Der neue BILD-Kaischi trägt gern rote Söckchen

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Peter Bartels (Foto: Privat)

BILD hat einen „neuen“ Kaischi Diekmann. Er heißt Julian Reichelt (36), liebt Schützengräben, rote Söckchen und Johnny Cash. Und er hat – „alles, was ich vom Boulevard weiß“, von Kaischi gelernt…

Darauf einen Dujardin!

Von Peter Bartels

Als der Kaischi sich zum Herausgeber in die Etappe weg „beförderte“, ernannte er diesen Julian zum Chefredakteur von BILD Online (und seine, Kaischis frühere Vorzimmerdame Tanit Koch zur Chefredakteurin der Papier-BILD). BILD-Totengräber Kaischi mochte offensichtlich nicht, auch beim Durchbruch der 2- Millionen-Schallmauer (inzwischen nur noch um die 1,5 Mio) nach unten in charge sein. Es wäre die dritte Schallmauer in Folge gewesen. Verständlich! 15 Jahre hatte er hart daran gearbeitet, BILD erst durch 4 Mio-Schallmauer zu buddeln, dann durch die 3-Mio-Mauer. Die 2 Mio-Schallmauer wollte er lieber aus kuscheliger Ferne in der Etappe überstehen.

Die Rechnung ging nicht ganz auf. Selbst wohlmeinende MEEDIA-Claqueure kamen irgendwie nicht umhin anzudeuten, dass die arme Tanit nicht sooo viel mit dem BILD-Totalcrash zu tun hatte. Außer, dass sie eben „dabei“ war. Wie viele.

Eben auch Julian Reichelt. Aber der junge Mann keulte sich hauptsächlich im Netz aus, BILD ONLINE. Gegen den „Massenmörder“ Assad. Gegen die Dunkeldeutschen, das Pack, die Populisten, Nazis halt. Und auch er jodelte monatelang die Marktforscherhymnen nach: Brexit? Nie! Und hinterher war natürlich der „Brexsack“ schuld. Mußte die Queen sich auf ihre letzten Tage praktisch auf ein Leben in Armut einstellen. Wollte halb England zu den Krauts auswandern …

Dann Trump! Wochen-, Monatelang ließ Julian Reichelt „nachweisen“, warum der „Irre Milliardär“ niemals Präsident werden könne und dürfe. Warum Hillary Clinton die zwar weiße, aber immerhin weibliche Obamarin das Oval Office praktisch schon im Handtäschchen habe…

Rumms! …Trump!! …

Und dann ging,s bei SPRINGER Schlag auf Schlag: Döpfner gab (wiedermal) ein „erstaunliches“ Interview in der WELT (noch 92.000…), in dem er sich bitter darüber beklagte, wie die Journalisten in Deutschland mit Trump vor und nach der Wahl umgingen… Und, wenig später, trötete Julian Reichelt aus heiterem Himmel eine Trumpeloge hinterher, die seinen linkelnden Nickeseln nicht nur in der Redaktion das Wasser in die so schön geröteten Äugis schießen ließ:

„Warum die deutsche Kritik an Trumps Einreisestop völlig verlogen ist“.

Und fast schon gnadenlos listete er dann in sieben Punkten auf, wer, wann, wie in Deutschland, Berlin, Brüssel, Washington gelogen hat und lügt. Von Merkel bis Steinmeier. Von Gabriel bis Schulz. Schließlich ernannte  Reichelt Deutschland gnadenlos zum „verlogenen Selbstgerechtigkeitsweltmeister“.

Donner und Doria! „Gestern“ nannten die Wiedervereinigungschefredakteure „Rambo-Tiedje & Django-Bartels“ so was noch „Wendehals“ …

Was war passiert? Mathias Döpfner („aus Geist Geld machen, Frau Springer“), hatte nach dem Wurmschwanzabgang von Kaischi Diekmann, der auch noch von der Behauptung einer schirchen Dame („Sexueller“ Belästigung!) verdunkelt wurde, entschieden: Julian Reichelt wird ab-so-fort Chef der Roten BILD-Gruppe. Netz u n d Papier. Ohne „Herausgeber“-Portepee zwar, aber de facto und de jure.

Wer ist Julian Reichelt?

Er nennt sich am liebsten „Kriegsberichterstatter“, weil er früher mal in Aleppo oder so am Promenadentischchen Tee getrunken hat. Er fliegt gern in Privatjets an die Front, trägt embedded im Schützengraben Ralph Lauren-Mützchen gegen die Kälte. In Talkshows parliert er (gut!!) gern in roten Söckchen. In seinem Büro soll eine Israelfahne hängen…Er relaxt am liebsten auf Sylt und kennt alles von Johnny Cash:“…I’m like a Soldier gettin over the war, I don’t have to do that anymore…“

Wahrscheinlich wirklich nicht. Denn sein „Schützengraben“ verläuft jetzt zwischen „BILD Papier“ und „BILD Online“. Die hübsche Tanit soll dem netten Julian nicht mehr so grün sein, wie einst unter Kaischi.

Guckst Du, Herr Döpfner! Muttu aufpassen …

Wandere aus, solange es noch geht!
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