-Gesellschaft und Deutschem Raiffeisenverband mit insgesamt 150.000 Euro verteilt auf drei Jahre.

Deutsche Unternehmen sollen „in erheblichem Umfang von den in Iran zu erwartenden Wachstumsraten profitieren“, heißt es aus dem Ministerium. Die Idee geht zurück auf die Iranreise von Agrarminister Christian Schmidt (CSU) im April 2016. Nach dem 2015 geschlossenen Atom-Abkommen hatte die Europäische Union Sanktionen fallen lassen. Die deutsche Wirtschaft hofft auf einen neuen Absatzmarkt in dem 77-Millionen-Einwohner-Land.

Wie die Zeitung weiter unter Berufung auf Angaben des Statistischen Bundesamtes berichtet, stieg der Wert von Deutschland nach Iran exportierter Güter 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent auf fast 2,6 Milliarden Euro.

So ist das nun mal. Wenn’s ums Geschäft geht, muss man die Schwerpunkte anders setzen.

Symbolfoto: Pixabay/ CC0 Public Domain

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