Max Erdinger: Bommarius von der Berliner Zeitung

Wo ma sich die aAzis gerne selber strickt: B.Z. (Foto: Collage)

Die gute Nachricht zuerst: Der Berliner Zeitung geht es nicht gut. Die schlechte: Es geht ihr noch immer gut genug, um Christian Bommarius über Trumps Einreiseverbot räsonieren zu lassen. Trump sei der erste Taliban im Weißen Haus, schreibt er.
http://www.berliner-zeitung.de/politik/meinung/kommentar-donald-trump-ist-der-erste-taliban-im-weissen-haus-25654102

Von Max Erdinger
Zitat: >“Die afghanischen Taliban haben für die Zerstörung des Weltkulturerbes mehr als zwei Wochen benötigt. Im März 2001  sprengten sie die zwei größten stehenden Buddha-Statuen der Welt in Bamiyan. Ihrer Ansicht nach verunreinigten die Buddhas den islamischen Charakter Afghanistans, aber es war klar, dass die Zerstörung sich grundsätzlich gegen das vermeintlich westliche Konzept des Kulturerbes richtete. (…) Der neue US-Präsident Donald Trump hat für die ebenfalls angekündigte Zerstörung eines  Weltkulturerbes kaum zehn Tage benötigt, im Grunde nur wenige Sekunden, als er per Dekret Einreiseverbote für Bürger aus sieben islamischen Ländern verhängte.“< – Zitatende.
Ein wahrer Tausendsassa, dieser Trump. Von Reagan über Clinton und die Bushs bis zu Obama: Alle Amtsvorgänger Trumps haben zu bestimmten Zeiten Einreiseverbote für bestimmte Personengruppen verhängt, allein Obama angeblich neunzehn mal. Und keiner hat geschafft, was Trump laut Bommarius nun gelungen sein soll: Ein Weltkulturerbe zu zerstören. Wenn das stimmt, dann stimmt wahrscheinlich auch, daß Bommarius nicht einfach nur einen Artikel geschrieben hat. Dann hat er ihn in Stein gemeißelt, der erste Schmiertaliban in einer deutschen Redaktionsstube.
Bommarius völlig entfesselt – Zitat: „>Trump ist der erste Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten, der sich unter Berufung auf die vermeintlich wieder anzustrebende Größe der USA ostentativ gegen die in der Verfassung verbürgten Werte stellt. Er ist der erste Präsident, der  sich mit rassistischen Vertrauten wie den ehemaligen Chef des rechtsradikalen Nachrichtenportals Breitbart News, Stephen Bannon, umgibt, der in der Bundesrepublik längst vom Verfassungsschutz beobachtet werden würde, von Trump aber einen ständigen Sitz im obersten Gremium des Nationalen Sicherheitsrates bekam und als Schlüsselfigur in Trumps Umgebung gilt.“ < – Zitatende.
Wollen mal so sagen: Trump ist der erste Präsident, der einen anderen Präsidenten ablöste und eine Präsidentin verhinderte, die sich beide gegen „die in der Verfassung verbürgten Werte stellten.“  Sowohl Obama – hier besonders Frau Obama, obwohl von niemandem gewählt – als auch Hillary Clinton wollten den Amerikanern die Schußwaffen abnehmen, obwohl das Recht auf Waffenbesitz in der amerikanischen Verfassung garantiert ist. Daß Steve Bannon in Deutschland längst vom Verfassungsschutz beobachtet werden würde, mag sein. Wie Bommarius aber auf das schmale Brett kommt, diesen Umstand als einen Beweis für irgendetwas anderes zu betrachten, als daß der deutsche Verfassungsschutz eine unfreiheitliche Einrichtung zur Wahrung des politischen Besitzstandes totalitärer Linksideologen ist, bleibt sein Geheimnis. Der deutsche Verfassungsschutz ist alles mögliche, nur das Maß aller Dinge ist er nicht, auch wenn das Bommarius´ Horizont übersteigt. Tut mir leid. Nächstens empfiehlt uns der gutgläubige Christian noch die Kantine des Verfassungsschutzes als Fünf-Sterne-Restaurant, weil´s eben die Kantine des deutschen Verfassungsschutzes ist.
Bommarius im Stadium größter Geknicktheit – Zitat: „>Trump soll, er muss nach Deutschland kommen. Er sollte dann auch – wie 1963 sein Amtsvorgänger John F. Kennedy –  das Schöneberger Rathaus besuchen, wo das US-amerikanische Freiheitsversprechen nach dem Zweiten Weltkrieg eines seiner schönsten Zeugnisse abgelegt hat. Seit 1950 läutet dort jeden Tag um 12.00 Uhr die Freiheitsglocke. Sie ist ein Geschenk des US-amerikanischen Volkes an die Deutschen. 16 Millionen Amerikaner haben damals für den Guss der Glocke gespendet und folgenden Freiheitsschwur unterzeichnet: „Ich glaube, dass allen Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde. Ich schwöre, der Aggression und der Tyrannei Widerstand zu leisten, wo immer sie auf Erden auftreten werden.“ < – Zitatende.
Hömma, Bommarius: Wenn 16 Milllionen Amerikaner für den Guß einer Glocke gespendet haben – und wenn so eine Glocke, großzügig gerechnet, eine halbe Million Dollar kostet, dann wären die Amerikaner aber ausgesprochene Geizkrägen gewesen, von denen jeder nicht mal zehn Cent gespendet hätte. Sogar, wenn die Frachtkosten extra gerechnet werden müssten. Deswegen ist es gut, daß Trump Präsident geworden ist. Der ist nämlich sehr großzügig, wenn er sich mal zu einer Spende entschlossen hat. Dir wird er aber nichts spendieren, außer vielleicht einen Spezialisten gegen hysterisch-pathetische Anfälle. Und was diese 16 Millionen Geizkrägen im Jahre 1950 mit ihrer knickrigen Spende mitunterzeichnet haben, kann heute nicht mehr gelten. Heute glaubt nämlich mindestens die Hälfte von 16 Millionen Amerikanern nicht mehr an Gott, sondern an Geld. In Deutschland ist es sogar noch schlimmer.
Bommarius auf dem besten Wege zum F. J. Wagner der Berliner Zeitung – Zitat: „>Die Deutschen können dem US-Präsidenten zeigen, dass sie den Schwur bis heute nicht vergessen haben, und dass die Freiheitsglocke in Deutschland noch schlägt, selbst wenn die Fackel der New Yorker Freiheitsstatue erloschen ist. Trump soll hören, was die Stunde geschlagen hat. “ < – Zitatende.
Das wird nichts werden, Bommarius. Trump hat die größeren Glocken. Wenn die schlagen, hören die Deutschen was. So ein Spendierglöckchen knickriger Amerikaner in Berlin hört man höchstens bis Potsdam. Wenn der Wind günstig steht. Steht er aber nicht. Und für dich schon dreimal nicht. Wenn Steve Bannon einen Deutschen etwas Klingendes schreiben lassen wollte, das Trump hören kann, dann würde er mich beauftragen, nicht Dich. Worauf du einen lassen kannst, anstatt vollkommen sinnfrei in der Gegend herumzufurzen.

Foto: Collage

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