Angsträume oder No-Go-Areas?

Foto: Thomas Rodenbücher/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Um das eigene Versagen zu vertuschen und keine Verantwortung übernehmen zu müssen, erfinden manche Minister auch gerne neue Begriffe. So können sie weiterhin ungestört den Bürger täuschen und wie im Fall des NRW-Innenminister Ralf Jäger den Bürger auch weiterhin dem Alltagsterror zum Fraß vorwerfen. „RP-Online“ berichtet:

Die CDU im Landtag fordert von der Landesregierung härtere Maßnahmen gegen „No-Go-Areas“. Ein Lagebild „Clan-Kriminalität“ soll Brennpunkte für regelmäßige Razzien und mehr Polizeipräsenz identifizieren.

„NRW-Innenminister Ralf Jäger will nicht wahrhaben, dass es in Nordrhein-Westfalen „No-Go-Areas“ oder rechtsfreie Räume gibt, in denen kriminelle Familienclans das staatliche Gewaltmonopol unter sich aufteilen“, sagte CDU-Innenexperte Gregor Golland gestern im Landtag. SPD-Minister Jäger widersprach: „Unsere Polizei geht da hin, wo sie gebraucht wird.“ Streng genommen würden in den USA Gegenden als „No-Go-Areas“ bezeichnet, die die Polizei meide. Das gebe es weder in NRW noch in ganz Deutschland, versicherte Jäger.

Der NRW-Chef der Polizeigewerkschaft GdP, Arnold Plickert, sagte auf Nachfrage unserer Redaktion: „Natürlich gibt es No-Go-Areas in NRW.“ Allerdings definiert er den Begriff anders: „Das sind Angsträume, in denen normale Bürger sich unwohl fühlen.“ Solche Angstbereiche räumt auch Jäger ein…

http://www.rp-online.de/nrw/landespolitik/natuerlich-gibt-es-no-go-areas-in-nrw-aid-1.6566180

Mit diesen Wortspielchen verdeckt Herr Jäger wirklich nur seine absolute Inkompetenz. Ein Phänomen in Deutschland: Kein verantwortlicher Politiker tritt mehr zurück, wenn offensichtlich ist, dass er versagt und den Bürgern Schaden zugeführt hat.

Foto: Thomas Rodenbücher/ Flickr/ https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

 

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