Trump – Die JouWatch-Presseschau als Dokument der Schande

Noch nie hat sich der Journalismus in Deutschland so blamiert, wie bei der Berichterstattung über die Vereidigung Trumps und seiner darauf folgenden Rede.

Der hiesige Journalismus ist inzwischen zu einer reinen ideologischen Propagandaschau verkommen. Hass- und angsterfüllte Kommentare ohne Sinn und Verstand beherrschen heute die Zeitungen, panisch auch die Reaktionen der Politiker.

Von der „taz“ bis zur „Bild“, überall dasselbe hysterische Geschrei darüber, dass der von ihnen verspottete und verhasste Donald Trump tatsächlich den Amtseid abgelegt hat.

Wahrlich, Trump hat den Zeitenwandel eingeläutet, der globale Kampf gegen das linke Establishment nimmt Fahrt auf und mit dem neuen amerikanischen Präsidenten hat die Gegenbewegung eine Leitfigur, die die linken und islamischen Protagonisten der globalen Zerstörung ordentlich Nerven kosten lassen wird. Trump ist der neue Revolutionär, der schon lange vor Amtseintritt seine Widersachern das Fürchten gelehrt hat und die nun völlig am Rad drehen, weil sie wissen, dass ihre Zeit zu Ende geht.

Weiter so.

Die nächsten vier Jahre werden spannend, aufregend und entscheidend.

Ein Hinweis für alle Journalisten, die beim Schreiben ihr Hirn ausgeschaltet haben:

Vater und Mutter sorgen sich um das Wohlergehen ihrer Kinder. Ein Hauswart kümmert sich um die Belange der Mieter. Ein Vereinsvorsitzender vertritt die Interessen der Vereinsmitglieder. Ein Bürgermeister wurde gewählt, damit er für die Dorfbewohner gerade steht, ein Stadtrat setzt sich für die Bürger der Stadt ein.

Und vor allen Dingen: Ein Chefredakteur arbeitet für den Erfolg seines Mediums, ein Präsident arbeitet also auch für das Volk des Landes, dessen Bürger ihn dafür gewählt haben. Trump ist also völlig normal, oder?

Susanne Kablitz schreibt:

„Journalisten kritisieren die Deutlichkeit von Trumps Rede“, heißt es im ZDF. Ja, nicht, wahr? Das ist neu für Euch. Ihr kennt die Schwammigkeit, das Geschwurbel, die Rückgratlosigkeit. Damit könnt ihr umgehen. Mit klaren Worten nicht!“

Hier unsere Presseschau der Schande.

Ulf Poschardt (Welt-Chef)

der wird jetzt wirklich us-präsident. nicht zu glauben

Welt

Die Zutaten für eine große Show, sie waren doch da: Das monströse Bühnenbild. Der Volkstribun. Die kaltblaue Eiskönigin. Warum bloß blieb die größte Politoper der Welt ein billiges Schmierentheater?…

 

Bild

…Milliardär Trump versprach, der Anwalt der kleinen Leute sowie der „beraubten Mittelschicht“ zu sein. Problem nur: Ausgerechnet ein Großteil dieser Zielgruppe zittert im Moment darum, dass Trump Obamas Gesundheitsreform zurücknimmt – und sie dadurch wieder ohne Krankenversicherung dastehen…

…Und wie glaubwürdig ist der Kampf für amerikanische Arbeiterhände, wenn die First Lady neben ihm Kleider und Seidenhandschuhe trägt, um die sie wahrscheinlich die Queen beneidet? Wie sehr nimmt man einem Mann den Patriotismus ab, der sich damit brüstete, als Milliardär keine Steuern bezahlt zu haben?…

„Die Rede Trumps war düster, das Gegenteil von Friede, Freude, Eierkuchen…

http://www.bild.de/politik/ausland/donald-trump/warum-seine-rede-eine-abrechnung-war-49880692.bild.html

faz

„America first“ war nicht nur der Kern seiner Wahlkampfbotschaft, es ist das Leitmotiv seiner Präsidentschaft. Trumps Rede zur Amtseinführung war eine einzige Kampfansage, wie man das bei diesem Anlass noch nicht gehört hatte: an das „Establishment“, an Washington, die Globalisierung und an alle, die das amerikanische Volk „aussaugen“. Sie war nationalistisch in Ton und Inhalt…

…Europa und Deutschland sollten den Amtsantritt des Donald Trump als Weckruf verstehen: Es wird jetzt mehr denn je auch auf sie ankommen, auf ihre Leistungsfähigkeit und ihre Verantwortungsbereitschaft, damit der Westen den Stürmen der Gegenwart standhält. Aber Amerika unter Donald Trump – das wird ein anderes Amerika sein.

http://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/trumps-amtsantritt-eine-kampfansage-ohne-vorbild-14709462.html

n-tv

…Wie im Wahlkampf zeichnet Trump das Bild eines vollkommen kaputten, korrupten Landes. Die USA hätten die Grenzen anderer Länder verteidigt, „aber darauf verzichtet, unsere eigenen Grenzen zu verteidigen“. Die USA hätten „Billionen Dollar“ im Ausland ausgegeben und „andere Länder reich gemacht“, dabei den eigenen Wohlstand und das eigene Selbstvertrauen verloren. „Von heute an wird eine neue Vision unser Land regieren. Von heute an gilt: Amerika zuerst. Amerika zuerst.“ Diese Botschaft werde man „in jeder Stadt, in jeder ausländischen Hauptstadt und in allen Hallen der Macht“ hören.

Auch „America First“ war ein Slogan aus seinem Wahlkampf. Auch dieser Spruch steht in radikalem Gegensatz zu Obamas Antrittsrede von 2009. Obama sagte damals, Amerika müsse dabei helfen, „eine neue Ära des Friedens“ herbeizuführen. Der muslimischen Welt reichte er ausdrücklich die Hand…

…Er blieb sich treu: aggressiv, laut, selbstherrlich, jovial, spontan. Nur bei wichtigen Reden nutzte er einen Teleprompter, um sicherzustellen, dass die Kernbotschaft nicht wieder einmal hinter irgendwelchen Ausfällen verblasste…

http://www.n-tv.de/politik/Jetzt-kommt-Praesident-Trump-article19578142.html

Zeit

…Zumindest wird es nun etwas leichter, Inhalt und Getöse zu unterscheiden: Trump wird regieren, das bloße Prahlen hat ein Ende. Das kann auf viele Arten gut oder schlecht ausgehen. Es ist klüger, sich auf das Schlechte vorzubereiten. Und dabei sauber zu trennen: zwischen dem, was zwar rückschrittig, unvernünftig oder übertrieben erscheint, aber legitim im Rahmen einer demokratischen Ordnung vertreten und mit ihren Mitteln bekämpft werden kann –  und dem, was Rechte, Pflichten und Menschen verletzt, indem es diese Ordnung demontiert. Das ist der Punkt, an dem es falsch wird, sich mit dem Wandel zu arrangieren…

…Was nach innen mindestens eine reaktionäre Law-and-order-Präsidentschaft zu werden droht, findet nach außen seine Entsprechung in einem aggressiven Nationalismus, der wenig von lange währenden Partnerschaften und Werten hält, stattdessen auf neue Freunde schielt, die ebenso den starken Mann geben. Die Gewissheiten, die nach dem Zweiten Weltkrieg die internationale Ordnung geprägt haben, sind dahin. Trump hat sie sämtlich infrage gestellt. Allen voran jene, dass die USA auch unter großen Kosten und Risiken nicht nur für ihre eigenen Interessen eintreten. Dass hinter der Macht der Amerikaner immer auch die Verantwortung wach ist, demokratische Nationen gegen Aggression zu schützen – also das, was man einmal die freie Welt genannt hat, gegen Bedrohungen aller Art zu verteidigen…

…Das kann der Nährboden sein für ein autoritäres System in den USA, gerade jetzt, wo sich mit einer Mehrheit im Kongress und einem konservativer werdenden Supreme Court vieles schnell und kompromisslos verändern lässt. Und wo die Welt beginnt, wieder so zu funktionieren, dass das Recht des Stärkeren gilt…

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-01/donald-trump-us-praesident-amtsantritt

WELT, Clemens Wergin

…Die Inaugurationsrede war in gewisser Weise ein Trump auf Steroiden. Wie ein charismatischer Führer bot er sich an als derjenige, der in der Lage sei, das Volk wieder in sein Recht zu setzen.

…Er bleibt der dünnhäutige, nachkartende und wütende Twitterer, der er im Wahlkampf war. Er wird ein Schulhofrabauke bleiben, der Kritiker mobbt.

…Dennoch inszenierte sich Trump in seiner Rede ganz als von den Menschen getragener Volkstribun, der ein populäres Mandat für umstürzlerische Politik in Anspruch nimmt.

…Trump hat in seiner Rede nun jedoch abermals deutlich gemacht, dass er das Althergebrachte umstürzen will.

https://www.welt.de/politik/ausland/article161380657/Die-Antrittsrede-das-war-ein-Trump-auf-Steroiden.html

WELT,  Torsten Krauel

…Sein künftiger nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn sieht die USA in einem Krieg mit dem radikalislamischen Terrorismus.

…Die Ankündigung, den „radikalen islamistischen Terror vom Antlitz der Erde zu fegen“, klingt gefährlich. Nicht, weil der IS gut wäre, sondern weil das Ziel inhaltlich so unscharf wie rhetorisch scharf ist.

…Die Äußerung, Amerika sei durch das bald wieder mächtige Militär, „vor allem aber durch Gott beschützt“, gibt der Ankündigung dann noch eine religiöse Dimension, die George W. Bush gegenüber Osama Bin Laden und Saddam Hussein sorgfältig vermieden hatte.

…Auch Barack Obama weigerte sich, einen Kampf gegen den islamistischen Terror auszurufen – er sprach nur von Terroristen. Mit Trump ändert sich das jetzt dramatisch.

https://www.welt.de/politik/ausland/article161379087/Warum-dieser-Satz-von-Donald-Trump-so-gefaehrlich-ist.html

Focus

…Viele Anhänger des Ku-Klux-Klan zeigen sich erfreut über Trumps Vereidigung als US-Präsident. Nach der Zeremonie am Freitag twitterte David Duke, der ehemalige Kopf des rassistischen Geheimbundes seine Glückwünsche mit der Bemerkung: „Wir haben es geschafft!“

Schon im Wahlkampf hatte Trump Unterstützung von Klan-Anhängern bekommen, diese jedoch zurückgewiesen.

http://www.focus.de/politik/ausland/us-wahlen-2016/trump-vereidigung-im-live-ticker-vor-trumps-amtseinfuehrung-tausende-protestieren-vor-amtseinfuehrung_id_6524855.html

Tagesspiegel, Andreas Casdorff

…Donald Trumps erste Rede im Amt hat gezeigt, welcher Geist von jetzt an herrscht. Das Amerika, wie er es repräsentiert, kommt zuerst, immer und überall. Gegnern macht er Angst.

… Nun ist er es, der eine. Donald Trump, der 45. Präsident der USA, feierlich auf den Stufen des Kapitols ins Amt eingeführt und vereidigt. So wahr ihm Gott helfe.

Und uns. Seine Rede, die erste im Amt, hat gezeigt, welcher Geist von jetzt an herrscht. Das Amerika, wie er es repräsentiert, kommt zuerst, immer und überall. Pardon wird nicht gegeben. Die uramerikanische Vorstellung, auserwählt zu sein, ist zurück. Neue Zeiten sollen anbrechen? Alte Zeiten sollen zurückkehren.

…Wie es klang: Ihr da oben, wir hier unten – und das aus dem Munde eines Milliardärs ohne jede politische Erfahrung. Eines Mannes aus dem goldenen Turm. Und das Gesicht von Barack Obama gerann zur Maske.

…Und dann bedient sich der 70-jährige Präsident auch noch der modernsten, der jüngsten Mittel der Massenkommunikation, um seine Version von Führung auszuüben: Er kommuniziert direkt mit dem Volk. Wie er es tut, macht seinen Gegnern Angst. Was er sagt, auch den Freunden Amerikas. Weltweit.

…Da spricht ein Imperator, einer, der Washington eingenommen hat. Im alten Rom wurden siegreiche Feldherrn noch beim Triumphzug von einem Priester oder Sklaven gemahnt: „Bedenke, dass du sterblich bist.“ Eine Warnung vor Hybris. Wer tut es bei ihm?

…Die führenden Medien in den USA haben Trump geraten, die Amtseinführung zu genießen. Für die Zeit danach haben sie ihm den Kampf angesagt. Dass er ihn annehmen wird – keine Frage. So denkt Donald Trump: Wirst du geschlagen, musst du umso härter zurückschlagen. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Das ist das Alte Testament.

http://www.tagesspiegel.de/politik/45-us-praesident-donald-trump-der-imperator-gibt-kein-pardon/19284486.html

 

t-online

…Ab 18 Uhr deutscher Zeit ist Donald Trump US-Präsident: Was macht der mächtigste Mann der Welt dann mit seiner Macht? Wie geht er mit dem sogenannten Atomkoffer um? Mit einer einzigen Entscheidung könnte Trump einen Nuklearkrieg entfachen.

http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_80134726/trump-und-die-nuclearcodes-sein-finger-auf-dem-atomkoffer-macht-mir-angst-.html

Spiegel

…Es kann nicht lange gedauert haben, diese Rede zu schreiben, er musste ja nur Absätze aus seinen Wahlkampfauftritten zusammenkopieren. Es war die gleiche aggressive, verachtende Rhetorik, der gleiche Nationalismus, von nun an werde das wahre Volk herrschen.

Es war der eines Revolutionsführers, der sich an seine Bewegung wendet. Der Revolutionsführer hat gesprochen, nun muss die Revolution folgen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-die-revolution-erreicht-washington-a-1131035.html

Spon, Stefan Kuzmany

…Beängstigend vielmehr ist das Ressentiment in seiner Sprache. Heute sei der Tag, an dem endlich das Volk die Macht zurückbekommen habe – das ist eine Drohung. Die unverhohlene Verachtung, mit der Trump über das politische Establishment schimpfte – das ist eine Drohung. Die Ankündigung, sich nicht mehr um die Verteidigung oder das Wohlergehen anderer Nationen zu scheren – das ist eine Drohung. Und die Drohung lautet: Wir werden es euch zeigen.

…Donald Trump sieht sich als Botschafter einer Zeitenwende, sieht sich als Anführer, nein, Führer einer Volksbewegung. Er hat angekündigt, die Geschicke der Vereinigten Staaten über viele Jahre zu bestimmen – und nicht nur dieser, sondern die Geschicke der ganzen Welt.

Er hat damit eine neue Ära der Hoffnung eingeleitet: Die der verzweifelten Hoffnung darauf, dass seine Versprechen nicht Wirklichkeit werden.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trumps-amtsuebernahme-ein-volk-ein-land-ein-praesident-a-1131030.html

Süddeutsche Zeitung

…Der nationale Populismus in Trumps Rede war gepaart mit fast schon revolutionärem Pathos. Trump übte wie schon im Wahlkampf heftige Kritik an den Politikern in Washington, die angeblich nur für sich sorgten, nicht für die einfachen Leute. Das „Establishment“ habe immer nur sich selbst geschützt, alle Kosten aber den Bürgern aufgeladen, so Trump. Mit seinem Amtsantritt habe das ein Ende, die Macht gehe nun an das Volk über: „Dies ist der Tag, an dem das Volk wieder zum Herrscher geworden ist.“…

http://www.sueddeutsche.de/politik/vereinigte-staaten-von-amerika-america-first-1.3341708

Frankfurter Rundschau

Der wuchtige Mann mit schräger Frisur neigt zur Übertreibung. Donald Trump steht vor dem Lincoln-Denkmal in Washington, lässt sich von seinen Anhängern bejubeln und verspricht nicht mehr nur, dass er Amerika wieder groß machen werde. Nein. Trump packt noch eins drauf.

Er sagt: „Wir werden Amerika großartiger machen als es jemals gewesen ist.“ Dann sagt Trump, er habe eine Bewegung in Gang gebracht, wie es sie auf der Welt noch nicht gegeben habe: „Diese Reise hat vor 18 Monaten begonnen. Ich bin nur der Botschafter. Ich liebe euch.“

Jubel, Trubel, Feuerwerk…

…Bislang kannten die Amerikaner Donald Trump vor allem als Twitter-König, der sich mit Kurzbotschaften an sein Volk und den Rest der Welt wendet. Was das über seine Regierungsarbeit aussagt, darüber rätseln Anhänger wie Gegner des New Yorker Immobilienmilliardärs. Bislang ist die Unberechenbarkeit Donald Trumps die einzige feste Größe…

http://www.fr-online.de/us-wahl/vereidigung-von-donald-trump–america-first–als-leitlinie,11442534,35098142.html

Und hier noch die aktuellen IVW-Zahlen, die uns zeigen, dass diese Schande bald ein Ende hat:

IVW-Zahlen verkaufte Auflage im Vorjahresvergleich 4. Quartal 2016

Freitag +12,1 %
Junge Freiheit +9,7 %
Tagesspiegel +0,9 %
Süddeutsche -0,1 %
taz -0,7 %
Die Zeit -1,5 %
Spiegel -2,3 %
Die Welt -3,1 %
Focus -4,2 %
FAZ -4,4 %
Welt am Sonntag -5,0 %
Neues Deutschland -5,5 %
FAS -6,3 %
Berliner Zeitung -8,7 %
BILD -9,8 %
Bild am Sonntag -10,8 %
Stern -10,8 %

Foto: Collage

 

 

 

 

 

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