Ach, wär‘ ich doch ein MUFL (Ein Herzenswunsch)

Ich bin alt und müde. Beim Treppensteigen muss ich auf jedem Treppenabsatz innehalten und mich ausruhen, mein Rücken schmerzt ständig und die Kälte setzt mir zu. Unter diesen Vorzeichen ist das in der Überschrift Ausgesprochen mein sehnlichster Wunsch.

Ach so, geschätzter Leser: das Akronym MUFL sagt Ihnen nichts? Lassen Sie mich dieser Bildungslücke abhelfen: Es steht für „ Minderjähriger unbegleiteter Flüchtling“. Sagt Ihnen immer noch nichts? Also: Eltern in irgend einem der zahlreichen wirtschaftlich unterentwickelten Gebieten dieser Erde (vorwiegend in solchen, die dem islamischen Kulturkreis angehören) bezahlen einer Schlepperorganisation einen Preis dafür, dass diese einen ihrer Söhne in ein Land des wirtschaftlich hochstehenden Westen schafft. (Deutschland steht dabei als Ideal-Ziel an oberster Stelle.)

Der Knackpunkt bei der ganzen Aktion ist, dass das so vorausgeschickte Familienmitglied minderjährig (also unter 18 Jahre alt) sein muss, da es unter dieser Prämisse im Zielland (wiederum, ganz besonders im sentimentalen Deutschland) sofort in Watte gepackt wird und einen (für den Steuerzahler extrem kostspieligen) VIP-Status genießt.

Der MUFL ist stets durch seine Flucht vor etwas wischiwaschi beschriebenen Fährnissen tief traumatisiert, hat in der Regel jegliche Art von Identitätsdokumenten „irgendwo unterwegs verloren“ und gibt als Staatsangehörigkeit die syrische an, da damit er sicher sein kann. dass ihm diese Angabe, nach dem Willen der Zarin Merkel, die Pforten zum Paradies „Gimpelstan“ schnell und unproblematisch öffnen wird. (Die syrische Herkunftsnummer wird auch dann zum Tragen gebracht, wenn der MUFL kohlschwarz ist oder seine äußere Erscheinung eher einen grönländischen Hintergrund vermuten lässt.)

Ist der MUFL erst in der BRD installiert und sein Flüchtlingsstatus offiziell bestätigt, hat er die Möglichkeit, im Zuge der segensreichen Institution des „Familiennachzugs“ seine Eltern sowie seine – meist zahlreiche – Geschwisterschar in die gimpelstan’sche Sozialversorgungshängematte nachzuholen; mit Blick auf diesen Aspekt, werden MUFLs umgangssprachlich aus als „Ankerkinder“ bezeichnet. Dieses Endprodukt war natürlich ab initio der Zweck der ganzen Übung.

Wie Sie bemerkt haben werden, ist der entscheidende Aspekt bei dem gesamten Hokuspokus der der Minderjährigkeit – um für das VIP-treatment zu qualifizieren, darf der MUFL, gemäß gegenwärtig gültiger Gesetzeslage nicht älter als 18 Jahre sein. (Wobei ich, angesichts des geradezu triebhaften Bestrebens unserer politischen „Eliten“, Deutschland mit Zuwanderern aus kulturell und wirtschaftlich unterentwickelten Weltgegenden zu fluten, eine künftige formelle Anhebung dieser Schwelle nicht für gänzlich unwahrscheinlich halten möchte.) Der MUFL muss daher, entgegen den Gesetzen der Natur, diese seine Trumpfkarte, möglichst lange bewahren. Und, siehe da! Einem nicht unbeträchtlichen Prozentsatz gelingt es tatsächlich, diesen Naturgesetzen (oder sollte ich nicht zutreffender sagen, den humanitätsbesoffenen Ureinwohnern der BRD) ein Schnippchen zu schlagen:

So wird ein MUFL bei seinem Eintreffen in – sagen wir  Griechenland – bei der dortigen Registrierung sein Alter mit sechzehn Jahren angeben. Bei seinem Eintreffen in der BRD nach – sagen wir einem runden Jahr – wird sein angegebenes Alter immer noch sechzehn Lenze betragen. Sollte er – aus taktischen Gründen – dafür optieren sukzessiv in mehreren Bundesländern Asyl (und die damit verbundenen Annehmlichkeiten) zu beantragen, so wird sein protokolliertes Alter, wie durch Kraft der Magie, stets auf dieser  Zahl verharren. (So unglaublich es auch klingen mag: aufgrund des Umstandes, dass die einschlägigen Behörden der einzelnen Bundesländer notorisch aneinander vorbei agieren, ist obige Taktik durchaus möglich und wird auch mit erschreckender Häufigkeit praktiziert.)

Wir müssen somit zu dem Schluss kommen, dass der MUFL als Spezies einen Weg gefunden hat, dem Prozess der Weiterentwicklung der Körperzellen ein Schnippchen zu schlagen und den jahrtausendealten Wunschtraum der Menschheit nach ewiger Jugend Wirklichkeit werden zu lassen.

Verstehen Sie jetzt, geschätzter Leser, warum auch ich gerne ein MUFL wäre?

Quo usque tandem

Foto: Autor

 

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