Fall Amri: Kraft stärkt Innenminister den Rücken

Foto: Hannelore Kraft (über dts Nachrichtenagentur)

Wir erinnern uns: Der Islamterrorist Anis Amri hat viele Opfer auf dem Gewissen. Und wir wissen, dass auch in diesem Fall die Politik und die Sicherheitsbehörden versagt haben. Normalerweise, zumindest, wenn jemand noch so etwas wie Anstand hat, wären Rücktritte die Folge gewesen. Aber nicht in Deutschland.

Die dts-Nachrichtenagentur vermeldet:

Die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, hat ihrem Innenminister Jäger (beide SPD) den Rücken gestärkt. „Ich mache da niemandem persönlich einen Vorwurf“, sagte Kraft der Zeitung „Bild am Sonntag“. Es sei ein Fehler gewesen, die Überwachung des Berlinattentäters Anis Amri einzustellen, so Kraft.

Doch sei man im Gemeinsamen Terrorabwehrzentrum von Bund und Ländern „mehrmals“ gemeinsam zu diesem Schluss gekommen. „Es werden anhand von Erkenntnissen Entscheidungen getroffen und dabei können leider auch Fehler passieren“, sagte Kraft. „Nach der Beurteilung der Behörden waren die rechtlichen Hürden zu hoch, um Amri in Abschiebungshaft nehmen zu können“, so die Ministerpräsidentin weiter.

Es gebe keinen Grund für einen Rücktritt Jägers.

Natürlich nicht. Er ist ja auch nicht nach den Silvesterereignissen von Köln zurückgetreten.

Foto: Hannelore Kraft (über dts Nachrichtenagentur)

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