„GröSaZ“ St. Martin, der Heilige – Schulz-Effekt bereits verpufft?

Der Erleuchtete (Foto: Collage)

Das Theater geht los

Es läuft wie beim Kleeblattzupfen: „Sie liebt mich, sie liebt mich nicht, sie liebt…“ Derzeit heißt das Kleeblatt Schulz, und die Merkel gibt den vertrocknenden Stengel.

Schulz sitzt vorm Spiegel und träumt vom Rausch begeisterter Öffentlichkeit – „sie liebt mich…“ Und deshalb darf auch nicht sein, daß die Öffentlichkeit ihn doch nicht so liebt, wie er glaubt.

Von Peter Helmes

Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, greift ihm, dem sozialistischen Heilsbringer, sofort die geneigte Presse unter die Arme: „Der heilige St. Martin, der GröSaZ schlechthin“ („Größter Sozialist aller Zeiten“), jubeln sie.

Über-Schröder Martin Schulz.

Und merken nicht, daß ihr Kampf noch lange nicht gewonnen ist. Alle, die sich kritisch mit den (spärlich vorhandenen) wirtschafts- und sozialpolitischen Absonderungen dieses Herrn beschäftigen, kommen zu vernichtenden Ergebnissen: Schulz hatte angekündigt, er werde die „Agenda 2010“ des damaligen Bundeskanzlers Schröder in einigen Punkten korrigieren. Schulz, der Über-Schröder!

Arbeitgeber und Wirtschaftsforscher haben die Reformvorschläge von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz für den Arbeitsmarkt kritisiert. „Viele Vorschläge sind ohne präzise Kenntnis der Zahlen oder der Rechtslage in Deutschland formuliert“, heißt es in einer Bewertung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), aus der die Zeitungen der Funke-Mediengruppe zitieren.

Und dann kriegt Altkanzer Schröder von seinem Möchtegernnachfolger gleich noch eins übergebraten: „Die SPD habe ‚Fehler erkannt’“, sagt Schulz. Er nennt die Agenda 2010 nicht, aber sie war damit gemeint. In der Neuen Westfälischen begründete er die Motivation für seinen Vorstoß: „Die Agenda war in vielen Punkten ein Erfolg, in manchen nicht. Wir müssen Lösungen mit heutigen Antworten finden und nicht mit einer rückwärtsgewandten Debatte“ (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-02/agenda-2010-martin-schulz-falsche-zahlen).

Ökonomen warnen vor Gefahren für den Arbeitsmarkt.

Warnungen vor einer Aufweichung der Agenda 2010 kamen auch von Wirtschaftsforschern. „Die Politik sollte sich auch im Wahlkampfmodus erst einmal fragen, welche Grundpfeiler in den vergangenen Jahren die Stabilität des deutschen Arbeitsmarkts getragen haben“, sagte der Chef der Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, der Rheinischen Post. „Ein wesentlicher Bestandteil waren die Reformen der Agenda 2010, die den beeindruckenden Abbau der Arbeitslosigkeit und gleichzeitigen Aufbau der Beschäftigung seit 2005 mitgetragen haben.“

Ifo-Instituts-Präsident Clemens Fuest sagte, bei undifferenzierter Rückabwicklung der Agenda drohten „Gefahren für den Arbeitsmarkt und für das Wirtschaftswachstum in Deutschland“.

Der Kritik an Schulz‘ Plänen schloss sich auch das Institut der deutschen Wirtschaft an. Direktor Michael Hüther warnte in der Passauer Neuen Presse ebenfalls vor einer verlängerten Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld I. „Eine Ausdehnung der Zahlung führt nicht zu höherer Wiederbeschäftigung, das wissen wir aus vielen Studien und Befragungen. Es wäre reine Alimentierung.“

Ähnlich äußerte sich der Koblenzer Arbeitsmarktforscher Stefan Sell im MDR: „Das ist eine Korrektur, die dem Einzelnen dann ein, zwei, drei Monate hilft. Aber es ändert an dem Hartz-IV-System doch gar nichts.“

Der frühere Chef der Wirtschaftsweisen, Bert Rürup, geht davon aus, daß die SPD mit ihren neuen Wahlversprechen den Arbeitsmarkt nicht verbessern wird. „Das größte Arbeitsmarktproblem ist immer noch die verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit“, sagte der Ökonom dem Handelsblatt. Den Langzeitarbeitslosen helfe eine längere Bezugsdauer des Arbeitslosengelds nicht. (Alle Zitate aus zeit.de, siehe oben)

Also: Der versammelte wirtschaftspolitische Sachverstand gegen den Hochgejubelten!

Sic transit gloria mundi – so schnell ist der Rausch vorbei!

Vielleicht wartet St. Martin noch auf himmlischen Beistand, heißt es doch im Volksmund: „Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand…“ Schulz hatte schon das Amt eines Bürgermeisters zu Würselen. Von Verstand war da wenig zu spüren, eher von Verlusten. Und im Europaparlament dito: wenig Verstand, aber viel Kungelei: „Wem Gott ein Amt gibt, den segnet er reichlich mit irdischen Gütern“, sagt nicht der Volksmund, aber der Autor. Und das Amt müßte Schulz erst einmal gewinnen.

Die dpa/rtr meldete am 21.02.2017, 09:38 Uhr:

„Union überholt SPD in Insa-Umfrage: Schulz-Effekt schon verpufft? Die SPD erhält in der neuesten Umfrage einen Dämpfer.“ (Quelle: dpa).

Der SPD-Höhenflug ist vorerst gestoppt, zumindest bei einem Meinungsforschungsinstitut. Wäre am Sonntag Bundestagswahl käme die SPD auf 30 Prozent, berichtet die „Bild“ und beruft sich auf den Insa-Meinungstrend. Das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche.

Die Sozialdemokraten fallen damit nach zwei Wochen wieder hinter CDU/CSU zurück. Die Union gewinnt demnach 1,5 Punkte und klettert auf 31,5 Prozent.

Seit der Nominierung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten hatte die SPD in allen Umfragen deutlich zugelegt. Die Partei will den früheren Präsidenten des Europaparlamentes im März offiziell zum Spitzenkandidaten wählen.

Offenbar lässt der Schulz-Effekt aber schon wieder nach.

Insa-Chef Hermann Binkert sagte der „Bild“ jedoch: „Im Moment hat die Union wieder die Nase vorn. Die SPD bleibt aber in Reichweite. Bis zum 24. September scheint alles möglich.“

Linke (9,5 Prozent) und Grüne (6,5 Prozent) verlieren der jüngsten Insa-Umfrage zufolge je einen halben Punkt, so „Bild“. Die AfD muss einen Prozentpunkt auf elf Prozent abgeben. Einen halben Punkt zulegen kann die FDP auf 5,5 Prozent“ (Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/umfragen/id_80420282/union-ueberholt-spd-in-insa-umfrage-schulz-effekt-schon-verpufft-.html)

Zu diesem Thema auch ein Kommentar aus dem Internet (conservo):

„Schulz – eine armselige Sozialistenseele“

„Old-Man“ schreibt als Kommentar zu meinem Beitrag nach der Veröffentlichung auf Dr. Bergers Blog „philosophia perennis“ (https://philosophia-perennis.com/2017/02/20/trump-ende-fuer-merkel/#comments):

Verehrter Peter Helmes!

Alles, was Sie schreiben, trifft mitten ins Schwarze!

Den Gauckler sind wir bald los, dafür bekommen wir aber einen üblen Hetzer, der in seinem Amt vorher doch nur durch Zögern und Zaudern aufgefallen ist, eben eine armselige Sozialistenseele!

Das Bild, wo er wie ein begossener Pudel neben Erdolf von Osmanien saß, das ist sein politisches Spiegelbild, eben ein „armer Hund“!

Wir sollten Erika Merkel noch nicht verlustig geben, die Frau ist zäh, der Schulz wird mit Hilfe von Stegner und Oppermann einen Sieg unter der 20 % Marke einfahren, nach dem, was er heute in Bielefeld posaunte, und das war erst der Anfang. Wer soll denn seine spinnerten Ideen bezahlen?

Bevor der Schultz mit seinen Sozialisten, den Grünen und Linken hier eine rote Räte-Republik à la DDR aufmacht, muß noch viel Wasser den Rhein runter laufen.

Das was gezeigt wird, sind doch immer die Jubeltrupps der Sozialisten, oder habe ich die Konservativen beim Pöbel nur übersehen?

Die Attacken auf Schultz werden unweigerlich den „Neuwählern“ oder den „Zurückgeholten??“ schon bald zeigen, daß sie auf einem lahmen Gaul reiten!!

Und über die einströmenden kulturfremden Horden brauchen wir gar nicht zu sprechen, die werden irgendwann in die andere Richtung strömen, oder werden geströmt, da bin Ich mir sicher!

Nach der Wahl wird Merkel vielleicht 1-2 Jahre durchhalten, dann aber aus ihren Ämtern entfernt werden, auch da bin ich mir sicher!

Der Konservatismus wird sich in Europa zum Wohl der Bürger wieder ausbreiten, der Sozialismus wird wieder auf das Maß des gerade noch Duldbaren schrumpfen, die Grünen gehen den Weg der FDP, und die Mauermörder Partei wird auch in die Bedeutungslosigkeit absinken.

Vielleicht wird sich ja die CSU mit Söder von der CDU emanzipieren und in verschiedenen Bundesländern Filialen eröffnen, also ich wäre dabei!

Foto: Collage

www.conservo.wordpress.com 

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