Wenn Sozis abzocken

Wie war das noch mal mit der Partei des kleinen Mannes? Wie war das noch mal mit Martin Schulz, dem neuen großen Volkstribun?

Wenn es darum geht, abzuzocken, sind die Sozis genau so schlimm, wie alle anderen Politiker. Die „faz“ hat zum Thema „Wenn Sozis abzocken“ einen brandaktuellen Skandal für uns:

Volkswagen kommt die schnelle Trennung von Christine Hohmann-Dennhardt als Konzernvorstand für Recht und Integrität teuer zu stehen. Die Rede ist von einer Abfindung von bis zu 15 Millionen Euro, in jedem Fall aber mehr als 12 Millionen Euro. Das erfuhr die F.A.Z. am Montag aus verschiedenen Quellen. Die Arbeit der Juristin in Wolfsburg endet an diesem Mittwoch. Erst in der vergangenen Woche hatte Volkswagen mitgeteilt, dass Hohmann-Dennhardt und VW sich „im gegenseitigen Einvernehmen“ trennten.

Zusätzlich zu dem, was ihr rechtlich zusteht, soll Hohmann-Dennhardt nicht viel bekommen haben. Die Rede ist aber von einer Rente. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll sie bei bis zu 8000 Euro im Monat liegen. Das Unternehmen kommentierte die Zahlen auf Anfrage nicht und verwies auf den kommenden Geschäftsbericht, in dem die Vorstandsbezüge aufgelistet sein werden. Hohmann-Dennhardt kann mit der hohen Abfindung rechnen, weil ihr neben dem Gehalt für die 13 Monate, die sie in Wolfsburg gearbeitet hat, auch eine Abfindung in Höhe von knapp zwei Jahresgehältern zusteht…

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/managerin-vw-ethik-chefin-bekommt-bis-zu-15-millionen-euro-abfindung-14800149.html

Für alle, die die Dame vielleicht nicht kennen, hier einige zusätzliche Infos:

Hohmann-Dennhardt studierte Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen. Nach dem 1975 abgelegten 2. juristischen Staatsexamen war sie zunächst von 1975 bis 1977 Lehrbeauftragte für Sozialrecht an der Universität Hamburg, sodann von 1977 bis 1981 Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Juristischen Fakultät am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Arbeitsrecht der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Dort wurde sie auch 1979 mit einer Arbeit über Entscheidungsstrukturen in Unternehmen und Arbeitnehmerinteressen: zur Effektivität der Mitbestimmung bei Betriebsänderungen promoviert.

Von 1981 bis 1984 war Hohmann-Dennhardt als Richterin an den Sozialgerichten Frankfurt am Main und Wiesbaden sowie am Hessischen Landessozialgericht tätig, ehe sie 1984 zur Direktorin des Sozialgerichts Wiesbaden ernannt wurde. Diese Funktion bekleidete sie bis 1989. Sie war von 1988 bis 1989 auch stellvertretendes Mitglied am hessischen Landesverfassungsgericht, dem Staatsgerichtshof des Landes Hessen.

In den Jahren 1989–1991 war sie als Dezernentin der Stadt Frankfurt am Main tätig. Nach der Landtagswahl in Hessen 1991 wurde sie von Hans Eichel als Ministerin für Justiz in das Kabinett Eichel I berufen. Im Kabinett Eichel II (1995 bis 1999) war sie Ministerin für Wissenschaft und Kunst.

Von Januar 1999 bis Januar 2011 gehörte Hohmann-Dennhardt dem Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts an.

Sie war 2001 eines der Gründungsmitglieder des Hochschulrates der Universität Karlsruhe (TH).

Beim Bundesverfassungsgericht war sie für das Familienrecht zuständig und bearbeitete Fälle aus dem Personenstandsrecht, dem Transsexuellenrecht sowie aus dem Betreuungsrecht. Auch Verfahren zum Eltern- und zum Erziehungsgeld fielen in ihr Dezernat.

Nach ihrem Ausscheiden aus dem Bundesverfassungsgericht wurde sie mit Wirkung zum 16. Februar 2011 bis zum 28. Februar 2014 zum ersten weiblichen Vorstandsmitglied der Daimler AG berufen, wo sie das neu geschaffene Ressort „Integrität und Recht“ übernahm. Das Ressort geht auf eine von mehreren Auflagen US-amerikanischer Behörden zurück, einen Vorstand eigens für Compliance einzustellen.

Im Oktober 2015 wurde der Wechsel von Christine Hohmann-Dennhardt in den Vorstand des Volkswagen-Konzerns zum 1. Januar 2016 bekannt, wo sie das im Zusammenhang mit dem Abgasskandal neu geschaffene Ressort Integrität und Recht besetzt. Dort scheidet sie zum 31. Januar 2017 aus. VW teilte mit, man trenne sich „aufgrund unterschiedlicher Auffassung über Verantwortlichkeiten und die künftigen operativen Arbeitsstrukturen in ihrem Ressort“.[9] Sie erhielt Bezüge für 13 Monate Arbeit und eine Abfindung in Höhe von knapp zwei Jahresgehältern; insgesamt mehr als zwölf Millionen Euro…

https://de.wikipedia.org/wiki/Christine_Hohmann-Dennhardt

Und hier ein Facebook-Kommentar:

“Der Staatskonzern VW zahlt einer SPD-Tussi, die den am freien Markt völlig überflüssigen und nur aufgrund politischen Zwangs installierten Posten einer „Compliance-Managerin“ bekleidet und darin auch noch voll versagt hat, nach nur einem Jahr eine Abfindung von 15 Millionen Euro …. und jetzt bitte alle ganz laut auf den Scheißkapitalismus schimpfen!“

 

Foto: Collage

 

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