Ein Föhn in der Badewanne

Dieser Vorfall ist sicherlich schrecklich, aber die Reaktion der Eltern muss doch stutzig machen. „20 Minuten.ch“ vermeldet:

Für Luul und Abdulah Said ging am Sonntagabend die Welt unter. Das somalische Paar aus Kehrsatz verlor seine zwei Söhne Abdulahi und Mubarak durch einen tragischen Unfall. Die beiden Buben waren erst sieben beziehungsweise sechs Jahre alt: «Meine Söhne waren in der Badewanne, ich ging nur ganz schnell zu meinen anderen Kindern ins zweite Badezimmer. Als ich zurück kam, lagen die Jungs regungslos in der Wanne», erzählt Luul und kämpft dabei gegen die Tränen…

Das ist wirklich fürchterlich und traurig, aber jetzt kommt eine merkwürdige Passage:

…Sofort bemerkte sie den Föhn, der im Badewasser trieb, und reagierte schnell, wie sie sagt: «Als ich ihn aussteckte, versetzte es mir auch noch einen heftigen Stromschlag.»…

http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/-Gott-hat-sie-geschenkt–Gott-hat-sie-genommen–15474558

Auf „wissen.de“ erfahren wir mehr über Strom und Wasser:

Im Haushalt sterben mehr Menschen als im Straßenverkehr und oftmals hängen diese Unfälle mit Elektrizität zusammen. Besonders im Badezimmer, wo Strom und Wasser schnell miteinander in Berührung kommen können, lauern die Gefahren. Der Fön in der Badewanne ist ein signifikantes Beispiel dafür.

Doch ganz entgegen der Vermutung, gibt es keinen lauten Knall oder hollywoodtauglichen Kurzschluss, wenn der Haartrockner in das Badewasser fällt – er läuft überraschenderweise einfach weiter. Der Strom aus der Steckdose kann über die Heizspiralen des Föns über das Wasser abfließen und geht in die Abflussrohre der geerdeten Badewanne. Nun steht das Wasser unter Strom und erreicht eine Stärke von bis zu 100 Milliampere. Diese Stromladung ist für den Menschen lebensbedrohlich; schon bei knapp 50 Milliampere kann es zu Herzstillstand oder Herzrhythmusstörungen kommen…

http://www.wissen.de/1-der-foen-der-badewanne

Die Eltern der verstorbenen Kinder kommen zu anderen Schlussfolgerungen:

«Gott hat sie mir geschenkt, jetzt hat er mir sie wieder genommen», sagt die Mutter von acht Kindern und zittert. Auch wenn sie die Schuld am Tod der kleinen Buben sich selber gibt, macht sie der Verwaltung ebenfalls schwere Vorwürfe: «In diesem Haus stimmt etwas mit dem Strom nicht.» Zusammen mit ihrem Mann und den Kindern lebt sie in der Tannacker-Siedlung. Sie hätte das Problem schon mehrmals gemeldet, aber passiert sei nichts. Sie erzählt von Elektrogeräten, die nach wenigen Tagen kaputt gehen. Auch Glühbirnen seien manchmal nach wenigen Tagen in die Brüche gegangen…

http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/-Gott-hat-sie-geschenkt–Gott-hat-sie-genommen–15474558

Warum wird jetzt hier noch die Verwaltung mit reingezogen? Geht es hier darum, noch irgendwo Geld zu kassieren, oder den Ungläubigen die Mitschuld in die Schuhe zu schieben?

Symbolfoto: Pixabay/ CC0 Public Domain

 

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