Langzeiturlaub in Europa?

Eines vorweg: Menschen, deren Leben bedroht ist, muß man helfen! Alle Staaten der Erde! Aber sollte man Menschen, in deren Heimat Krieg tobt, ebenso selbstverständlich bei sich aufnehmen? Über die Gründe nachzudenken, die seit Monaten jene Menschen veranlaßt, ihre Heimat zu verlassen und sich ins ,gelobte Land‘ Europa zu begeben, sollte denjenigen nicht automatisch zum Rassisten abstempeln!

Von Franz Wolf

Mit überzeugender Stimme verkündeten Menschen wie Wulff und jener, der sich selber gerne hochleben läßt, Herr Gauck: „Deutschland ist ein Einwanderungsland!“ Und andere wiederholen es stereotyp. Angepaßt.

Die Folgen sind jetzt absehbar. Scharen von Pseudoflüchtlingen strömen nach Europa mit einem festen Vorsatz: Ihr Ziel heißt Deutschland. Ein Land, dessen sogenannte Verantwortlichen Milch und Honig versprechen, im Vergleich zu dem, was in ihren Heimatländern fließt. Und sie sind erstaunlich gut darüber informiert. Zeitweise fuhren die Hilfsschiffe so nahe an die afrikanischen Küsten, daß ihre Präsenz wie eine Einladung anmutete: Kommt hierher, Leute, und bringt alle eure Freunde gleich mit!

Das Ergebnis: Massen von Schleppern kassieren horrende Summen dafür, diese Leute, denen meist weder Krieg noch Verfolgung drohen, mit absolut seeuntüchtigen Booten, die nach kurzer Zeit ohnehin sinken sollen, die paar Meter übers Meer zum rettenden Schiff hinüber zu bringen, oder an den Rand Europas; als Startrampe zu einer Art Urlaub. Ein Urlaub, der dann enden wird, wenn am Zielort ihre Asylanträge abgelehnt werden. Das mag zynisch klingen, ist aber im Ergebnis nichts anderes. Und wer bezahlt diesen Urlaub? Wir. Denn wer seine Heimat ohne Gefahr verläßt, um sich in einem Land wie Deutschland als hilfsbedürftiger Mittelloser zu präsentieren, nachdem er mehrere tausend Dollar für die Fahrt hierher bezahlen konnte, sollte nicht als Mittelloser betrachtet werden. Er kommt quasi als Urlauber, dem Unterkunft, Verpflegung und Sozialleistungen garantiert werden. Wie auch uns – im Urlaub! Ich bezweifle jedoch, daß in Ghana oder in der Türkei einem deutschen Touristen ein derartiges Spektrum an Leistungen präsentiert wird, wie sie ein Flüchtling oder ‚Langzeiturlauber‘ aus Libyen, Uganda oder Bosnien hier genießt. Denn als Langzeiturlauber muß man sie bezeichnen, da die meisten ohnehin keine Chance haben, Asyl zu bekommen und nach einer Prozedur von mehreren Jahren ihren Urlaub hier wieder beenden müssen. Und das ganze zum Leidwesen des Steuerzahlers. Bin ich nun ein Rassist? Ich denke, nein. Der Unmut mancher Deutscher richtet sich auch nicht gegen die tatsächlich Vertriebenen. Sondern gegen die Urlauber.

Wer also sollte jene verurteilen, die ihre Grenzen vor ihnen dichtmachen? Man sieht es ihnen doch nicht an, ob sie als Flüchtlinge oder als Urlauber hierher kommen! Stellt sich dennoch die Frage: Warum fliehen sie nicht nach China, Jordanien, Pakistan oder nach Indien? Oder in den Iran? Nach Saudi-Arabien oder Ägypten vielleicht? Die Antwort ist simpel: Weil dort zwar Sicherheit geboten werden könnte, nicht jedoch das – wie soll ich es formulieren – das soziale und ökonomische Umfeld, wie sie es z. B. in Deutschland erwarten und – finden. Denn Ansprüche melden sie allemal an! So weigern sich sogenannte Flüchtlinge, denen zu Hause angeblich der Tod droht, in der Schweiz in sicheren Bunkern zu wohnen. „Das sei ihrer unwürdig.“

Die Würde des Flüchtlings. Wie unwürdig haben denn unsere Eltern auf der Flucht nach dem 2. Weltkrieg und danach viele Jahre in Europa gelebt, gehaust? Hatten sie irgendwelche Ansprüche angemeldet? Mitnichten. Denn sie waren real Vertriebene, teilweise aus dem eigenen Land. Dennoch haben sie sich kulturell eingegliedert, waren sauber und arbeitsam. Beide letztgenannten Attribute kann man nicht jedem Vertriebenen zusprechen, wenn man von den Zuständen hört und liest, die nach kurzer Zeit in Unterkünften herrschen, die ihnen ein zu Hause sein sollten. Auch in denen, die nicht überfüllt sind… Das zu zeigen lehnen ARD und ZDF leider ab, wie sie es ohnehin mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. Ebenso, wie man Namen von den Menschen, die sich nicht ganz legal verhalten, in den Gazetten verschweigt. Objektive Nachrichten sehen anders aus.

Aber auch diese wichtige Frage sei erlaubt: Warum bleiben die Männer nicht in Syrien und bekämpfen jene Eindringlinge, vor denen sie lieber fliehen? Die Franzosen sind 1940 auch im Lande geblieben und haben die deutschen Aggressoren bekämpft. Das ist die Regel! Sie sind nicht nach Syrien geflohen oder nach Afghanistan. Krieg ist nur da, wo gekämpft wird! Ich glaube auch nicht, daß Assad seine Landsleute aus Syrien vertreibt und nach Europa schickt. Denn ohne Menschen ist ein Potentat wertlos, ein Diktator nur ein Popanz. Warum also strömen diese Menschen in solchen Massen nach Europa? Wer jetzt noch Fragen hat, zählt zu den Gutmenschen, von denen jeder bei sich zu Hause mindestens 10 Flüchtlinge aufgenommen hat. Oder etwa doch nicht?

Symbolfoto: Pixabay/ CC0 Public Domain

 

 

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