Wolfgang, der Heuchler

Von Thomas Böhm

Wir erinnern uns: Vor nicht allzu langer Zeit wurde noch jeder, der die katastrophale Asylpolitik der Bundesregierung auch nur ansatzweise kritisierte, politisch malträtiert und gesellschaftlich geteert und gefedert.

Und noch heute werden Merkelkritiker verfolgt und bedroht.

Da ist es nur als heuchlerisch zu bezeichnen, wenn jetzt – nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, Milliarden Euro verjubelt wurden und das Land von oben herab gespaltet ist, jemand wie Wolfgang Schäuble zu tut als ob er Selbstkritik üben würde.

Die dts-Nachrichtenagentur vermeldet:

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat Fehler der Bundesregierung in der Flüchtlingspolitik eingeräumt. „Wir haben versucht, vieles von dem, was uns 2015 aus dem Ruder gelaufen ist, besser zu machen“, sagte Schäuble der „Welt am Sonntag“ (29. Januar 2017). „Wir Politiker sind Menschen, auch wir machen Fehler. Aber man kann wenigstens aus Fehlern lernen.“ …

Diese unerträgliche Heuchelei von Herrn Schäuble wird nur noch von Sigmar Gabriel überboten, der in einem Stern-Interview – wohl wissend, dass er das Desaster mit zu verantworten hat – Angela Merkel die Schuld für diese Katastrophe in die Schuhe geschoben hatte.

Außerdem: Was für eine Unverschämtheit ist das, zu behaupten, Politiker wären auch nur Menschen! Als ob man das nicht wüsste und wo wir schon dabei sind: Auch Islamterroristen sind nur Menschen, Herr Schäuble!

Aber Politiker werden nun mal gewählt, um Schaden vom Volk abzuwenden. Wenn diese Fehler so gravierend und nicht mehr rückgängig zu machen sind, wie im Fall der Asylpolitik, müssten die Fehlermacher zurücktreten.

Das aber tun sie natürlich nicht. Stattdessen läuten sie mit solch üblen Geschwätz lediglich den Wahlkampf ein. Hoffen wir, dass nicht allzu viele Bürger darauf hereinfallen.

Foto: Wolfgang Schäuble (über dts Nachrichtenagentur)

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