Negerball heißt jetzt Negaball!

Die AfD Sachsen hat die Debatte um die Umbenennung der Raindorfer Benefizveranstaltung für die Entwicklungshilfe von „Negerball“ in „Negaball“ als hanebüchenen Auswuchs der politischen Korrektheit kritisiert. „Ob ironisch gemeint oder nicht – jetzt wird bereits die bewusste Verhunzung unserer Sprache in Kauf genommen, um vereinzelte (!) Rassismusvorwürfe zu kontern“, ärgert sich Landesvize Thomas Hartung. „Die Verschleifung von Substantivendungen ist ein Merkmal der sogenannten ‚Kanaksprak‘. Da der ‚Negerball‘ ein Faschings-Benefizball ist, dessen Einnahmen seit Jahrzehnten in ein Entwicklungshilfeprojekt in Afrika fließen, wird die sprachliche Verballhornung noch absurder. Und dass Facebook den Veranstaltungshinweis gar löschte, ist ein Unding.“
Hartung verweist darauf, dass bei der ideologisch gewollten Verengung von Wortbedeutungen nicht mehr beachtet wird, für wen ein Ausdruck „beleidigend“ oder „herabsetzend“ sein könnte. „Maßgeblich für sprachliche Bewertungen muss der Alltagsgebrauch der Sprachmehrheit sein. Ich frage mich, wie sich Personen fühlen, die von hunderttausenden Bayern tagtäglich gegessen oder getrunken werden: Frankfurter, Nürnberger, Hamburger…, ja Franzosen, Amerikaner, oder gar der ‚Russ‘, der aus Weißbier und weißer Limonade zusammengemischt wird. Fühlen sich Norweger etwa diskriminiert, weil sie im Winter über die Ohren gezogen werden? Bei so viel Diskriminierung warte ich darauf, dass endlich jemand die deutsche Sprache abzuschaffen fordert.“

Foto: Wikipedia/ Von Frank C. Müller, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3098471

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