Starbucks und der islamisierte Kaffee

Foto: keso s/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0

Das klingt ja eigentlich ganz hübsch, was uns „n-tv“ da servieren will:

Als Reaktion auf das von US-Präsident Donald Trump verhängte Einreiseverbot für Bürger aus mehreren moslemischen Staaten und für Flüchtlinge will Starbucks in den nächsten fünf Jahren weltweit 10.000 Flüchtlinge einstellen. Dies kündigte der Chef der US-Café-Kette, Howard Schultz, in einem Brief an seine Mitarbeiter an.

Demnach wird der Konzern in allen 75 Ländern, in denen er Filialen betreibt, in den nächsten Jahren Flüchtlinge einstellen, die vor Kriegen, Verfolgung und Diskriminierung geflohen seien. Beginnen werde er in den USA mit der Beschäftigung von Flüchtlingen, die in ihren Ländern für das US-Militär gearbeitet hätten, wie etwa Übersetzer…

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Starbucks-will-10-000-Fluechtlinge-einstellen-article19678112.html

Dazu muss man natürlich wissen, dass Schultz während des US-Wahlkampfes Hillary Clinton unterstützt hatte.

Aber auch ohne diesen politischen Hintergrund klingt das ein wenig nach Heuchelei, wenn man weiß, dass es Starbucks mit den Menschenrechten in anderen Ländern nicht so genau nimmt. Vor etwa einem Jahr gab es dazu in der „EMMA“ einen interessanten Beitrag:

Starbucks in Riad/Saudi-Arabien bittet Frauen, draußen zu bleiben und zur Bestellung ihren Chauffeur zu schicken. Der hat nämlich das richtige Geschlecht. Die Nachricht hat schon weltweite Proteste nach sich gezogen. Protestiert mit, liebe Frauen (und Männer)! In jedem Starbucks-Café, das ihr noch betreten dürft!…

…Jetzt unterwirft sich also sogar die amerikanische Kaffeehauskette, die sich ansonsten etwas auf ihre Aufgeschlossenheit und Toleranz zugutehält, den Regeln der islamischen Fundamentalisten. Darüber sind selbst die tiefverschleierten Frauen in Saudi-Arabien empört, die wahrlich so einiges gewohnt sind…

http://www.emma.de/artikel/frauen-eintritt-verboten-331523

Also: Wer bei Starbucks einen Kaffee bestellt, sollte wissen, dass immer ein wenig Islam oben mit schwimmt.

Foto: keso s/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.