SPIEGEL verteidigt AfD-Parteitag – Bundespräsident Steinmeier soll helfen!

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Peter Bartels (Foto: Privat)

Manchmal geschehen auch heute noch Zeichen und Wunder. Im neuen (Papier-) SPIEGEL geschieht diese Woche so was ähnliches. Da liest tatsächlich ein SPIEGEL-Autor „unserem“ neuen Bundespräsidenten die Leviten. Und ausgerechnet wegen der AfD. Dieser so schrecklich rechtspopulistischen Partei des Packs. Also des Volkes.

Von Peter Bartels

Der Mann heißt Jan Fleischhauer, schreibt dann und wann im SPIEGEL die Kolumne.

DER SCHWARZE KANAL. Den Titel hat er zwar vom Roten DDR-Baron Karl-Eduard von Schnitzler geklaut, der sich damit einst zum „Sudel-Ede“ hoch log –  so what, très chic halt. Jedenfalls versucht Fleischhauer da, so gut er darf, an den internen ZK-Leitplanken entlang zu schrammen, die Welt irgendwie aus der rechten Froschperspektive zu beschreiben, Motto: Das darf doch wohl auch mal geschwurbelt werden!!

Diese Woche war/ist er geradezu selbstmörderisch mutig. Unter der Überschrift „LINKE SELBSTJUSTIZ“ ergriff er Partei für die AfD (sic). Zunächst lehnte er sich an den ehemaligen SPIEGEL-Redakteur Henryk M.Broder, der heute mit ACHGUT (neben TICHY) den  vielleicht wichtigsten, freiesten Blog im Netz betreibt (Jouwatch wird auch immer besser, Kollege Thomas Böhm!). Fleischhauer beschreibt, wie Broder ihn mal bat, an der „berühmten London School of Economics“ eine Podiumsdiskussion zu leiten“ – mit Broder ebenda UND Sarrazin.

Das habe aber einen Teil der Studenten „in Aufruhr versetzt“. Die Podiumsdiskussion wurde prompt zwei Stunden „vorher“ abgesetzt. Plus Hausverbot für Broder, Sarrazin. „Die Gruppe, die den Protest anführte, nannte sich Free Speech Society“.Sarkasmus? Auch für Fleischhauer, klar. „Bis man mir sagte …  sie würden die Freiheit der Rede schützen, indem sie Leute wie Sarrazin nicht reden ließen.“

Fleischhauer nennt das „eine wunderbare Verdrehung der politischen Sprache, für die niemand ein so feines Ohr besaß wie George Orwell, der (einst) nicht weit entfernt … sein Bier getrunken hat.“ Daran müsse Fleischhauer (aber) jetzt wieder denken, seit eine Reihe linker Gruppen mit aller Macht den Parteitag der AfD zu verhindern versuche. So werde das Hotel Maritim in Köln seit Wochen bis hin zu Todesdrohungen bestürmt, die Reservierung der Tagungsräume rückgängig zu machen…

Dann wird der SPIEGEL-Autor sehr deutlich:“Ich bin sicher, auch die Kommunisten oder Nazis sahen sich im Recht, als sie ihre Gegner zum Schweigen brachten…Was die Selbstgerechtigkeit (der Anti-AfD-Demonstranten) angeht, ist der Unterschied kleiner, als sie denken.“ Schließlich zitiert er den neuen Bundespräsidenten Steinmeier, der gesagt habe:“Laßt uns mutig sein!“ Und hier fordert der SPIEGEL-Mann furztrocken:

“Anstatt wie angekündigt jungen Menschen ins Gewissen zu reden … bei Twitter nicht so häßliche Sachen (zu) schreiben, könnte er … für die Meinungsfreiheit in Deutschland eintreten. Steinmeier für das Versammlungsrecht der AfD:

DAS WÄRE EIN MUTIGES SIGNAL!“

Hoffentlich bekommt der tapfere  Fleischauer jetzt nicht von der internen Free Speech Society im SPIEGEL  Schreibverbot…

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