Trumps Angriffe sind die beste Verteidigung

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Das System Trump besteht daraus, die von elitären Schnöseln gesteuerten Medien zuerst anzugreifen, und nicht erst abzuwarten bis sich die Schmutzkübel aus dem aus Hollywood beeinflußten Fernsehen und den linksdrehenden Printmedien über ihn ergießen. Das ist herzerfrischend.

Von Wolfgang Prabel

Wenn man die Medien von Anfang an hart und konsequent angreift, und sich von den Redakteuren unabhängig macht, ist jede politische Kampagne und die Selbstdarstellung heute besser planbar und Risiken sind beherrschbar. Man muß zuerst angreifen, so daß die Schmutzkampagnen der Medien vor dem Wähler wie deren Selbstverteidigung wirken. Denn wer sich verteidigt, der klagt sich an.

Die Taktik würde nicht funktionieren, wenn das Volk die Medien nicht bereits seit Jahrzehnten verachten würde. Die Amerikaner haben bei Präsidentschaftswahlen schon oft gegen die „Ratschläge“ der Medienzaren votiert. Eine Wahlempfehlung der „Washington Post“ ist für Kandidaten etwa so hilfreich wie ein Fußtritt in die Eier. Der mediengetriebene Klimalügner Al Gore hatte gegen George W. Bush im Jahr 2000 genauso verloren, wie Hillary Clinton 16 Jahre später gegen Donald Trump. Nicht trotz, sondern gerade wegen der kontraproduktiven Medien-„Hilfe“.

Zum Konzept des Angriffs auf die Lügenmedien gehört natürlich die eigene Unterstützerszene aus dem Umfeld der Graswurzelbewegung „Teaparty“, der Waffenbefürworter und anderer Freiheitskämpfer. Und natürlich eine alternative Nachrichtenversorgung. Andrew Breitbart brachte seine Website breitbart.com im Jahr 2007 ans Netz. Sie ist eines der Sprachrohre von Trump. Breitbart konnte von den Erfahrungen der Italiener profitieren. Auf dem Blog Beppe Grillo wurde unter der Mitwirkung von Gianroberto Casaleggio bereits am 16. Januar 2005 der erste Eintrag gepostet. Und Grillo war vom ersten Tag an auf Krawall gebürstet, die Informationsfreiheit wurde in Italien geboren. Der Grillo-Blog war die Blaupause für viele libertäre und konservative Internetauftritte in der ganzen Welt.

Der Krieg zwischen Beppe Grillo und den Medien hat eine Vorgeschichte, die in die graue Vorzeit des staatlichen Informationsmonopols zurückreicht, das seiner Struktur nach faschistisch ist. Und diesen Faschismus hat Grillo den Medien immer vorgehalten. Grillo hatte 1993 den sozialistischen Ministerpräsidenten Bettino Craxi wegen dessen zum Himmel stinkender Korruption angegriffen. Unter anderem auch in Fernsehbeiträgen von RAI. Die Sender waren damals folgendermaßen „aufgeteilt“. RAI 1 „gehörte“ den Christdemokraten und RAI 2 den Sozialisten. Craxis Geliebte Sandra Milo machte eine steile Karriere bei RAI 2, während seine andere Mätresse Anja Pieroni einen eigene Fernsehsender in Latium besaß. Grillo hatte es bei Craxi „verschissen“ und flog aus dem Staatssender RAI. Ein Jahr später war Craxi Hauptakteur im Tangentopoli-Bestechungsskandal und mußte 1994 vor der Justiz Hals über Kopf nach Afrika fliehen. Er wurde in Abwesenheit zu 28 Jahren verurteilt, die Summe der eingenommenen Bestechungen betrugen alleine bei den Sozialisten 93 Mio. US-$. In Lire konnte man das wegen den vielen Nullen nicht darstellen.

Grillos Angriffe auf die Sozialisten waren, wie sich herausstellte, mehr als gerechtfertigt. Die Medien standen jedoch auf der Seite der Finsterlinge, und nicht Rücken an Rücken, Schulter an Schulter mit den Aufklärern. Grillo handelt also nicht nur aus Berechnung, sondern auch aus Rachemotiven gegenüber den niederträchtigen Kriminellen in den Medien.

In Donald Trumps Buch „Great again“ gibt es ein ganzes Kapitel über die „unvoreingenommenen“ Medien. „Wir können keine Zeit verlieren, politisch korrekt zu sein. Hören Sie sich die Politiker an! Haben die alle den Kurs „Wie kann ich möglichst langweilig sein?“ belegt? Die Interviews mit einigen dieser Leute sind so spannend. Da kann ich auch Farbe beim Trocknen zusehen. So groß ist die Angst, sich zu verhaspeln, etwas Spontanes zu sagen, das nicht im Drehbuch stand und nicht der Parteilinie entspricht, daß sie verbal gelähmt sind. Sie werden alles tun, um bloß keine echte Antwort auf eine Frage zu geben. Und die Medien machen dieses Spiel mit.“

Trumps Spielregel lautet: „Eines der Probleme, die die politischen Medien mit mir haben, besteht darin, daß ich keine Angst vor ihnen habe. Andere Leute laufen rum und betteln um Aufmerksamkeit. Ich nicht.“

Letztlich hat Trump ein etwas pragmatischeres Verhältnis zu den Reportern, Moderatoren und Kommentatoren, als Grillo. Das liegt auch an der Struktur des amerikanischen Fernsehens. Von den deutschen Medien werden immer nur die linksradikalen Hetz- und Lügensender CNN und MSNBC zitiert. Es gibt jedoch hunderte neutrale Sender, darunter der relativ quotenstarke FOX, die von der „objektiven“ germanischen Medienmeute behandelt werden, als seien sie nicht da. Hier ein Beispiel für Medienvielfalt. In Deutschland nur im Internet denkbar:

Für diejenigen, die kein Englisch können: FOX geißelt die Fakenews der Konkurrenten. Diese hatten die kriminellen Machenschaften der verhafteten Illegalen nicht erwähnt und sie aus ideologischen Motiven als willkürliche Opfer von Trump hingestellt.

Grillo wird die italienischen Staatsmedien säubern, Trump wird TV und Presse nutzen, so wie sie sind. Und er wird angreifen. Um mit „skandalösen“ Statements Aufmerksamkeit zu bekommen. So sind die Amis.

Foto: Gage Skidmore/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

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