Trump – und das große Jammern deutscher Politiker

Groß ist das Gejammer in der deutschen Politik, da nun ein frischer Wind über den Atlantik weht und sie nicht so weitermachen können wie bisher.

Hier einige Stimmen, die uns zeigen, wie wertvoll Donald Trump ist, damit die Demokratie wieder in Schwung kommt:

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann hat die Antrittsrede von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert. „Ich fand die nationalistische Antrittsrede des neuen Präsidenten abstoßend“, sagte Oppermann dem „Tagesspiegel“ (Sonntagausgabe). Deutschland und Europa müssten nun sehr genau darauf achten, dass ihre Interessen auch unter den neuen Machtverhältnissen in den USA gewahrt blieben, mahnte der SPD-Politiker: „Europa muss enger zusammen rücken.“

Trump hatte in seiner Antrittsrede angekündigt, die Vereinigten Staaten in das Zentrum seiner Aufmerksamkeit zu legen.

Grünenpolitiker Jürgen Trittin hat sich nach Donald Trumps Antrittsrede als US-Präsident besorgt über den künftigen Kurs der USA geäußert. „Trump will Amerika einmauern. Er macht Amerika nicht groß, sondern klein. Protektionismus wird Programm“, sagte Trittin der „Welt“. „Amerika erscheint unter Trump als weniger verlässlicher Partner.“ Angesichts dieses Rückzuges der Amerikaner müsse Europa „zusammenstehen und einstehen für unsere multilaterale Weltordnung“.

Der Grünenpolitiker, der Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags ist, schätzt: Die USA zögen sich nun von der „Weltbühne“ zurück. „Donald Trump richtet den Blick nach innen“, sagte Trittin. Trumps Wahlkampfmotto „America First“ werde zum Motto seiner Präsidentschaft.

„Er zeichnet ein düsteres, völlig verzerrtes Bild von einem Amerika am Boden.“

Der Koordinator für Transatlantische Beziehungen im Auswärtigen Amt, Jürgen Hardt (CDU), glaubt, dass der neue US-Präsident Donald Trump mit dem in seiner Antrittsrede skizzierten Kurs ein Risiko eingeht. „Er geht mit diesem Kurs ein großes Wagnis ein“, sagte Hardt der „Welt“. „Amerikas Wohlstand und Weltgeltung werden nicht wachsen, sondern schwinden, wenn das Land sich abschottet.“

Immerhin habe Trump sich dazu bekannt, Allianzen zu stärken. Hardt kritisierte, dass Trump in der Rede „seine Wahlkampfrhetorik mit unverhohlen nationalistischen Tönen wiederholt“ habe. Und: Auch die erste Rede als Präsident habe keine Klarheit darüber gebracht, wie Trumps Politik konkret aussehen soll.

„Ich nehme ihm ab, dass er Amerikas Volk wieder einen will. Dies würde aber scheitern, wenn die Amtszeit Präsident Trumps für die Menschen zu viele Enttäuschungen mit sich bringt, weil er auch mit seiner Rede heute die Erwartungen zu hoch gesetzt hat.“ Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Henning Otte (CDU), sieht die Rede als Zeichen dafür, dass sich Europa sicherheitspolitisch stärker engagieren müsse.

„Europa wird mehr sicherheitspolitische Verantwortung übernehmen müssen. Mit einer Erhöhung der Verteidigungsausgaben legen wir die Grundlage hierfür“, sagte Otte. „Diesen Weg setzen wir fort.“

Starke transatlantische Beziehungen blieben einer der wichtigsten Pfeiler der europäischen Sicherheitspolitik. Die Union ermutige die USA, sich weiterhin stark in der Nato und einer gemeinsamen Sicherheitspolitik einzubringen.

(zusammengestellt von der dts-Nachrichtenagentur)

Der SPD-Vorsitzende und Vizekanzler Sigmar Gabriel hat die Antrittsrede des neuen US-Präsidenten Donald Trump kritisiert. „Das waren heute hoch nationalistische Töne“, sagte der SPD-Chef im ZDF. Es fehlte nur noch, das Parlament als Quasselbude zu bezeichnen und von Systemparteien zu sprechen, dann sei man in der politischen Rhetorik der Konservativen und der Reaktionäre der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. „Man muss den Mann ernstnehmen“, sagte Gabriel. „Ich glaube, wir müssen uns warm anziehen.“ Die Europäer rief Gabriel auf, zusammenzustehen und „beinhart unsere Interessen“ zu vertreten. „Wir dürfen weder unterwürfig sein noch Angst haben.“

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Norbert Röttgen (CDU), bezeichnete die Rede als „Ankündigung der Trumprestauration“. „Dieses war eine Rede, die das Land weiter und tiefer spalten wird“, sagte Röttgen der Rheinischen Post. Seiner Einschätzung nach beinhalte die Rede „den Rückzug Amerikas von internationaler Verantwortung und Solidarität und die offene Verkündung von Egoismus als Prinzip amerikanischer Außenpolitik“. Die Grünenspitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt twitterte: „Rede eines Populisten. Grenzen dicht machen, Amerika zuerst und das Blut der Patrioten. Mir ist sehr kalt.“

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-01/reaktionen-antrittsrede-donald-trump-inauguration-sigmar-gabriel-papst

Am Tag der Amtseinführung des neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump haben deutsche Politiker abermals vor dem Republikaner gewarnt. Der Spitzenkandidat der Linkspartei, Dietmar Bartsch, zeigte sich besorgt. „Über viele Äußerungen Trumps bin ich entsetzt. Mit Sexisten und Rassisten möchte ich nichts zu tun haben“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Ich habe große Sorge, dass sich Amerika und die Welt grundlegend verändern – und zwar nicht zum Guten.“

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley bezeichnete die Unberechenbarkeit Trumps als hochproblematisch. „Das ist das Letzte, was man braucht an der Spitze eines so mächtigen Landes“, sagte Barley der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Freitag. Wenn der neue Präsident sein provokantes Auftreten nicht schnellstmöglich ändere, seien Konflikte programmiert…

…Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg forderte die Bundesregierung dazu auf, auf Trumps „krude Vorstellungen“ klar, konstruktiv und gegebenenfalls hart zu antworten. „Dies mag nun der Moment sein, um auch in unserem Land aus der rührend gepflegten ‚Kultur der Zurückhaltung‘ endlich eine ‚Kultur der Verantwortung‘ erwachsen zu lassen“, schrieb Guttenberg in einem Gastbeitrag für die Freitagsausgabe der Frankfurter Allgemeine Zeitung. „Wir sollten uns darauf einrichten, hierfür mehr zu leisten.“

http://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/deutsche-politiker-warnen-vor-amtseinfuehrung-vor-donald-trump-14704133.html

Foto: Collage

 

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...