Karin Vogelpohl’s Leserbrief, der nicht veröffentlicht wurde

Lesen Sie bitte meinen Leserbrief an die Neue Osnabrücker Zeitung und im Folgenden die Antwort der Assistentin der Chefredaktion.

Ich sehe darin ein Beispiel für die perfide Regulierung der „öffentlichen Meinung“ durch „freundliche“ Ausgrenzung von Positionen, die dem herrschenden Block und seinen medialen Abteilungen missfallen. Es nennt sich „Demokratie“ und es gibt sich wie „Demokratie“. Aber es fühlt sich an wie Zensur, es handelt wie Zensur und es wirkt wie Zensur. Ja, es ist postdemokratische Zensur.

Leserbrief zum Artikel:

Lehrerin scheitert mit Kopftuch-Klage.
Verwaltungsgericht Osnabrück erkennt keine Diskriminierung
in der NOZ vom 19.01.2017, S. 9

Sehr geehrte Damen und Herren,
zur Veröffentlichung in einer der nächsten Ausgaben der NOZ schicke ich Ihnen meinen nachfolgenden Leserbrief:

„Unter Berufung auf die „Religionsfreiheit“ erklärte das Bundesverfassungsgericht im Januar 2015 Kopftuchverbote für muslimische Lehrerinnen als unzulässig. „Religionsfreiheit“ ist aber entgegen willkürlicher ideologischer Auslegungen kein Obergrundrecht. Sie kann nur eingeschränkt gelten. Schreibt die betreffende religiöse Weltanschauung ein Handeln vor, das elementare Grundrechte verletzt und in ihrer Gesamtausrichtung einer säkular-demokratischen Lebensordnung widerspricht, dann kann ihr auch keine grenzenlose Ausübungsfreiheit gewährt werden. Zudem bedeutet die Auflage einer neutralen Kleidung bei Ausübung von Beamtentätigkeit im öffentlichen Dienst noch nicht einmal eine tatsächliche Einschränkung von Religionsfreiheit. Denn das Tragen eines Kopftuches ist keine strikte religiöse Kulthandlung, die – noch dazu unter Bedingungen einer nichtislamischen Werte- und Lebensordnung – von allen weiblichen Islamgläubigen eingehalten werden muss. Dementsprechend tragen ja auch viele muslimische Frauen gar kein Kopftuch. D.h.: Beim „Durchklagen“ des Kopftuchs für Lehrerinnen im öffentlichen Dienst bzw. im weltanschaulich-neutralen Schulsystem handelt es sich nicht etwa um frommes Handeln, sondern um politische Machtdemonstration diverser islamischer Interessenverbände: Schaut her, soweit ist der islamische Terraingewinn auf nichtislamischem Staatsgebiet schon gediehen.
Auf jeden Fall komplettierte das BVG mit diesem fragwürdigen Urteil den bereits vorhandenen islamischen Wunschkatalog bestehend aus bekenntnisreligiösem islamischen Religionsunterricht, islamischen Theologieinstituten, Ausbildungsstätten für Islamlehrer/innen etc.

Vor diesem Hintergrund ist es der Klägerin noch nicht einmal zu verdenken, dass sie, ermuntert durch das Urteil des BVG, die Chance auf Zahlung eines „Schmerzensgeldes“ gesehen hat. Und die Überlegung, mittels dieser Klage der Umma zu nutzen und damit der weiteren Etablierung des grund- und menschenrechtswidrigen Islam Vorschub zu leisten sowie die Grenzen der Justiz auszutesten, dürfte auch eine Rolle gespielt haben. Bleibt abzuwarten, ob die Klägerin in die Berufung geht und so die mit zahlreichen Asylverfahren ohnehin mehr als überlastete Verwaltungsgerichtsbarkeit abermals bemüht.“

Mit freundlichen Grüßen

Karin Vogelpohl

Sehr geehrte Frau Vogelpohl,

vielen Dank für das freundliche Telefonat bezüglich Ihres Leserbriefes. Sie baten um Auskunft, warum Ihr Beitrag in der NOZ bisher nicht abgedruckt wurde.

In diesem Zusammenhang möchten wir darauf hinweisen, dass wir zum einen angesichts der Vielzahl an Leserbriefen, die täglich in der Redaktion eingehen, bei weitem nicht alle Beiträge veröffentlichen geschweige denn jede  einzelne Zuschrift individuell beantworten können.

Ihren Leserbrief vom 21. Januar 2017 zu einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts werden wir aus presserechtlichen Gründen nicht veröffentlichen.  Nicht der Autor eines Leserbriefes sondern die Neue Osnabrücker Zeitung ist durch den Abdruck für den Inhalt einer Zuschrift verantwortlich. Vor diesem Hintergrund verzichten wir auf einen Abdruck des Textes. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Tanja Schaufuß
 

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