Wenn Flüchtlinge putzen müssen

Symbolfoto: Metropolico.org/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Manchmal tun einem die gutmenschlichen Flüchtlingshelfer wirklich Leid. Da versuchen sie alles, damit es ihren Gästen an nichts fehlt und wenn sie dann mal darum bitten, dass diese ihnen unter die Arme greifen, gibt es eine eiskalte Abfuhr:

Waiblingen. Mehr als 60 Asylbewerberheime gibt es im Kreis. Als eines der schwierigsten gilt das Heim am Inneren Weidach. Ehrenamtliche klagten über Kakerlaken, Schmutz und bauliche Mängel. Dann übernahm die Caritas die Sozialarbeit und kündigte grundlegende Veränderungen an. Jetzt sagt Caritas-Frau Ellen Eichhorn-Wenz: „Wir haben es unterschätzt. Wir müssen uns mit kleinen Schritten zufriedengeben.“

 Um die verwahrlosten Container in Schuss zu bringen, wurde im Oktober ein Reinigungsunternehmen mit einer Grundreinigung beauftragt. Anschließend sollte ein Putzplan dafür sorgen, dass die Bewohner ihre Zimmer, Duschen und Toiletten selbst sauber halten. Ein Vierteljahr später zeigt sich nun: Trist, dreckig und trostlos ist es nach wie vor im Heim am Inneren Weidach. „Der Putzplan stieß auf Widerstand“, begründet Ellen Eichhorn-Wenz den frustrierenden Zustand. Seit August 2016 können Flüchtlinge zum Putzen verpflichtet werden. Asylbewerber, die sich partout unwillig zeigen, kann um bis zu 20 Prozent das Taschengeld gekürzt werden. Doch auch unter Androhung von Sanktionen weigere sich ein Teil der Bewohner, sauber zu machen. „Sie sagen, sie seien nicht für den Dreck der Gemeinschaftsfläche zuständig.“ Eine große Aufgabe sei es, den Putzplan zu erstellen und jeden Tag nachzuhaken, bestätigt auch Sozialarbeiter James Keath…
Doch das ist nicht das einzige Problem in diesem Heim:
…Die üblen Zustände in der Flüchtlingsunterkunft haben die ehrenamtlichen Helfer immer wieder angeprangert. Das Gebäude ist eine der ältesten Asylbewerber-Einrichtungen im Rems-Murr-Kreis und war immer vor allem von alleinstehenden Männern bewohnt. Die Nähe zum Bahnhof und zwei Ein- und Ausgangstüren begünstigten den Drogenhandel im Heim…
Wie kann es eigentlich sein, dass diese armen Menschen Geld für Drogen haben und nicht in der Lage sind, einen Wischlappen in die Hand zu nehmen?
Symbolfoto: Metropolico.org/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

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