Die Reise nach Mekka

Es wundert mich immer wieder, dass deutsche und europäische Zeitungen unisono ihre Nachrichten und Kommentare teilweise giftig und allwissend gegen den neuen amerikanischen Präsidenten verbreiten. Bei Anne Will, Maybritt Illner, Frank Plasberg usw. sind die Trump-Kritiker jeweils in der Mehrzahl. Ton und Inhalt der Fragen merkt man an, worauf die jeweiligen Moderatoren hinaus wollen. Zudem sind die Diskussionsteilnehmer offensichtlich ausgesuchte verbale und rhetorische „Dialogprofis“. Auch wäre es interessant, die Rededauer der jeweiligen „Kontrahenten“ zu vergleichen. Dies betrifft freilich die meisten Sendungen, in welchen die Moderatoren das Thema ihrer Sendung durchziehen wollen. Bei jenen Sendungen allerdings, in welchen die „Untaten“ von Herrn Trump aufgelistet und ausgebreitet werden, fällt es mir besonders auf.

Von Wilfried Puhl-Schmidt

Ich kann als kleiner Zeitgenosse keinen weltpolitischen Hintergrund für die Einseitigkeit aufdecken. Mir fällt jedoch auf, dass die Kritik an der Einwanderungspolitik des neuen amerikanischen Präsidenten besonders scharf ausfällt. Die Einreise aus sieben insbesondere islamisch geprägten Ländern soll in Zukunft erschwert bzw. verhindert werden. Ob die Gegner Trumps von purer Nächstenliebe und freiheitlicher Gesinnung geprägt sind oder nicht vielmehr von politischen, wirtschaftlichen und ganz anderen Interessen, wage ich nicht zu beurteilen. Ich kann immer wieder nur sagen, dass unsere Enkelkinder in ihren Geschichtsbüchern mehr erfahren.

Ein Freund machte mich auf einen Bericht aufmerksam, in welchem dokumentiert wird, dass z.B. das islamisch geprägte Land Kuwait zeitgleich mit Präsident Trump keine Staatsangehörige aus Syrien, Irak, Afghanistan und Iran mehr einreisen lässt. Seit 2011 übrigens darf kein Syrer Kuwait-Stadt betreten. Ist das Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und mangelnde Nächstenliebe gegenüber muslimischen Schwestern und Brüdern oder nicht vielmehr berechtigte Sorge um die Sicherheit der Bevölkerung? Wo bleibt die scharfe Reaktion aus Brüssel und Berlin? Welche deutsche Medien berichten davon und welche Menschenrechtsorganisationen wie z.B Amnesty International (AI) erheben ihren gewohnt schnellen Protest?

Ausdrücklich weißt der Artikel darauf hin, dass nur Muslime nach Mekka einreisen dürfen und faktisch 6 Milliarden Nichtmuslime ausgegrenzt werden. Schauen Sie sich bitte die Schilder auf Mekkas Autobahnen an! Mir fällt in diesem Zusammenhang der Petersdom in Rom ein und der riesige Petersplatz, welcher Tausende christliche Pilger und nichtchristliche Touristen wie z.B Muslime, Atheisten usw. vereint. Keiner wird wegen seiner Religion abgewiesen und ausgegrenzt.

Im übrigen möchte ich nochmals auf Henryk Broder hinweisen, der in einem Artikel beklagt, dass die Saudis keine Flüchtlinge aufnehmen, obwohl doch außerhalb der Pilgerzeit tausende Wohnungen unbewohnt seien. Doch dies hat jetzt nichts mit Herrn Trump zu tun.

Mit Herrn Trump hat jedoch folgender Hinweis zu tun. Weltweit berichteten die Medien von den großen Demonstrationen, welche wegen der Frauenfeindlichkeit des Präsidenten auf die Strassen gingen. Wer kann solche Aktionen organisieren und warum? Recherchen bekannter US-Medien ergaben, dass der Milliardär George Soros medienwirksam den „Women’s March on Washington“ mit organisierte. Der gebürtige Ungar und amerikanische Starinvestor Georg Soros ist einer der großen Trumpgegner, der zB. den Wahlkampf von Frau Clinton finanzierte. Er wird nie vergessen, dass er durch den Sieg Trumps eine Milliarde Dollar verlor , weil er auf dessen Niederlage gewettet hatte. Anders ausgedrückt: Er hatte nach der Wahl Trumps auf fallende Aktienkurse gesetzt. Dabei stieg der Standardindex Dow Jones um 9 Prozent. Der Interessierte sei auf den Artikel „George Soros verliert seit Trumps Wahlsieg eine Milliarde“ des Manager Magazins verwiesen.
Foto: Pixabay/ CC0 Public Domain

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