Michael Klonvosky: Die Karte des Herrn Halbouni

Manaf Halbouni – das ist der Hochbegabte mit den zu Dresden vertikal aufgestellten bayerischen Bussen, aus denen gerade das Öl ausläuft – hat eine Webseite, auf welcher er noch andere „Projekte“ vorstellt. Eines heißt „What if“. Es ist ein „Kartenprojekt“, das gewisse Aufschlüsse darüber zulässt, welche feuchten Träume unser Import-Genie träumt und was er mit seiner Bemerkung meinen könnte, man solle seine „Installation“, so vertikal sie einem zunächst auch vorkommen mag, als „Brücke“ zwischen Syrien und Deutschland verstehen. Er schreibt:

„In der Fiktiven Welt die ich erschaffen habe, hat die Industrie Revolution im Arabischen so wie Osmanischen Reich stattgefunden. Somit sind zwei Mächte hervor gekommen die die Welt mit Waffen sowie Technologische Errungenschaften beliefern. Auf der Suche nach Ressourcen und  Absatzmärkte, begann man mit den Kolonialisierung Europas.
Bei der Kolonialisierung wurden neue Grenzen erschaffen um Europa unter zwei Mächten aufzuteilen ohne Rücksicht auf die Verschiedenen dort lebenden Völker.
Die entstandenen Kampfkarten, Verzeichnen den lauf der Truppen und dessen verschiedenen Verbänden so wie wichtige Militärische Ziele.  Die neu Eroberten Städte werden Teils umbenannt oder übersetzt. Lädiglich ein Par Große Städte dürfen ihren Namen behalten.“

Klicken Sie hier, dann können Sie die „Kampfkarten“ mit den geänderten – arabisierten – Namen speziell deutscher Städte oder der Sächsischen Schweiz, die Truppenbewegungen islamischer Heere durch ’schland und andere Phantasien eines ungedienten syrischen Projektemachers verfolgen. Plötzlich leuchtet auch ein, dass die originale Installation, die Busbarrikade zu Aleppo, von islamischen Radikalen aufgestellt oder zumindest genutzt, jedenfalls beflaggt wurde (hier). Interessant, wen die kulturpolitisch Verantwortlichen hierzulande beim öffentlichen Gesinnungsschrottabladen so sponsern; die „Volksverräter“-Rufe scheinen bisweilen nicht ganz so weit hergeholt gewesen zu sein…

Wie wir wissen, sind die Araber im 8. Jahrhundert immerhin bis nach Südfrankreich vorgestoßen und haben lange in Südspanien geherrscht; die Türken wiederum standen zweimal vor Wien und hatten bis ins 19. Jahrhundert weite Teile Südeuropas unter ihrem Stiefel (wo sie einst walteten, erkennt man heute noch an einer gewissen mentalen Versteppungsgeneigtheit dortselbst); der islamische Drang nach Europa ist nicht neu, doch fanden sich weiland rüstige Männer, die ihn zurückschlugen und beendeten. Heute läuft die Landnahme bekanntlich auf dem demografischen Wege, mit höchstem Segen westlicher Offizieller und von Frau Merkel persönlich ausgehängter Kerkaporta, und mancher Muslim frohlockt jetzt schon vorfreudig – ob wir auf der Webseite unseres aktionskünstlerischen Wege- und Linienbusstirnlagerers auch mal ein Kärtchen von Israel mit ausgestrichenen hebräischen und stattdessen eingefügten arabischen Ortsnamen finden? Und dass die industrielle Revolution, man halte von ihr, was man will, dort stattgefunden haben könnte, wo unser freakig-frommer Freund sie halluziniert, was wäre wahrscheinlicher angesichts der planetarischen Neugier, des unstillbaren faustischen Dranges, der Forscher- und Entdeckertradition, der wissenschftlichen Experimentierfreude, des Arbeitseifers, des geistig offenen Klimas und der Nobelpreisträgerdichte in dieser Weltgegend? Höchstens vielleicht die Verleihung des Nobelpreises für die Entdeckung einer revolutionären Methode subventionierter Schrottzwischenlagerung an Halbouni himself.

 

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