BKA warnt vor Terroranschlägen mit Chemikalien

Bundesregierung und Bundeskriminalamt (BKA) warnen vor der Gefahr von Terroranschlägen mit Chemikalien. Das berichtet „Bild“ (Dienstag) unter Berufung auf die „Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz“ der Bundesregierung. Islamistisch motivierte Täter seien willens und in der Lage, „größere Mengen Chemikalien zu beschaffen und diese auch einzusetzen“, schreibt das BKA in dem Papier, das „Bild“ vorliegt.

Als „realistische Option“ werde ein Chemieanschlag auf die Trinkwasserversorgung zum Beispiel von Mehrfamilienhäusern oder Lebensmittel angesehen. Mögliche Anschläge gegen Einrichtungen oder Transporte der Chemieindustrie enthielten „ein hohes Gefährdungspotenzial“. In dem Regierungsbericht schildert die Regierung detailliert, welche Gefahren der Bevölkerung durch Anschläge mit Chemikalien drohen und wie die deutschen Sicherheitsbehörden, Krankenhäuser, Rettungs- und Hilfsdienste darauf vorbereitet sind.

„Eine entschlossene und mit ausreichendem Fachwissen ausgestattete terroristische Gruppierung dürfte durchaus in der Lage sein, das in Deutschland zu Genüge vorhandene Potenzial an chemischen Gefahrstoffen im Rahmen eines Anschlags für ihre Ziele zu nutzen.“ Bei der Bewältigung der Anschlagsfolgen könne es „erforderlich werden“, auch die Bundeswehr „stärker als bisher“ einzusetzen, schreibt die Bundesregierung. „Hierauf bereitet sich die Bundeswehr noch stärker als bisher vor.“

Die Analyse kommt zu dem Schluss, Sicherheits- und Hilfskräfte besser auf mögliche Chemieanschläge vorzubereiten und zusätzliche Entgiftungsanlagen einzurichten. (dts-Nachrichtenagentur)

Foto: Bundeskriminalamt (BKA) und Bundesamt für Verfassungsschutz (über dts Nachrichtenagentur)

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