Italien: Erdbebenopfer sollen „Flüchtlinge“ unterbringen!

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Seit fünf Jahren warten in der norditalienischen Region Emilia-Romagna noch mehr als 12 000 Erdbebenopfer darauf, wieder ein eigenes Dach über dem Kopf zu bekommen. Sie leben weiterhin in Notunterkünften, bei Familienmitgliedern oder Freunden.

Die bei dem Beben zerstörten Städte sind noch weit von einem Wiederaufbau entfernt, geben die zuständigen Behörden zu.

Entsprechend wütend sind sie nun über ein neues Vorhaben, dort hunderte Migranten unterzubringen.

Italien steht unter Druck. Allein in den ersten fünf Wochen des neuen Jahres landeten 10 000 neue sogenannte Flüchtlinge im Land. Und es ist keine Entspannung in Sicht.

Die Region ist von den Behörden angewiesen worden, nun für die ersten 219 Migranten Häuser und Wohnungen bereitzustellen.

Die erste Ungläubigkeit der Einwohner sei inzwischen heller Empörung gewichen, berichten Lokalpolitiker.

Allein in der Stadt Mirandola stehen noch 900 Überlebende des Bebens von 2012 auf den Listen für neue Häuser, nun soll Platz geschaffen werden für 61 Migranten.

Eine Petition des Gemeindeberaters Antonio Plates gegen diese Pläne bekam in nur wenigen Stunden mehr als 650 Unterschriften.

“Seit dem 1. Januar wird diese Region wie alle anderen eingestuft. Es gibt keine Sonderbehandlung mehr. Doch es hat sich seit Jahresbeginn nichts an der Situation verändert. Unser Sozialsystem wird angesichts der Neuankömmlinge zusammenbrechen. Wo sollen denn diese Migranten untergebracht werden,“ fragt er sich.

Bei dem Beben am 20.Mai 2012 wurden sieben Menschen getötet, bei einem erneuten Beben neun Tage später starben weitere zwanzig Einwohner.

Symbolfoto: Pixabay/ CC0 Public Domain

http://www.express.co.uk/news/world/768798/Italy-earthquake-zone-Emilia-Romagna-survivors-homeless-rehouse-migrants

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