Imad Karim: Warum ich mich nicht schämen muss

Ein Herr xxxxxx griff mich wegen meiner kritischen Haltung zur Thematik „Flüchtlinge“ und „Islam“ an.

Er schrieb:
…Wie kann jemand der selbst einmal Flüchtling war heute eine Partei hofieren die so massiv gegen Flüchtinge agitiert wie die AfD? Allein damit „verrückt nach Deutschland“ zu sein ist das m.E. nicht mehr zu rechtfertigen, da gehören schon eine gehörige Portion Opportunismus und auch Egoismus dazu. Hätte es Ende der 70er in Deutschland eine AfD-Regierung gegeben, wären Sie wohl nie hier ins Land gekommen. Warum wollen Sie mit Ihrer Unterstützung dieser fremdenfeindlichen Partei also genau die Zustände herbeiführen, die Ihnen selbst damals Ihren Eintritt in ein besseres Leben wohl verwehrt hätten? Ganz Opportunist eben, mir gehts gut, scheiß auf die, die jetzt kommen. Eigentlich sollten Sie sich was schämen….“

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Hier meine Antwort an Herrn xxxxxxxx:

Guten Morgen Herr xxxxxxxx,
es ist nicht nur schade, es ist miserabel von Ihnen und fanatisiert zu glauben, dass jeder, der in IHR Deutschland gekommen ist, ein Flüchtling und Bittsteller sein MUSS! Der Unterschied zwischen Ihnen und mir ist, dass ich durchaus glaube, dass Sie ein offener und aufrichtiger Mensch sind, aber dass Sie mir diese Eigenschaften absprechen, weil ich mich mit dieser Thematik, sprich mit der für mich falschen „Flüchtlingsdarstellung“ und der Islamverharmlosung kritisch auseinandersetze. Wäre ich ein Opportunist gewesen, wie Sie von mir behaupten, hätte ich meine Arbeit bei den ÖR-Fernsehsendern fortgesetzt. Ich habe dort Jahrzehnte sehr gutes Geld verdient und konnte bis zu drei längere Filmen im Jahr drehen. Ich saß mit Anetta Kahane in Fernsehjuries und bekam selbst Integrationspreise. Heute und seit vielen Jahren muss ich mich mit Industriefilmen und Imagefilmen über Ärzte, Friseure und Metzger über Wasser halten, um meine Miete und meine Familie zu ernähren. Ich bin auch weder bei der AFD noch bei einer anderen Partei. Ich habe die AFD-Politiker wie Petry (absolut selbst finanzierte Dreharbeiten) und Meuthen (musste der RT Deutschland verkaufen, um 2.000 Euro zu bekommen, da kein Sender bereit war, das Interview zu kaufen) diese 2.000 Euro sind nicht mal 1/5 der Produktionskosten, die ich aus eigener Tasche bezahlte. Ich war und bin als Journalist auf der Suche nach Antworten auf aktuelle politische Fragen. Nach dem selben Prinzip portraitierte ich den damals noch unbekannten Grünen Cem Özdemir.

Das Problem ist, daß Sie und viele in diesem Land, aufgrund ihrer Sozialisierung nicht mehr in der Lage sind, zu differenzieren. Ich tue das und ich habe nicht nur einen WDR-Film über (wahre) Flüchtlinge realisiert, sondern, ich helfe immer noch mit für mich viel Geld, dass Atheisten, Agnostiker, Homosexuelle aus der islamischen Hölle fliehen können. Ich bin heute in Deutschland mit Hunderten dieser Menschen über Internet, Telefon und persönliche Treffen vernetzt. Diese Geflüchteten berichten in Wort, Bild und heimlich aufgenommene Aufnahmen aus dem Innenleben der Flüchtlingsunterkünften. Es sind ungeheuerliche Zeitdokumente, wegen der die kommenden Generationen durch die fanatisierte und fanatische Hölle gehen werden,

Hören Sie mir bitte richtig einmal zu!

Es gibt ein arabisches vorislamisches Sprchwort;
„Und weilst du bei einem Volke vierzig Tage, so sei einer von ihnen oder wandere weiter“ „من عاشر قوما اربعون يوما يا صار منهم يا رحلعنهم“

Nach diesem Sprichwort lebe ich in diesem großartigen Deutschland vier Jahrzehnte. Also aus den vierzig Tagen sind vierzig Jahre geworden, in denen ich seither einen vielfältigen Alltag mit den Menschen, auch mit Ihnen, trotz Ihrer beleidigenden Unwissenheit, in diesem Land teile.

Noch einmal und um wieder Missverständnisse von vornherein zu vermeiden:

Ich bin wirklich und wahrlich weder als Flüchtling noch als Asylbewerber nach Deutschland gekommen. Ich kam einst als Student, so wie Goethe nach Italien zum Studieren ging. Goethe kehrte zurück und ich blieb. 1974, drei Jahre bevor ich nach Deutschland kam, hatten drei Studenten, ein Norweger, ein Schweizer und ein Inder in Beirut studiert und mit uns in meiner formalislamischen aber in Wahrheit agnostischen Familie in Beirut mit gelebt. Meine weltoffene und feministisch angehauchte Mutter kümmerte sich ehrenamtlich um diese jungen Leute. Ich bin in meiner Familie mit der Idee der Vielfalt groß geworden. Diskrepant war es allerdings, wenn wir zu den Onkels und Tanten gegangen sind. Dort saßen wir am Esstisch und mussten vorher beten und Juden und Christen verfluchen. Es gab zwei Welten, eine offene innerhalb der familiären vier Wänden und eine kranke von hasserfüllten Sümpfen, seit 1.400 alten faschistischen gegen den Menschen gerichtete pathologische Religiosität gezeichnete Außenwelt.

Ich war und bin immer für den kulturellen Austausch der Völker und auch Völkerwanderung erachte ich als wichtigen Prozess der zivilisatorischen Dynamik, ohne die die Menschheit verkümmern würde. Aber ich bin als Humanist auch dafür, dass diese Prozesse möglichst nicht auf Kosten der aufnehmenden Gesellschaft gehen, so dass diese am Ende als Ethnie verschwindet. Das ist meine Grundhaltung, egal, ob ich bei einem Indianerstamm in Amazonas leben würde oder hier in Deutschland. Nehmen Sie mir bitte das nicht übel.

Also noch einmal für Sie:
Es gab immer Menschen, die von A nach B fahren, um zu studieren, zu arbeiten oder Handel zu betreiben. Das ist nicht erst seitdem Grüne und Linke (ich war in meiner Jugend und in den ersten 10 Jahre aktiver Marxist und Anhänger der „Frankfurter Schule“) an der Macht sind. Ich hatte ohnehin vor, mein Regiestudium im Ausland und auf eigene Kosten fortzusetzen. Ich war auch zuvor zu Besuch, mal mit den Eltern, mal allein als Schüler in London, Zürich und auch in Kopenhagen. Als der Bürgerkrieg 1975 ausbrach, war es für meine Eltern und mich selbstverständlich klar, dass ich zum Studieren ins Ausland gehe, wenn dieser schmutzige, fanatische, religiös motivierte Krieg nicht sofort in Keim erstickt wird. Ich kam hierher weil ich Brechtverehrer war und bin. Ich hatte in Beirut seine Werke auf der Bühne inszeniert. Ich hätte weder die Zustimmung der Linken, einer AFD noch Ihre gebraucht, um als selbstfinanzierender ausländischer Student hier zu studieren. Diese Austauschprogramme gab es seit ehe und je, ja sogar zu Zeiten des Massenmörders Adolf Hitler und der Psychopathen Mussolini und Franco.

Seien Sie bitte nicht überheblich und bilden Sie sich nicht ein, dass jeder DRITTWELTLER, der in den 60er, 70er, 80er oder heute nach Deutschland kam und kommt, ein von Ihren Gnaden abhängiger FLÜCHTLING sein muss.

Ich bin in der Tat mit meinem eigenen Geld hierher gekommen und habe mit eigenem Geld das Studium finanziert. Ich habe bis zum heutigen Tag NIE irgendwelche staatliche Leistungen in Anspruch genommen. Klar gab es auch für mich keine Studiengebühren aber für meinen Lebensunterhalt habe ich selber gesorgt, erst durch meine Eltern und bald später durch viele gute bezahlte Ferienjobs, denn Deutschland bietet viel und gibt viel.

AFD hin, AFD her. Wenn die Zivilgesellschaften im Westen nicht bald begreifen, dass die Masseneinwanderung, die übrigens KEINEM richtig helfen und dass die Verharmlosung des Islams als Religion, die übrigens keine Religion ist, auch wenn 1,7 Milliarden Menschen dieser Ideologie folgen, zur Zerstörung der Freiheit und der Pluralität führen werden, sind weder eine AFD, Front national, noch TRUMP oder sonstiger irgendwie relevant.

Später, wenn ich bei der Arbeit bin, sende ich Ihnen zwei Links über zwei interessante Entdeckungen von mir, die ich Ihnen und anderen hier in der Gruppe nicht vorenthalten möchte.

Bis dahin würde ich Sie und alle anderen, die das lesen, bitten zu versuchen, folgende Frage zu beantworten:

Was würde sich bei Ihnen ändern, wenn Sie feststellen würden, dass die nach Deutschland gekommenen syrischen “ Flüchtlinge“

– zu 95%  mindestens vier Jahre in Syrien zuletzt lebten, davon einige Hunderttausende vor 10, 15 und 20 Jahren in Syrien lebten und die ganzen Jahre vor Deutschland in Dubai, Abu Dhabi, Lagos, Accra und in anderen westafrikanischen Ländern lebten, und dass nicht mal 0,1% direkt aus Kriegsgebieten in Syrien gekommen sind?

– zu 30% inzwischen mehrmals in Syrien waren, um die Familie zu besuchen, Geschäfte auszubauen, Bauprojekte wie das eigene Haus fortzusetzen oder Urlaub zu machen?

– zu 99,9999% einen Hass auf den Westen und das westliche Lebensmodell empfinden und dass sich diese Menschen, sowie ihre Kinder, später nie integrieren und Parallelgesellschaften bilden werden, die sich aufgrund ihrer Geburtenvitalität irgendwann in naher Zukunft zu Enklaven entwickeln, die im Endeffekt zur Spaltung und zum Tode der aus der Aufklärung hervorgegangene jungen Idee der Freiheit führen wird?

Herr xxxxxxxx,

Sie sind schnell, sehr schnell Menschen pauschalisierend zu beurteilen und in meinem Fall nicht selten zu diffamieren. Nein Herr xxxx, Sie haben die Humanität nicht für sich gepachtet!
Immer wenn eine Gesinnungsethik herrscht, artet sie in Faschismus aus. Ich war und bin gegen jegliche Art von totalitären Ideologien und ich bin Realist, sehr!!

Ich sage Ihnen, unsere Gesellschaft ist stark genug, gegen Rassisten und Spalter vorzugehen aber nicht gegen den religiösen Faschismus, denn der stellt sich als Opfer dar und schlägt uns mit unserer eigenen Waffe, mit der Open Society.

Rassisten sind tot, schon lange tot, seit über 50 Jahren mausetot und der dümmste RASSIST von heute weiß, dass er in dieser globalisierten und miteinander vernetzten Welt ökonomisch und international politisch nur weiter bestehen kann, wenn er bereit ist, sich mit anderen Völkern, Ethnien und Nationen auf Augenhöhe auszutauschen.

Diese aus der globalen Vernetzung entstandene und notwendige Realität ist einem streng gläubigen MOSLEM irrelevant, denn seine Welt ist nicht von dieser Welt. Nach diesem Prinzip leben wir Muslime seit 1456 Jahren. Wir definieren unsere „kosmopolitischen“ Aktivitäten durch Kriege. Früher kämpften wir mit dem Schwert um andere Länder zu erobern und die endogenen Völkern zum Islam zu zwingen. Heute tun wir das gleiche, nur mit einer neuen Waffe, mit den „Flüchtlingen“.

Sie haben damit kein Problem! Ich aber schon!
Guten Tag!

Foto: Facebook-Profil

Wandere aus, solange es noch geht!
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