Wendt fordert mehr Polizei auf dem Land

Foto: Polizisten (über dts Nachrichtenagentur)
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 Berlin – Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, hält die Regeln für die Verteilung von Einsatzkräfte für überholt und fordert „dringend eine höhere Polizeipräsenz“ in ländlichen Gebieten. Wendt sagte der „Heilbronner Stimme“: „Einerseits ist es logisch, die Kräfte dort einzusetzen, wo sie gebraucht werden. Die Folge ist aber, dass es auf dem Land sehr, sehr dünn wird. Viele Beamte haben schon jetzt lange Anfahrtswege zu Einsätzen.“ Es müsse dringend „eine Definition zur Grundversorgung auf dem Land geben“, betonte er. „Nur so können wir das Sicherheitsgefühl auf dem Land gewährleisten“, sagte Wendt.

Dann bekämen die Menschen auch ab und an einen Polizisten zu Gesicht. Wendt hält die reine Verteilung der Einsatzkräfte nach der sogenannten „belastungsbezogenen Kräfteverteilung“ (BKV) für überholt. Seit 1996 erfolgt die Verteilung nach der BKV. Grundlage sind beispielsweise hohe Kriminalitätszahlen oder hohe Verkehrsunfallzahlen.

In den meisten Bundesländern führe dies inzwischen dazu, dass Polizisten in manchen Gebieten kaum noch auf Streife sein könnten. Dies treffe vor allem die ostdeutschen Bundesländer. Eine Ausnahme im Westen mache Bayern, so Wendt, und fügte hinzu: „Die Bürger haben ein Anrecht darauf, dass man ihnen ein Gefühl der Sicherheit vermittelt.“ (dts)

Foto: Polizisten (über dts Nachrichtenagentur)

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