Der Hass eines Friedenspreisträgers

Foto: Wikipedia/ Von Ot - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=48625681
„Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2016 an Carolin Emcke und ehrt damit die Journalistin und Publizistin, die mit ihren Büchern, Artikeln und Reden einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Dialog und zum Frieden leistet.
Ihre Aufmerksamkeit gilt dabei besonders jenen Momenten, Situationen und Themen, in denen das Gespräch abzubrechen droht, ja nicht mehr möglich erscheint. Carolin Emcke setzt sich schwierigen Lebensbedingungen aus und beschreibt – vor allem in ihren Essays und ihren Berichten aus Kriegsgebieten – auf sehr persönliche und ungeschützte Weise, wie Gewalt, Hass und Sprachlosigkeit Menschen verändern können. Mit analytischer Empathie appelliert sie an das Vermögen aller Beteiligten, zu Verständigung und Austausch zurückzufinden.
Das Werk von Carolin Emcke wird somit Vorbild für gesellschaftliches Handeln in einer Zeit, in der politische, religiöse und kulturelle Konflikte den Dialog oft nicht mehr zulassen. Sie beweist, dass er möglich ist, und ihr Werk mahnt, dass wir uns dieser Aufgabe stellen müssen.“
So aus der Laudatio für Carolin Emcke. Sie äußerte sich in ihrem engagierten Essay „Gegen den Hass“, der am 13. Oktober 2016 erschienen ist, zu den großen Themen unserer Zeit: Rassismus, Fanatismus, Demokratiefeindlichkeit. Heute hetzt sie nur noch gegen Donald Trump über Twitter, was für ein Abstieg. Frau Emcke, Sie sollten Ihren Preis zurückgegeben. Sie haben ihn nicht verdient.
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